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An den Steinen

13.01.2010 | 15:02 Uhr

Die Arbeit in vielen indischen Steinbrüchen ist an sich schon menschenverachtend, wenn Schutzkleidung, Werkzeug und Maschinen fehlen, wenn Löhne gering, die Arbeitszeiten aber viel zu lang sind. Werden Kinder gezwungen, unter solchen Bedingungen zu arbeiten - etwa weil sie so die Schulden der Eltern abarbeiten - dann ist die Spitze dessen erreicht, was Hilfsorganisationen als Ausbeutung von Kindern bezeichnen. Zumal viele Jungen und Mädchen durch die in Indien verbreitete Schuldknechtschaft noch nicht einmal dazu beitragen, das Familieneinkommen zu verbessern.

Dabei muss Kinderarbeit nicht zwangsläufig mit Ausbeutung einhergehen. Zum Beispiel, wenn ein regelmäßiger Schulbesuch gewährleistet ist und wenn Löhne und Arbeitsbedingungen fair sind. Unter solchen Umständen kann die Mitarbeit wohlbemerkt älterer Kinder dafür sorgen, dass eine Familie nicht nur überleben, sondern sogar eins ihrer Kinder auf eine höhere Schule schicken kann. Bildung ist der entscheidende Weg aus der Armutsspirale. Und Armut ist nun einmal der Nährboden für Kinderarbeit.

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