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Spritpreise

ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer

22.02.2012 | 19:44 Uhr
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
Die hohen Spritpreise treffen vor allem Pendler. Der ADAC fordert eine spürbare Erhöhung der Pendlerpauschale. Foto: dapd

Essen.   Neue Rekord-Spritpreise schocken die Pendler. Angesichts dessen fordert der ADAC jetzt eine Erhöhung der Pendlerpauschale von 30 auf mindestens 40 Cent pro Kilometer. Die Politik dürfe nicht untätig zusehen, „wie für Millionen von Menschen Mobilität immer unbezahlbarer wird“.

Angesichts des neuen Rekord-Benzinpreises von im Schnitt 1,65 Euro für einen Liter Super fordert der ADAC eine Erhöhung der Pendlerpauschale von 30 auf mindestens 40 Cent je Ent­fernungskilometer. „Besonders die Pendler leiden unter den sehr hohen Sprit-Preisen“, ­sagte Autoclub-Präsident ­Peter Meyer.

Die Politik dürfe nicht untätig zusehen, „wie für Millionen von Menschen Mobilität immer unbezahlbarer wird“, so Meyer. In Nordrhein-Westfalen pendelt inzwischen jeder zweite Berufstä­tige zwischen Arbeitsplatz und Wohnort. Unter den Großstädten ist Düsseldorf der Ort, an dem die meisten Pendler arbeiten, landesweit ist es Holzwickede im Kreis Unna.

Die Forderung des ADAC, die Entfernungspauschale zu erhöhen , fand auch Unter­stützung beim Bund der Steuerzahler. Die tatsäch­lichen Kosten für den Weg zur Arbeit seien deutlich höher als steuerlich berücksichtigt. „Hier besteht für die Politik Handlungsbedarf“, erklärte Karl Heinz Däke vom Bund der Steuerzahler.

Besonders benachteiligt ist die Landbevölkerung

Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums erklärte jedoch, eine Überprüfung der Pendler-Pauschale sei zurzeit nicht geplant. Die Pauschale sei losgelöst von den tatsäch­lichen Kosten.

Umfrage
Der ADAC fordert eine Erhöhung der Pendlerpauschale - wegen der hohen Spritpreise. Wäre das gerechtfertigt?

Der ADAC fordert eine Erhöhung der Pendlerpauschale - wegen der hohen Spritpreise. Wäre das gerechtfertigt?

 

Auch die Energieexpertin des Deutschen ­Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, zeigte sich gegenüber Steuerentlastungen skeptisch. Aufgabe der Politik sei es, Weichen für eine nachhaltige, bezahlbare Mobilität zu stellen. Sie müsse attraktive Bedingungen für Alternativen schaffen, etwa im öffentlichen Nahverkehr.

Besonders benachteiligt durch die hohen Benzinkosten ist die Landbevölkerung, die mangels funktionierenden Nahverkehrs keine Alternative zum Auto hat. „Wer dort lebt, hat gezwungenermaßen eine hohe Schmerzgrenze bei den Benzin-Preisen. Irgendwann wird jedoch die Entscheidung anstehen, näher an den Arbeitsplatz zu ziehen“, sagt Florian Häupl vom Hamburger Trendbüro.

Trend zum Fahrrad in den Städten

Das eigene Auto werde von einem großen Teil der Bevölkerung immer noch sehr emotional als Teil der Freiheit gesehen. Gleichzeitig gebe es auch eine Entwicklung weg vom Besitz eines Autos hin zur reinen Nutzung. „In der städtischen Mobilität verliert das Auto an Bedeutung. Zunehmend werden Strecken mit verschiedenen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit der Bahn oder dem Car to go überwunden werden“, so Häupl.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub beobachtet seit Jahren den Trend zum Fahrrad, so eine Sprecherin. Auch Stadtplaner entdeckten zunehmend die Radfahrer.

Hayke Lanwert, Gerd Heidecke und Dagobert Ernst

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Kommentare
23.02.2012
09:44
@Redaktion:
von GegenRealitaetsverweigerer | #25

Mir fehlt bei der Umfrage eine Auswahl: Preisoberbegrenzung oder Mehrwertsteuerdeckelung, damit das Privatleben nicht unbezahlbar wird: Einkaufen, Termine wahrnehmen, Großeltern versorgen und und und.

23.02.2012
08:56
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von wohlzufrieden | #24

Wer zahlt die Pauschale? Der gleiche Steuerzahler, nur aus der anderen Tasche...

23.02.2012
08:32
ADAC .....gleich wieder eine Neiddebatte
von ibbessen | #23

..Hallo Ruhry,
1. achtet das Finanzamt heuite auf die Anzahl und Größe der Firmenwagen im Verhältnis zum Betrieb
2. der geldwerte Vorteil von 1/1.1% des Listenpreises, der je Monat zum Einkommen hinzugerechnet wird, wird von den meisten Kommentatoren hier nicht einmal als Steuer an den Staat abgeführt
3. es ist legal, nicht legal ist die Hochrechnung der KM-Angabe ihrer Kilometerangabe in der Einkommenssteuererkärung, .....ihrer natürlich nicht....sie sind ja ehrlich

23.02.2012
08:24
ADAC .....gleich wieder eine Neiddebatte, 2
von ibbessen | #22

....nicht mehr leisten können, dann muss ich auf Freiberufler ("Tagelöhner") umsteigen.
ES gibt ja (verständlicherweise) auch Anfragen zu Lohnerhöhungen, nur dieses Preisspirale schmälert unsere Effizienz. Im Augenblick regele ich viel über die sozial- und steuerfreie "Tankkarten" Regelung - 45 Euro je Mitarbeiter und Monat steuerfrei als Betriebsausgabe....

23.02.2012
08:19
ADAC .....gleich wieder eine Neiddebatte
von ibbessen | #21

...ja mein Fahrzeug hat über 200PS, ich fahre im Jahr ca. 30.000km....aber, der Spritverbrauch meiner Fahrzeuge ist kontinuierlich deutlich gesunken. Die deutliche Preisteigerung, politisch gewollt bzw. geduldet, gräbt mit die Existenz ab. Ich habe eine Bahncard, fahre mit der S-Bahn zu Ämtern in der Innenstadt, aber Projektsteuerung und Bauleitung erwarten eine hohe Flexibilität. Ich kann nicht mit unserem City-Flitzer (50PS) von Mannheim nach Sinzheim und dann noch über Aachen zurück ins Revier fahren.
Die Pendlerpauschale berücksichtigt ja nicht nur Fahrten zur Arbeit an sich, sondern auch Fahrten zu wechselnden Arbeitsstellen von mir, aber insbesondere meiner Mitarbeiter. Wenn ich dauernd die Preise für unsere Leistungen anheben würde, verlöre ich Kunden...der Staat verdient an unserer Arbeitsleistung über MWST, Einkommenssteur, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer,....., Sozialversicherungsbeiträge. Wenn die Spritpreise weiter steigen, werde ich mir alle Festangestellten nicht mehr

23.02.2012
08:07
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von ruhry | #20

Der Staat wird den Teufel tun und die Pendlerpauschale erhöhen. Wir haben schließlich Staatsschulden! Da gibt es keine Spielräume für den Normalbürger! Außerdem braucht Europa unser Geld! Wir Pendler sollten da einfach nicht so knickrig sein und das große Ganze mal betrachten! Und dafür muß dann auch schon mal 3fach besteuert werden (Mineral-, Öko- und Mehrwertsteuer).
Da wird lieber dafür gesorgt, dass die Zaharztfrau o. ä. den über die Praxis ihres Mannes angemeldeten "Firmenwagen" in Form eines Panamera o. ä. incl. Spritkosten für ihre Einkäufe, die Fahrt zum Golfclub und um die lieben Kleinen in die 3km entfernte Schule zu bringen als "Betriebskosten" von den Steuern absetzen kann.

23.02.2012
07:58
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von AntonC | #19

Solange der Großteil der Fahrten unter 5 km liegt, solange die meisten Fahrten alleine durchgeführt werden, solange bei der Kaufentscheidung für die meisten Käufer nicht der Verbrauch, sondern spritfressende Ausstattung und hohe KW Leistung die ausschlaggebende Rolle spielt, solange kann der Spritpreis gar nicht zu hoch sein.

23.02.2012
07:55
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von jacky123 | #18

Arbeite mal bei einer Zeit arbeitsfirma....

ohne auto und fahrstrecken um 100 km sind bei uns keine seltenheit.

wieoft soll ich den uimziehen 2-3 mal im Jahr, da ist autofahren noch billiger..
abgesehen davon , das die kinder hier zur schule gehen und mal hier mal dort.

ich hab so die schnautze voll....

23.02.2012
07:27
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von Grinsch | #17

Wenn ich sähe, dass sich spritsparende Autos in den Speckgürtel schieben, ginge die Pendlerpauschale vielleicht in Ordnung. Tun sie aber nicht. Deshalb: abschaffen!

23.02.2012
07:17
ADAC fordert Pendlerpauschale von 40 Cent pro Kilometer
von B.Schmitz | #16

Es soll Menschen geben, die mit ihrem Fahrzeug Geld verdienen. Die Ausbeutung in Deutschland ist nicht mehr zu überbieten. Für Preiserhöhungen gibt es in Deutschland immer irgend welche fadenscheinigen Ausreden und Begründungen. Aber die Politiker werden einen Teufel tun und dagegen angehen. Sie kassieren schließlich und können sich dann jedes Jahr schön ihre Diäten erhöhen.

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