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Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht

15.08.2012 | 15:57 Uhr
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Wolfgang Clement greift die Rente mit 67 Jahren zu kurz.Foto: dapd

Berlin.  Der ehemalige SPD-Politiker und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement bringt Schwung in die Rentendebatte. Er findet, dass eine Rente bis 67 zu kurz greife - und schlägt vor, dass fitte Deutsche bis 80 Jahre arbeiten sollen. Derweil streitet die Bundesregierung weiter über die geplante Zuschussrente von Ursula von der Leyen (CDU).

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hält eine Ausdehnung der Lebensarbeitszeit für erforderlich. "Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen in Deutschland länger als bisher arbeiten", sagte der 72-Jährige der Tageszeitung "Die Welt". Der frühere SPD-Politiker und NRW-Ministerpräsident fügte hinzu: "Wir können nicht bei der Rente mit 65 oder der Rente mit 67 verharren, das greift zu knapp." Wer wolle und es könne, solle bis zum 75. oder 80. Lebensjahr arbeiten. "Ja, klar – wer will und kann! Warum denn nicht?"

Er tue dies auch, betonte Clement, "hoffe ich jedenfalls, ist ja nicht mehr allzu lange hin". Clement sagte im "Welt"-Interview weiter: "Ein Drittel der Menschen meines Alters, zwischen 65 und 80, wollen länger arbeiten. Das sollten wir nutzen, denn das zeigt: Viele Bürger, vor allem die älteren, sind mit ihrer Lebenseinstellung viel weiter als die Politik."

Von der Leyen kämpft für Zuschussrente

Derweil kommt die Bundesregierung beim Thema Rente nicht zur Ruhe. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte, die Entscheidung für die von ihr geplante Zuschussrente gegen Altersarmut müsse im Herbst fallen. An der raschen Durchsetzung wolle sie sich messen lassen. "Ich stehe dafür gerade, dass hier etwas passiert", sagte die CDU-Vizechefin im ARD-"Morgenmagazin". Dagegen trat die FDP bei der Zuschussrente kräftig auf die Bremse. Das gehe "nicht mal so eben schnell", sagte FDP-Vize und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Südwestrundfunk (SWR).

Wolfgang Clement

Von der Leyen war am Dienstag von ihrem Plan abgerückt, die vorgesehene Senkung des Beitragssatzes zur Rentenversicherung mit der Zuschussrente in einem Gesetzentwurf zu verbinden. Die Senkung soll nach Worten der Arbeitsministerin zum 1. Januar 2013 kommen und das Rentenreformpaket zum 1. Juli 2013. Die Zuschussrente soll auch Thema im nächsten Koalitionsausschuss sein.

Die Arbeitsministerin sagte, bis Ende Oktober müssten "die positiven Entscheidungen zur Zuschussrente getroffen" sein. "Der Zeitplan ist klar. Sie können mich auch an den Worten messen", betonte sie.

Justizministerin für ruhige Debatte

Leutheusser-Schnarrenberger sagte hingegen, die Debatte werde "jetzt in Ruhe" geführt. Bei der Bekämpfung der Altersarmut müsse die Frage geklärt werden, ob "das alles nur die Beitragszahler in der Rentenversicherung möglicherweise aufgebürdet bekommen". Sie fragte: "Ist das nicht eher eine Frage, die eigentlich insgesamt alle Steuerzahler betrifft, weil es nämlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist?"

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende fügte hinzu, es sei "gut und richtig", dass die geplante Zuschussrente "nicht in Zwangshaft genommen" werde mit der gesetzlich gebotenen Senkung der Beiträge zur Rentenversicherung.

  1. Seite 1: Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
    Seite 2: Arbeitgeber halten Senkung für möglich

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Kommentare
10.09.2012
21:02
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Name von Moderation entfernt | #50

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28.08.2012
11:55
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von Sprudelklara | #49

Clement soll ja angeblich den massivsten Personenschutz genießen, den es in der deutschen Politklasse gibt (massiver als bei Frau Merkel). Irgendwo habe ich mal gelesen, dass er des öfteren Morddrohungen erhält und den Staatsschutz ermitteln lässt. Also bei dem, was Clement andauernd vom Stapel lässt, kann ich das gut verstehen ...

16.08.2012
16:21
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von fragender123 | #48

Sie wollen bis 80 arbeiten, Herr Clement? Kein Problem! Ich habe heute morgen in der Ugandischen Botschaft angerufen, man war dort sehr erfreut das es einen so arbeitsfreudigen Deutschen gibt, der für einen Hungerlohn in Uganda arbeiten möchte. Ihre Einbürgerungspapiere sind alle schon fertig, Sie müssen nur noch unterschreiben. Hier in Deutschland vermisst Sie eh keiner, Leute wie Sie können wir uns sparen.

Selbstverständlich müssen Sie nicht zusagen, doch sollten Sie es versäumen innerhalb einer Frist von 14 Tagen zu- oder abzusagen, habe ich veranlasst, das Ihre Zusage per Verwaltungsakt an den ugandischen konsul überstellt wird. Ein Wagen wird Sie und Ihr Gepäck dann abholen.

Sie müssen mir nicht danken, Herr Clement. Diesen Tritt in den Hintern, den gabs frei Haus und gratis! ;)

16.08.2012
14:48
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von meinemeinungdazu | #47

Wenn die deutsche Öffentlichkeit niemaden vermisst, ist es Wolfgang Clement. Seine Vergangenheit hat ihn uninteressant gemacht. Er sollte zum Eigenschutz einfach schweigen und sich zurückziehen, damit er sich nicht mehr blamiert. Er ist kein Helmut Schmidt, sondern eine ganz kleine Leuchte, die ausgebrannt iat.

16.08.2012
12:40
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von GrafVonDingelstein | #46

Ach Herr Clement, "Sie" wollen wirklich noch für ernsthafte Politik stehen?
Oder plant man tatsächlich jetzt schon das sozialverträglich garantierte "Spätableben" am Arbeitsplatz?
So,n Dachdecker mit 79, das hätte was.............., von Wahnsinn..........

16.08.2012
12:15
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von lupo | #45

Es ist bedauerlich, aber den Einen erwischt es früher den Anderen später. Wolgang Clement scheint die "Altersverwirrtheit" im Alter von 72 Jahren erwischt zu haben.
Symptome der Krankheit: Realitätsverlust und Desorientierung, Verlust sozialer Kompetenzen, wirres Zeug reden.

16.08.2012
08:37
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von Mispo | #44

Ja klar, Herr Clement, jeder mag so lange arbeiten, wie er kann - und vor allem einen Arbeitgeber findet, der seine Arbeitskraft nocht benötigt und zu schätzen weiß. Das darf sich aber auf das gesetzliche Renteneintrittsalter und die Höhe der gesetzlichen Rente nicht auswirken.
Alles andere wäre sozusagen die Abschaffung der gesetzlichen Rente und Betrug an den Beitragszahlern.
Im Übrigen gibt es genug Menschen, die schon mit z.B. 72 Jahren nicht mehr genau wissen, was sie tun und sagen, man nennt dieses Krankheitsbild Altersdemenz und es täte I(i)hnen gut, sich diesbezüglich in die Behandlung eines Spezialisten zu begeben !

16.08.2012
08:34
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von ruhry | #43

Klar kann man bis 80 arbeiten wenn man möchte und kann! Vorteilhaft wäre natürlich wenn man einen gut dotierten Posten in der Politik hat und entsprechende Mitarbeiter die einem "zuarbeiten". (Adenauer) In der Industrie und im Handwerk halte ich das eher für unrealistisch. Die so oft zitierte "Erfahrung der Alten" kann sich dort auch als Hemmschuh auswirken. Motto: "Das haben wir schon immer so gemacht." Außerdem was spricht dagegen sich im höheren Alter - durchaus gegen Bezahlung - sozial zu engagieren und sich z. B. um Altersgenossen zu kümmern die nicht mehr so fit sind wie man selbst glaubt noch zu sein.

16.08.2012
08:19
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von TVtotal | #42

Das zeigt wieder das der keine Ahnung hat was Arbeiten überhaupt bedeutet..im Sessel Rumpupsen und von einem Arbeitssaufgelage zum anderen gefahren zu werden...klar das kann man bis ins hohe Alter machen...wann war eigentlich die letzte ärztliche Untersuchung?

16.08.2012
07:00
Arbeiten mit 80 Jahren - Wolfgang Clement reicht Rente mit 67 nicht
von ruhrpottfan | #41

dieser spd-kasper wollte mal wieder auf einen finger.
warum gibt man senilen alten leuten überhaupt ein forum ...

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