Das aktuelle Wetter NRW 12°C
NSU-Morde

Angehörige von NSU-Opfer zeigen Verfassungsschutz an

04.07.2012 | 13:36 Uhr
Angehörige von NSU-Opfer zeigen Verfassungsschutz an
Die Opfer der NSU haben offenbar Klage gegen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes eingereicht.Foto: dapd

Hamburg.  Wegen Urkundenunterdrückung haben offenbar mehrere Rechtsanwälte Strafanzeige gegen Mitarbeiter des Bundesverfassungsschutzes eingereicht. Sie handelten einer Zeitung zufolge im Auftrag von Hinterbliebenen der NSU-Opfer. So soll ein Durchsuchungsbeschluss erreicht werden.

Mehrere Rechtsanwälte haben offenbar im Auftrag von Hinterbliebenen der NSU-Opfer bei der Karlsruher Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Mitarbeiter des Bundesverfassungsschutzes eingereicht. Die Angehörigen des in Hamburg von der rechtsextremen Zwickauer Terrorzelle NSU erschossenen Gemüsehändlers Süleyman Tasköprü werfen den Verfassungsschützern Urkundenunterdrückung vor, wie das "Hamburger Abendblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet.

Die Strafanzeige gegen namentlich unbekannte Mitarbeiter sei von der Hamburger Rechtsanwältin Gül Pinar und drei weiteren Rechtsanwälten an die Bundesanwaltschaft übermittelt worden. Erreicht werden soll damit laut Zeitungsbericht unter anderem ein Durchsuchungsbeschluss für die Räume des Bundesverfassungsschutzes. In der vergangenen Woche war öffentlich geworden, dass Verfassungsschutzmitarbeiter wichtige Aktenordner zum NSU-Komplex im November 2011 vernichtet hatten . (dapd)



Aus dem Ressort
Kobanes Kurden erhalten Verstärkung und hoffen auf die Wende
Syrien
Die kurdischen Verteidiger von Kobane wittern Morgenluft. Endlich traf die langersehnte Verstärkung ein. Die Türkei erlaubte, wohl auf massiven Druck der USA, den Truppen, die Grenze nach Syrien zu überschreiten. Steht nach Ankunft der Peshmerga eine Wende im Kampf gegen IS-Terroristen bevor?
Wut in der GDL - Weselsky "will nur sein Ego befriedigen"
Streik
Nicht alle Mitglieder der Lokführer-Gewerkschaft GDL wollen der harten Linie ihres Chefs Claus Weselsky folgen. In der Gewerkschaft herrsche ein Klima der Angst, sagen sie und fordern den streitbaren Gewerkschaftsboss auf, von seiner kompromisslosen Haltung im Tarifkonflikt mit der Bahn abzurücken.
Gesundheitsministerin streicht Beamten die Grippe-Impfung
Sparzwang
Das Spargebot der Landesregierung macht auch vor den eigenen Mitarbeitern nicht halt: Im NRW-Gesundheitsministerium fällt dieses Jahr die betriebliche Grippeschutzimpfung aus. Den Mitarbeitern wird empfohlen, sich beim Arzt impfen zu lassen. Der eingesparte Betrag hält sich in Grenzen.
In Nigeria entführter Deutscher ist wieder frei
Befreiung
Der deutsche Mitarbeiter eines Bauunternehmens ist wieder frei. Der Mann war in Nigeria von Bewaffneten entführt, ein zweiter Mann erschossen worden. Zwischenzeitlich hatte es geheißen, die Kidnapper verlangten Lösegeld. Zu Einzelheiten um die Befreiung hielt sich das Unternehmen nun bedeckt.
Geplante Hooligan-Demonstration in Hamburg abgesagt
Hooligans
In Hamburg wird es vorerst keine Hooligan-Demonstration geben. Die Veranstalter der für den November geplanten Kundgebung haben die Veranstaltung abgesagt. Dies bestätigte die Hamburger Polizei. Die Beamten in der Hansestadt hatten sich bereits auf einen Großeinsatz vorbereitet.
Umfrage
Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet . Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?

Samstag ist Feiertag, die Geschäfte haben geschlossen - dafür sind am Sonntag in vielen Städten die Geschäfte geöffnet. Was halten Sie von verkaufsoffenen Sonntagen?