Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Rechtsextremismus

Anklage gegen vier Betreiber eines rechtsextremen Internetforums

22.05.2013 | 16:38 Uhr
Anklage gegen vier Betreiber eines rechtsextremen Internetforums
Vier Betreiber der größten deutschsprachigen rechtsextremen Internetplattform "Thiazi-Forum" müssen sich in Kürze vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Rostock verantworten. Foto: thinkstock

Rostock.  Mehrere Betreiber des rechtsextremen Internetforums "Thiazi" sind wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung in hunderten Fällen angeklagt worden. Mehr als 30.000 Benutzer seien auf der größten deutschsprachigen Internetplattform organisiert gewesen.

Vier Betreiber der größten deutschsprachigen rechtsextremen Internetplattform "Thiazi-Forum" müssen sich in Kürze vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Rostock verantworten. Sie sind wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und gemeinschaftlich begangene Volksverhetzung in mehreren hundert Fällen angeklagt, wie die Rostocker Staatsanwaltschaft am Mittwoch berichtete.

Mehr als 30.000 Benutzer

Im inzwischen geschlossenen "Thiazi-Forum" seien mehr als 30.000 Benutzer organisiert gewesen. Bei den Verdächtigten handele es sich um drei Männer und eine Frau. Einer von ihnen stammt aus dem Raum Rostock, zwei kommen aus Baden-Württemberg und einer aus Sachsen-Anhalt. Weitere Einzelheiten über die Angeklagten wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen.

Das Ermittlungsverfahren hatte bundesweit für große Aufmerksamkeit gesorgt. Erstmals war es nach Angaben der Rostocker Staatsanwaltschaft deutschen Behörden gelungen, die Betreiber einer großen rechtsextremistischen Plattform zu identifizieren. Das auf einem ausländischen Server betriebene Forum sei vollständig mit allen Daten gesichert und vom Netz genommen worden. (dpa)



Kommentare
23.05.2013
10:13
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Selbstanzeige wird für Steuersünder künftig deutlich teurer
Steuern
Seit dem Frühjahr steht fest, dass es ab 2015 für Steuerbetrüger weit teurer wird, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Jetzt liegt ein Gesetzentwurf vor. Kritik kommt von der Industrie, die vor Problemen für Unternehmen warnt und Korrekturen fordert.
Ärzte bekommen 800 Millionen Euro mehr von der Krankenkasse
Krankenkassen
Vor einer Woche lagen die Positionen noch weit auseinander. Fünf Milliarden mehr forderten die Mediziner. Doch in der zweiten Verhandlungsrunde kam die Einigung zwischen Krankenkassen und Ärzten bereits nach einer halben Stunde.
NRW-Städte fordern Hilfe bei Unterbringung von Flüchtlingen
Flüchtlinge
Viele Flüchtlingsunterkünfte in NRW sind "voll bis unter die Dachpfannen". Seit 20 Jahren gab es in Deutschland nicht so viele Asylbewerber wie jetzt. Städte und Kommunen rufen um Hilfe — und haben schon zu ersten Notlösungen wie der Duisburger Zeltstadt gegriffen.
AKP-Parteitag bestätigt Davutoglu als Erdogan-Nachfolger
Türkei
Vor seinem Amtsantritt als Staatspräsident der Türkei regelt Erdogan die Nachfolge an der Spitze von Partei und Regierung. Sein loyaler Nachfolger, Ahmet Davutoglu, erzielt ein Ergebnis wie zu Zeiten der Sowjetunion. Davutoglu kündigte an, die Politik seines Vorgängers fortzuführen.
In Berlin entbrennt Zweikampf um Wowereit-Nachfolge
Rücktritt
Die Berliner SPD muss den Schock erstmal verdauen. Nach der Rücktrittsankündigung von Regierungschef Wowereit bringen sich mögliche Nachfolger in Stellung — jetzt sollen die 17.000 Berliner SPD-Mitglieder entscheiden, wer Wowereits Aufgabe übernimmt.
Umfrage
Duisburg droht seine U-Bahn zu verlieren, weil eine Sanierung des maroden Systems zu teuer wäre. Würde Ihnen die Bahn fehlen?

Duisburg droht seine U-Bahn zu verlieren, weil eine Sanierung des maroden Systems zu teuer wäre. Würde Ihnen die Bahn fehlen?