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Terror

Brüssel-Anschläge: Fayçal C. wieder frei – Fahndung läuft

29.03.2016 | 05:44 Uhr
Die Polizei fahndet weiter nach dem Mann mit Hut, der am Brüsseler Flughafen von einer Überwachungskamera aufgenommen worden ist. Links von ihn zu sehen sind die beiden Selbstmord-Attentäter Najim Laachraoui (links, 24) und Ibrahim El Bakraoui (Mitte, 29).Foto: dpa

Brüssel.  Die Polizei in Brüssel fahndet weiter nach einem Mann, der vor dem Anschlag gefilmt worden ist. Die Zahl der Todesopfer steigt auf 35.

Am 22. März haben drei Selbstmordattentäter in Brüssel am Flughafen Zaventem und in einer Metro-Station Anschläge mit Sprengsätzen verübt. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat sich dazu bekannt.

Wie viele Opfer gibt es?

Die Staatsanwaltschaft in Brüssel hat die Zahl der Todesopfer am Montagmittag auf 35 nach oben korrigiert. Daunter ist eine Frau aus Aachen, die am Flughafen ums Leben gekommen ist. 31 Menschen seien am Dienstag am Flughafen oder in der U-Bahn getötet worden, vier weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen, die drei Selbstmordattentäter kommen noch hinzu.

Hinzu kommen laut Behördenangaben die drei Selbstmordattentäter. Allerdings kursieren innerhalb des belgischen Verwaltungsapparats anscheinend Informationen zu noch mehr Todesopfern, über die noch nicht alle Stellen im Bilde sind. Die Anzahl der Verletzten wird mit 300 angegeben.

Dutzende Tote nach Anschlägen in Brüssel

Was ist über die Attentäter bekannt?

Der sogenannte IS hat sich zu den Anschlägen bekannt. Als sicher gilt, dass es sich bei den beiden Selbstmordattentätern vom Flughafen um Najim Laachraoui (24) und Ibrahim El Bakraoui (29) handelt. Eine Überwachungskamera hatte sie gemeinsam mit einem dritten Mann aufgenommen. Er trug einen auffälligen Hut.

Nach diesem Mann wird weiter gefahndet, nachdem Medien zunächst berichtet hatten, bei ihm handele es sich um den festgenommenen Fayçal C.. Die Polizei hat am Montag ein Video veröffentlicht, das helfen soll, den Mann zu identifizieren.

Sechs Tage nach den Anschlägen in Brüssel haben die Ermittler den Verdächtigen Fayçal C. wieder freigelassen, den sie für den überlebenden mutmaßlichen Attentäter vom Flughafen hielten. Der Verdacht gegen ihn habe sich nicht erhärtet, teilten sie am Montag mit.

Den Selbstmordanschlag auf die Metro-Station soll Khalid El Bakraoui verübt haben. Er ist der Bruder von Ibrahim, der sich am Flughafen in die Luft gesprengt haben soll. Offenbar hat es noch einen zweiten Attentäter in der Metro-Station gegeben. Unklar ist, ob er noch lebt oder auf der Flucht ist.

Gibt es Verbindungen zu anderen Anschlägen?

Ob die Anschläge von Brüssel eine Reaktion auf die Festnahme von Salah Abdeslam Mitte März waren, ist unklar. Abdeslam gilt als Hauptverdächtiger der Anschläge von Paris, bei denen am 13. November 2015 130 Menschen ums Leben gekommen waren. Er bestreitet, von den Terror-Plänen für Brüssel gewusst zu haben. Allerdings geht die Polizei davon aus, dass auch die Paris-Anschläge in Belgien geplant worden sind. In den vergangenen Tagen hatte es europaweit immer wieder Festnahmen von Terror-Verdächtigen gegeben.

Die Welt zeigt Solidarität mit Belgien

Wie ist die Situation in Belgien?

Die Lage ist angespannt, das Land steht unter Schock. Noch immer ist der Flughafen in Brüssel gesperrt. Am Samstag wurde der geplante „Marsch gegen Angst“ in Brüssel aus Sicherheitsgründen abgesagt. Am Sonntag haben Hunderte Hooligans die Trauer auf dem Brüsseler Börsenplatz gestört. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga umfasste die Gruppe um die 450 teils alkoholisierte Menschen. Sie skandierten: „Belgische Hooligans. Wir sind hier zu Hause“. Polizisten rückten zur Sicherung des Platzes an.

Wie Hooligans in Brüssel randalierten

Die belgischen Behörden stehen unter massiver Kritik, weil sie teilweise Informationen zu potenziellen Attentätern verschleppt haben sollen. So will die Türkei Belgien vor Ibrahim el Bakraoui gewarnt haben. Auch die mehrfach korrigierte Opferbilanz des Krisenzentrums steht in der Kritik. (hip)

Kommentare
28.03.2016
22:47
Brüssel-Anschläge: Polizei fahndet weiter nach Mann mit Hut
von Schnappi | #3

Menschen brauchen kein Schengen.

Menschen brauchen Sicherheit.

In Polen und Ungarn sind solche Anschläge nicht möglich.



4 Antworten
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Name von Moderation entfernt | #3-1

Dieser Kommentar entsprach nicht unseren Nutzungsbedingungen und wurde daher entfernt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.derwesten.de/netiquette

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Name von Moderation entfernt | #3-2

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Brüssel-Anschläge: Polizei fahndet weiter nach Mann mit Hut
von lapofgods | #3-3

Na, mit 17 bzw. 9 nicht-ausgewiesenen Ausländern und ohne jeden Flüchtling?

Brüssel-Anschläge: Polizei fahndet weiter nach Mann mit Hut
von Schnappi | #3-4

Quatsch

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Brüssel-Anschläge: Fayçal C. wieder frei – Fahndung läuft
Brüssel-Anschläge: Fayçal C. wieder frei – Fahndung läuft
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http://www.derwesten.de/politik/anschlaege-in-bruessel-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-id11684573.html
2016-03-29 05:44
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