Alternativen zu Edelrechnernkaum genutzt

Düsseldorf..  Nur wenige Schulen in Nordrhein-Westfalen nutzen im Mathematikunterricht kostengünstige Alternativen zu den teuren und deshalb umstrittenen grafikfähigen Taschenrechnern. Wie Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) jetzt auf Anfrage der Piratenfraktion im Landtag einräumte, sind bislang landesweit nur das Albrecht-Dürer-Gymnasium Hagen sowie in Bochum die Graf-Engelbert-Schule und das Neue Gymnasium auf Computer-Algebra-Systeme (CAS) für Tablets, Laptops und Computer ausgewichen. Offenbar gibt es andernorts Vorbehalte der Mathematiklehrer oder „Probleme bei der Bereitstellung einer Netzwerk bzw. W-LAN-Infrastruktur“, so das Schulministerium.

Grafikfähiger Taschenrechnerist vielen Eltern zu teuer

Das Land hatte zum Schuljahr 2014/15 die Anschaffung eines grafikfähigen Taschenrechners (GTR) für die gymnasiale Oberstufe und das Berufliche Gymnasium verbindlich gemacht. Da die Geräte bis zu 100 Euro kosten, gab es vielerorts Elternproteste. Löhrmann reagierte auf die massive Kritik im April 2014 mit einem Erlass, der den Schulen Alternativen zur Zwangsanschaffung der Edelrechner gestattete.

So sollte auch der Einsatz von Tablets, Laptops und Computern mit entsprechender Software möglich sein, sofern in Prüfungen keine anderen Programme genutzt werden könnten. Mehrere Schulen hatten zuletzt darüber geklagt, die strengen Bedingungen zum Einsatz von Taschenrechner-Alternativen im Unterricht seien unerfüllbar.