Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen

Berlin..  Mit einem Nationalen Aktionsplan sollen Masern und Röteln bis 2020 in Deutschland dauerhaft eliminiert werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rief Ärzte, Kitas, Schulen und Eltern zur gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um die Impflücken zu schließen. „Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern“, erklärte Gröhe zum Auftakt der 4. Nationalen Impfkonferenz gestern in Berlin.

Der Plan sieht neben Aufklärung und regelmäßigen Impferinnerungen vor, dass mindestens 95 Prozent der Kleinkinder bis zum Alter von 15 Monaten und ebenso viele Schulanfänger insgesamt zweimal gegen Masern, Röteln und Mumps geimpft werden. Auch Jugendliche und nach 1970 geborene Erwachsene sowie Flüchtlinge und Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Zielgruppen. Masern sind hochansteckend, weltweit sterben daran etwa 400 Kinder pro Tag. Mit dem Präventionsgesetz werde ein wichtiger Schritt gemacht, um die Impfbereitschaft zu steigern, erläuterte Gröhe.