Annähernd täglich Attacken auf Flüchtlingsheime in NRW

In Witten brannte im Januar eine geplante Unterkunft für Flüchtlinge ab. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
In Witten brannte im Januar eine geplante Unterkunft für Flüchtlinge ab. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Foto: ANC-NEWS
Was wir bereits wissen
Allein im Januar hat die Polizei 33 rechtsextrem motivierte Angriffe auf Flüchtlingsheime in NRW gezählt. Mehr als 2014 insgesamt gezählt wurden.

Düsseldorf.. Die Attacken auf Flüchtlingsheime in Nordrhein-Westfalen ebben nicht ab. Nahezu täglich werden neue Fälle bekannt. So seien im Januar 33 rechtsextrem motivierte Übergriffe registriert worden, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums auf dpa-Anfrage.

Dabei habe es sich überwiegend um Sachbeschädigungen und Propagandadelikte gehandelt. Die Zahl der Übergriffe lag damit Ende Januar bereits über der des gesamten Jahres 2014: Damals waren binnen zwölf Monaten lediglich 25 Fälle gezählt worden.

Fünf Verletzte im Vorjahr

Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl dann auf 214 Übergriffe verachtfacht. Darunter waren 28 Gewaltdelikte wie Körperverletzung oder Brandstiftung; fünf Menschen wurden leicht verletzt.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte die Zunahme der Übergriffe vor allem auf Hetze im Internet zurückgeführt. Sie schaffe den ideologischen Nährboden für Gewalt. Die Facebook-Profile rechtsextremer Gruppen und Parteien veröffentlichten fortwährend hasserfüllte Berichte über Flüchtlinge. (dpa)