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Ärger wegen Söders Auftritt in Seifenoper

23.01.2015 | 00:11 Uhr

München. Die Grünen kritisieren den Bayerischen Rundfunk wegen eines Gastauftritts von Finanzminister Markus Söder (CSU) in der Seifenoper „Dahoam is dahoam“. Söder habe für die Programme der Staatsregierung werben dürfen, sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Donnerstag. „Die Aufzählung der vermeintlichen Glanzleistungen der CSU-Staatsregierung hat in dieser Serie nichts verloren. Ich kann nicht verstehen, wie sich der Bayerische Rundfunk hierzu herablassen konnte. Der BR ist kein Regierungsfunk.“

Der Sender teilte dazu mit: „Der Text entstand im Autorenteam ohne jeglichen Einfluss von außen und wurde von der zuständigen Serienredakteurin abgenommen.“ Söder habe sich in seinem Dialog inhaltlich an das Drehbuch gehalten.

Die Folge der Serie „Dahoam is dahoam“, in der es um Alltags-Geschichten aus einem fiktiven bayerischen Ort geht, war am Dienstag ausgestrahlt worden, Söder spielte darin sich selbst.

Der CSU-Politiker reagierte am Rande der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth auf Hartmanns Kritik: „Ich habe nur die Wahrheit gesagt.“ Es seien Tatsachen, dass Bayern den höchsten Beitrag zum Länderfinanzausgleich zahle und beim Ausbau des schnellen Internets führend sei. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder und der frühere Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (beide SPD) hätten ebenfalls Gastauftritte in TV-Serien gehabt, ohne dass die Grünen das damals kritisiert hätten. Hartmanns Äußerungen seien kleinkariert.

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2015-01-23 00:11
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