Anschlag in Mali sollte auch Warnung für Deutschland sein

Ein spanischer Soldat sichert den Landeplatz im Feldlager Koulikoro in Mali: Während Bundespräsidenten Joachim Gauck dort landete, griffen Islamisten einen UN-Stützpunkt im Norden des Landes an.
Ein spanischer Soldat sichert den Landeplatz im Feldlager Koulikoro in Mali: Während Bundespräsidenten Joachim Gauck dort landete, griffen Islamisten einen UN-Stützpunkt im Norden des Landes an.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Anschlag auf einen UN-Stützpunkt in Mali wurde von Islamisten verübt. Die Organisation „Ansar Dine“ bekannte sich zu dem Terrorakt.

Dakar..  Eine Al-Kaida nahestehende Islamistengruppe hat sich zu dem Selbstmordanschlag auf einen UN-Stützpunkt in Mali bekannt und diesen auch als Warnung an Deutschland bezeichnet. Das Attentat sei eine Botschaft an alle, die Truppen in das westafrikanische Land entsenden, wie es etwa der deutsche Präsident angekündigt habe, teilte die Organisation Ansar Dine im Internet mit. Bundespräsident Joachim Gauck war am Freitag zu einem Staatsbesuch in der Hauptstadt Bamako im Süden des Landes, als sich der Anschlag im Norden ereignete, bei dem sechs Blauhelmsoldaten aus dem benachbarten Guinea getötet wurden.

In der malischen Wüste im Norden des Landes sind mehrere Dschihadistengruppen aktiv. Immer wieder sind die Armee des Landes und die 10.000 Mann starke UN-Truppe Minusma Ziel von Angriffen. Die Schutztruppe wird auch von der Bundeswehr mit Soldaten unterstützt. Der Bundestag hatte im Januar beschlossen, den Einsatz auszuweiten und bis zu 650 Soldaten nach Mali zu schicken. Sie sollen auch, anders als bisher, im umkämpften Norden stationiert werden. (rtr)