AfD sagt ihren Bundesparteitag ab - "juristische Bedenken"

Die AfD-Führung um Frauke Petry (li.) und Bernd Lucke ist seit Monaten zerstritten. Jetzt ist auch noch der Bundesparteitag abgesagt worden - wegen juristischer Bedenken zur Delegiertenwahl.
Die AfD-Führung um Frauke Petry (li.) und Bernd Lucke ist seit Monaten zerstritten. Jetzt ist auch noch der Bundesparteitag abgesagt worden - wegen juristischer Bedenken zur Delegiertenwahl.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei den Delegiertenwahlen sagt die AfD ihren Bundesparteitag ab. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Berlin.. Die von einem Richtungsstreit erschütterte Alternative für Deutschland hat ihren Bundesparteitag am 13./14. Juni in Kassel abgesagt. AfD-Pressesprecher Christian Lüth teilte am Dienstag nach einer Telefonkonferenz mit: "Der Bundesvorstand hat in seiner Sitzung vom 2. Juni 2015 die Absage des Kassler Parteitages aufgrund der juristischen Bedenken des Bundesschiedsgerichtes beschlossen."

Die AfD-Spitze prüft nun, ob der Parteitag am letzten Juni-Wochenende stattfinden kann. Wahrscheinlich werden dann, weil so kurzfristig keine neuen Delegierten gewählt werden können, alle Parteimitglieder der AfD eingeladen werden.

Monatelanger Richtungsstreit in der AfD-Führung Attacke

Schiedsgerichte der Partei hatten zuvor Zweifel an der Rechtmäßigkeit den Delegiertenwahlen in Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland festgestellt.

Die AfD wird seit Monaten von Flügelkämpfen gelähmt, die langfristig zu einer Spaltung der jungen Partei führen könnten. Die wichtigsten Rivalen in diesem Richtungsstreit sind Parteigründer Bernd Lucke, der den liberal-konservativen Flügel vertritt, und die Co-Vorsitzende Frauke Petry aus Sachsen. Ihre Anhänger stammen größtenteils aus dem national-konservativen Flügel. (dpa)