Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Studie

Ältere fühlen sich im Schnitt zehn Jahre jünger

28.11.2012 | 18:05 Uhr
Ältere fühlen sich im Schnitt zehn Jahre jünger
Deutschlands Senioren fühlen sich jünger als sie sind.Foto: dapd

Essen. Deutschlands Senioren geht es heute so gut wie keiner Generation zuvor. Sie fühlen sich im Durchschnitt zehn Jahre jünger als sie tatsächlich sind und führen oft ein aktives, abwechslungsreiches Leben. Dieses positive Bild der 65- bis 85-Jährigen zeichnet eine Studie des Allensbach-Instituts für die Generali-Versicherung.

Für die Mehrheit der mehr als 4000 Befragten steht der Erhalt ihrer Gesundheit im Mittelpunkt, weil sie möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen möchten. Der Umfrage zufolge würden sich 58 Prozent der 65- bis 85-Jährigen nicht als alte Menschen bezeichnen, in der Teilgruppe der 65- bis 74-Jährigen sagten dies sogar 67 Prozent.

Ehrenamt spielt wichtige Rolle

Im Alltag der Älteren spielen Familie und Hobbys, aber auch ehrenamtlicher Einsatz eine wichtige Rolle. Etwa fünf Tage pro Woche sind die 65- bis 85-Jährigen durchschnittlich außer Haus unterwegs, jeder Dritte sogar täglich. Dabei verfügt die Mehrheit der Senioren über enge familiäre Bindungen sowie einen stabilen Freundes- und Bekanntenkreis.

Studie
Seniorenhaushalt hat Durchschnitts-Einkommen von 2200 Euro

Deutschen Senioren geht es gut. Sie fühlen sich zehn Jahre jünger, als sie tatsächlich sind, sie führen ein aktives Leben und sie verfügen über ein Haushaltseinkommen von etwas über 2000 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Altersstudie des Allensbach-Instituts.

45 Prozent der 65- bis 85-Jährigen engagieren sich der Umfrage zufolge im gesellschaftlichen Bereich, unter anderem im kirchlichen Umfeld sowie in Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen – und zwar rund vier Stunden pro Woche.

„Es ist nicht zu bestreiten, dass der demografische Wandel wachsende Anforderungen an die sozialen Sicherungssysteme stellt“, sagt der Direktor des Instituts für Gerontologie an der Uni Heidelberg, Andreas Kruse. „Ebenso wenig ist zu bestreiten, dass ältere Menschen mit ihren geistigen, emotionalen und zeitlichen, vielfach auch mit ihren materiellen Ressourcen eine bemerkenswerte Un­terstützung der nachfolgenden Generationen leisten können.“

Wirtschaftliche Lage wird positiv bewertet

Ihre wirtschaftliche Lage bewerten 63 Prozent der Älteren als gut oder sehr gut. Im Durchschnitt verfügen die 65- bis 85-Jährigen über ein monatliches Haushaltseinkommen von 2200 Euro netto, mehr als jeder Zweite wohnt im Eigenheim. Angst vor einem Generationenkonflikt hat nur jeder Fünfte: 38 Prozent der Älteren gaben an, ihre Kinder regelmäßig finanziell zu unterstützen, im Durchschnitt mit 157 Euro monatlich.

Die Generation der zukünftigen Rentner ist da weniger optimistisch: Gut die Hälfte der 25- bis 35-Jährigen glaubt laut einer DGB-Umfrage nicht daran, dass sie später von ihrer Rente leben kann.

Marc-André Podgornik



Kommentare
29.11.2012
15:56
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Ukraine-Krise - Putin treibt Keil in die Berliner Koalition
Ukraine-Streit
CSU-Chef Seehofer warnt Außenminister Steinmeier (SPD) vor Alleingängen. Der Bayer will die deutsche Russland-Politik beim Koalitionsgipfel klären. In der Union geht die Sorge um, dass der Außenminister in der Ukraine-Krise einen eigenen Kurs fahren und sich damit profilieren könnte.
Grüne wollen nach der Energiewende jetzt die Agrarwende
Parteitag
Die Partei versucht, einen Schlussstrich unter ihre Führungskrise zu ziehen und will mit der Agrarwende punkten. Der Grünen-Parteitag stärkt die Vorsitzenden und feiert den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.
SPD und Grüne wollen "Soli"-Geld ab 2020 auch für den Westen
Soli
Die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen einigten sich darauf, dass der Solidaritätszuschlag ab 2020 nicht ersatzlos wegfallen soll. Dann soll auch der Westen von den Einnahmen profitieren. Das Modell soll den CDU-geführten Ländern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt werden.
Im Ruhrgebiet verfallen die Immobilienpreise
Immobilien
Eine Studie des Onlinedienstes Immowelt zeigt: Das Ruhrgebiet hinkt dem großen Immobilienrausch in Deutschland hinterher, im Durchschnitt verlieren sie in Städten wie Dortmund und Essen sogar an Wert. Doch das muss nicht automatisch ein Nachteil sein.
Mehrheit für Soli-Förderung in Ost- und Westdeutschland
Umfrage
Soli Ost auch für den Westen - dafür ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen. In Düsseldorf diskutieren am Sonntagnachmittag die Ministerpräsidenten von SPD und Grünen über die Soli-Zukunft.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos