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Pakistan

80 Tote bei Konvoi-Angriff

18.01.2008 | 18:51 Uhr

Islamabad/Washington. El-Kaida-nahe Rebellen kesselten eine Militärbasis ein. Zuvor griffen sie Militär-Truppen mit Raketenwerfern an.

Die pakistanische Armee hat am Freitag im Nordosten des Landes zwischen siebzig und neunzig Islamisten getötet. El-Kaida-nahe Rebellen griffen nach Militärangaben einen Armeestützpunkt und einen Konvoi von Sicherheitskräften in der Provinz Süd-Waziristan an. Die Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzwerks El Kaida. CIA-Chef Michael Hayden machte El Kaida und Anhänger des Stammesführers Baitullah Mehsud am Freitag auch für den Mord an der pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto verantwortlich.

El-Kaida-nahe Rebellen kesselten am Freitag nach Angaben der pakistanischen Armee die Militärbasis Ladha in der Provinz Süd-Waziristan ein und griffen sie an. Dort seien rund 60 Aufständischen getötet worden. Zuvor hatten die Rebellen einen Militärkonvoi in der Nähe mit Raketenwerfern angegriffen. Die pakistanischen Soldaten töteten laut Armee zwischen zwanzig und dreißig der Angreifer. Unter den Soldaten habe es hingegen nur vier Verletzte gegeben.

In der Stammesregion Süd-Waziristan soll auch der mutmaßliche El-Kaida-Chef in Pakistan, Baitullah Mehsud, sein Hauptquartier haben. Angriffe auf Armeeangehörige sind dort zum Alltag geworden. Bereits am Mittwoch hatten hunderte islamistische Kämpfer ein Lager pakistanischer Sicherheitskräfte attackiert. Sieben Soldaten starben dabei, 15 gelten noch als vermisst.

Der Chef des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, Hayden, schrieb El Kaida und der Gruppe um den islamistischen Stammesführer Mehsud auch den Mordanschlag an Bhutto zu. Die Tat sei von einer Gruppe um Mehsud begangen worden, sagte Hayden der «Washington Post» (Freitagsausgabe) und gab damit der pakistanischen Regierung Rückendeckung. Islamabad hatte die Ermordung der ehemaligen Premierministerin auf einer Wahlkampfveranstaltung Ende Dezember von Anfang an «Terroristen» zugeschrieben. Bhuttos Pakistanische Volkspartei (PPP) sowie ihr Witwer und Sohn, welche die Partei jetzt führen, zweifeln dies an. Sie verdächtigen den pakistanischen Geheimdienst sowie Regierungsmitglieder und fordern deshalb eine unabhängige Untersuchung durch die Vereinten Nationen. (afp)

DerWesten

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