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Wahlkampf 2013

Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten

17.06.2013 | 12:49 Uhr
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
Altbundeskanzler Helmut Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten.Foto: afp

Berlin.  Altkanzler Helmut Schmidt zweifelt an den Wahlkampfqualitäten von Parteigenosse und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Er tauge zwar zum Bundeskanzler, aber beherrsche den Wahlkampf nicht. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert Schmidt: Sie wisse nicht "über Finanzen Bescheid".

Altkanzler Helmut Schmidt hält Peer Steinbrück zwar weiter für den richtigen Kanzlerkandidaten der SPD, zweifelt aber an dessen Wahlkampfqualitäten. Zur These, Steinbrück könne vielleicht Bundeskanzler, aber er könne nur schlecht Wahlkampf, sagte Schmidt dem "Handelsblatt": "Könnte sein".

Zugleich betonte der 94-Jährige: "Peer Steinbrück ist von all den Leuten, die im Augenblick auf den öffentlichen Bühnen stehen, derjenige, der am ehesten einen Überblick über die Finanzprobleme der Europäischen Union hatte und weiterhin hat". Schmidt räumte aber ein, dass die SPD gerade mit Problemen zu kämpfen habe. "Sie tut sich schwer. Offenbar", sagte Schmidt.

"Das ist eine, die über Finanzen nicht Bescheid weiß"

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte Helmut Schmidt in dem Interview. Der Altkanzler warf ihr fehlendes Finanzwissen zur Lösung der europäischen Schulden- und Wirtschaftskrise vor. "Das ist eine, die über Finanzen nicht Bescheid weiß, aber über sie verfügt", sagte Schmidt dem "Handelsblatt".

Er verwies auf den enormen Zahlungsbilanzüberschuss, den Deutschland in jedem Jahr aufgrund seiner hohen Exporttätigkeit ausweist.

"Ich bin der Meinung, wir müssen den Zahlungsbilanzüberschuss abbauen", so Schmidt. Dies solle durch die Anhebung der Löhne und Gehälter geschehen. Denn die Löhne und Gehälter seien in den vergangenen Jahren in Deutschland nicht in dem Maße gewachsen, indem es angemessen gewesen wäre. (dpa)



Kommentare
18.06.2013
08:44
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von neuwissen | #20

Wahrscheinlich ist Steinbrück ein besserer Schachspieler. Aber beim Schach kann man eben nicht so gut palavern wie auf Bühnen und Talkshows.

1 Antwort
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von woelly | #20-1

Beim Schach weiß er auch nicht, wo am Brett oben und unten und rechts und links ist, und wie Dame und König zu stehen haben.

18.06.2013
01:49
Altkanzler Schmidt äußert sich im Wahlkampf 2013
von Bochumer_Jung | #19

Den Mann habe ich mal sagen hören, das politische Tagesgeschäft sei ihm nach mehr als acht Jahren Bundeskanzlerschaft vollkommen zuwider. Und ich kann ihn verstehen.

Dass so jemand immer noch das Wohl Deutschlands im Auge hat, das nötigt mir (Bj 1978) allerhöchsten Respekt ab.

Die ersten zwei Sätze treffen auf Frau Merkel leider überhaupt nicht zu.

Ist das der Grund, weshalb es auch im Jahr 2013 noch USA-Auswanderer gibt?
Dort gibt es kein "kleben am Amt", auch wenn Mr Obama es vermutlich noch eine dritte Amtszeit aushalten würde, und ich ihm diese gönnen würde.

Nach acht Jahren ist Schluß. Punkt.

17.06.2013
18:27
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von wkah | #18

Die Aussagen über Merkel kann man nur unterschreiben

17.06.2013
18:02
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von woelly | #17

Das Eine schließt das Andere aus! Da bleibt dann aber sicher wieder genügend Zeit, als Parkwächter auf dem Hamburger Fischmarkt. Hat er doch so gerne gemacht, wie er sagte.

17.06.2013
15:50
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten und die deutsche Rechte reklamiert auf den Trümmern von 1945 deutschen Patriotismus für sich!
von kuba4711 | #16

Traurig und das Lachen bleibt aus.
Schweigen verbietet sich - angesichts des rechten Versagens in der deutschen Geschichte - quasi von alleine.
Nun ist es aber nichts Neues ,dass sich die Rechte - in unterschiedlicher Struktur und Gestaltung - schon immer auf die Seite des Kapitals und gegen die Interessen der arbeitenden Menschen gestellt hat.
Man versucht so den Begriff "Patriotismus" für sich zu vereinnahmen und in seiner Wort - Bedeutung um zu widmen.
Helmut Schmidt verweist mit seinen über 90 Jahren darauf ,dass die Wirtschaftspolitik den Menschen zu dienen hat.
Nicht der Absicherung der Kapital - Ansammlung in wenigen Händen.
Bis zu Madame Kanzler hat sich dies anscheinend noch nicht herum gesprochen.
Sie verwechselt offenbar die Interessenslage der Vorstände der deutschen Bank mit denen der Bonzen von Wandlitz in der DDR.
So ähnlich wie die deutschen Konservativen und Zentrums - Leute früher den Nationalsozialismus mit Patriotismus.
Die Ruhr - Barone gaben das Geld.

17.06.2013
15:30
Zu Helmut Schmidts Zeiten war lediglich die FDP und die Wirtschaftsverbände der CDU neoliberal unterwegs
von kuba4711 | #15


Und diese vereinigten Kampftruppen der großen Kapital - Interessen ,die hat sich eines Papiers aus der Feder eines Vorbestraften bedient ,um den neoliberalen Putsch in unserer banana republika zu intensivieren.
Dies war das berühmt - berüchtigte Lambsdorff - Papier.
Zu jener Zeit wäre es in den Ortsvereinen der SPD noch unmöglich gewesen , so etwas wie einer Privatisierung der Altersvorsorge unbeschadet das Wort zu reden.
Auch bei dem Thema "Schuldenbremse" für die öffentlichen Haushalte bei gleichzeitiger massiver Senkung des Spitzensteuersatzes , wäre bei meinen damaligen alten Genossen nur auf ein spöttisches Lächeln gestoßen.
Da waren noch Menschen dabei ,die für die SPD im Gefängnis der Nazis geseßen haben.
Und diese Menschen wußten noch aus eigenem Erleben ,dass arme Menschen sich keinen armen Staat leisten können.
Propaganda -von wegen aktuell hoher Steueraufkommen - hätte man diesen Kämpfern nicht verkaufen können.
Die hatten noch Ahnung von Ökonomie.

17.06.2013
15:28
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von unwitz | #14


Das Problem bei vielen deutschen Linken ist einfach diese verhängnisvolle Mischung aus ökonomischer Inkompetenz und fehlendem Patriotismus.

Dem Steinbrück kann ich einen gewissen Sachverstand zwar nicht absprechen, ab was will der Mann machen, wenn er nur die SPd, Öko-Bionade-Sozialisten und (vielleicht) Kommunisten hinter sich hat. Mit denen kann man keine vernünftige Politik machen.

Das Traurige ist, dass wir keine richtige konservativ-liberale Alternative mehr haben, sondern nur noch eine sozialdemokratisierte Merkel-CDU und eine völlig verweichlichte FDP. Grausam!

Ich werde dieses Jahr ohnehin die AfD wählen. Alles andere könnte ich mit meinem Gewissen gar nicht mehr vereinbaren.

17.06.2013
15:28
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von Samenschock | #13

Schmidt hat vergessen, sich für diesen Fototermin eine Fluppe anzuzünden. So geht das aber nicht...

17.06.2013
15:17
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten
von Ergonomy | #12

" Er tauge zwar zum Bundeskanzler, aber beherrsche den Wahlkampf nicht."
Wem hilft Schmidt nochmal beim Wahlkampf?

Wer solche "Freunde" hat, braucht keine Feinde.

17.06.2013
15:16
Altkanzler Schmidt zweifelt an Steinbrücks Wahlkampfqualitäten und beherrscht noch mit über 90 Jahren das makro - ökonomische Einmal -eins
von kuba4711 | #11

Eine Fähigkeit ,die in der Politiker - Generation unter den Spitzen - Leuten noch eine Selbstverständlichkeit war.
Heute beherrscht die Religionsgemeinschaft der neoliberalen Monetaristen diese Gesellschaft bis in den kleinsten Zusammenhang.
Helmut Schmidt hat das Gleiche gesagt ,wie Oskar Lafontaine ,ein Heiner Flassbeck ,die Japaner oder viele amerikanische Nobelpreisträger.

Nur der deutsche Michel in seiner naiven Art glaubt denn doch eher an Madame Kanzler Merkels schwäbisches Hausfrauen - Prinzip.
Die nachhaltig richtige Wirtschaftspolitik setzt voraus ,dass die Massenkaufkraft in Deutschland massiv erhöht wird.
Nur so können die europäischen Nachbarn genügend Devisen verdienen ,um nicht über noch mehr Schuldenaufnahme die deutschen Produkte abkaufen zu müssen.
Entweder die neoliberalen Hohepriester bei uns werden in den nächsten Monaten entmachtet;
oder aber die Gemeinschaftswährung Euro fliegt uns allen um die Ohren.

Mit verheerenden Folgen für den deutschen Export.

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