Arbeitgeberpräsident Hundt begrüßt "Hartz IV"-Korrektur
15.10.2009 | 11:31 Uhr 2009-10-15T11:31:00+0200
Stuttgart. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt äußert sich positiv über die von der schwarz-gelben Koalition geplanten Korrekturen beim Arbeitslosengeld II. Es gebe noch immer Fehlanreize, sich nur mit einem Minijob und einem kleinen Hinzuverdienst in "Hartz IV" einrichteten.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt unterstützt die von der schwarz-gelben Koalition geplanten Korrekturen beim Arbeitslosengeld II. «Ich begrüßte, dass sich die Koalitionspartner darauf verständigt haben, das Kombi-Einkommen beim Arbeitslosengeld II weiterzuentwickeln«, sagte Hundt der »Stuttgarter Zeitung«. Es müsse darum gehen, Fehlanreize zu beseitigen, sich nur mit einem Minijob und einem kleinen Hinzuverdienst in »Hartz IV« einrichteten.
Die Anstrengungen in der Arbeitsmarktpolitik müssten zum Ziel haben, Anreize zur Aufnahme einer Vollzeitbeschäftigung zu schaffen, sagte Hundt. Auch die Änderungen bei der Vermögensanrechnung von "Hartz IV"-Beziehern seien sinnvoll. «Eine Anhebung des unwiderruflich auf Altersvorsorge beschränkten Schonvermögens ist richtig.» (ddp)

08:20
Kein Wunder, daß der Präsident die Korrektur begrüßt, wird damit doch einem Teil der älteren Arbeitnehmer, jenen, die garantiert nach einer Kündigung chancenlos sind, ruhiggestellt. So haben die Arbeitgeber gute Aussichten, daß die Kündigungsschutzklagen älterer Kollegen sich reduzieren.
Ansonsten wie gehabt. Die Überflüssigen werden bei Bedarf dank der Zumutbarkeitsregeln als billige Reserven auf den Zeitarbeitsstrich geschickt, dort ebenso schnell gefeuert und wieder eingestellt und bleiben, bedingt durch den Niedriglohn HartzIV-Empfänger.
Eine Korrektur sieht anders aus.
12:24
Anreize zur Aufnahme einer Vollbeschäftigung. Häh. Wir brauchen keine Anreize, sondern Vollzeitjobs mit einem Lohn, der es möglich macht, da von zu leben.
Die Realität ist: Kaum Vollzeitarbeit, und wenn, dann mit einem Entgelt, das man doch wieder zum Amt rennen muß, damit man noch ne Schnitte Brot auf den Tisch bekommt. Ist doch *******. Also lieber schön die Füße Still halten, wenn man keine Ahnung hat.
23:41
an 5, deine Mutter hat leider ei Kind zuviel bekommen, rate mal welches?
23:37
armer Irrer!!!!!!!!!!!!!!!
22:01
#15 von Erklärbär
Sie sagen einfach nur die Wahrheit.
18:34
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15:06
Na, da lache ich mich doch schief !
Ausgerechnet die neue Regierung aus Schwarz und Gelb, von der, wie viele Menschen befürchten, ein weiterer radikaler Sozialabbau ausgehen könnte, ausgerechnet die entschärfen Hartz-IV indem sie das Schonvermögen, für viele die zusätzliche und so nötige Vorsorge fürs Alter, erhöhen , tun also genau das, was die SPD bisher rundweg abgelehnt hat. So nach dem Motto, wenn wir bei Hartz-IV etwas verbessern würden, würden wir ja konzeptionelle Fehler zugeben. Und die SPD macht doch keine Fehler ! Die anderen schon, aber eben nicht die SPD.
Und nein, ich bin nun nicht plötzlich der Meinung, dass Hartz-IV gut ist. Es ist und bleibt trotz allem eine grandiose, schier nicht zu überbeitende politische Schweinerei. Schon weil es langjährig arbeitsame und auch arbeitswillige Menschen in die Armut treibt, wenn sie das fast vorprogrammierte Pech haben, ihren Arbeitsplatz auf längere Zeit zu verlieren. Und sie zu allem Überfluss auch noch mit den früheren potenziellen Drückebergen aus dem Sozialhilfebeziehermilieu gnadenlos und völlig zu Unrecht gleichstellt.
Also, schlimmer kann es für die SPD fast nicht mehr kommen. Muss sich doch jeder halbwegs denkfähige Bürger fragen, wozu wir dann die Sozis überhaupt noch brauchen, wenn jetzt sogar die Liberalen ihr soziales Gewissen entdeckt zu haben scheinen.
Also, liebe SPD-ler, von wegen, der Tiefpunkt ist erreicht! Sieht eher nicht danach aus. Es geht wohl doch noch weiter nach unten.
Aber stopp, der Münte hat ja die Schuldigen am SPD-Debakel bereits ausgemacht. Es sind dies nicht etwa Schröder, Steinmeier,. Müntefering und sonst noch einige mehr, nein, der Böse Oskar mit seiner linken Kommunistenbande, der ist der Übeltäter.
Na, es geht halt nichts über eine gründliche Analyse des politischen Verfalls einer Partei.
13:48
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13:34
Hunde sind bissig, nein nicht alle aber der schon.
13:29
Es ist ganz interessant, zu beobachten, die die SPD weiterhin zwischen CDU und Linke zerrieben wird. Die Verbesserungen zu Hartz IV sind gering und kosten nicht viel. Sie könnten sogar den positiven Effekt haben, dass mehr Menschen in die Altersvorsorge investieren, so dass später bei der Grundsicherung im Alter gespart werden kann. Auch die höheren Freibeträge bei Nebeneinkünften könnten dazu führen, dass Arbeitslose mehr Mini-Jobs annehmen und dadurch gespart wird. Aber die SPD wollte selbst diese minimalen Erleichterungen nicht. Auf der anderen Seite fordert die Linke die Abschaffung von Hartz IV und die Abschaffung der Rente mit 67 Jahren. Für die SPD bleibt da nicht mehr viel Raum übrig, wenn sie ihre inhaltlichen Positionen nicht revidiert.