553 Helfer aus Afghanistan dürfen kommen

Berlin..  Die Bundesregierung hat ­bislang weniger als der Hälfte der ­gefährdeten Ortskräfte in Afghanistan die Einreise nach Deutschland zugesagt. 1201 afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr, des Innen- und des Entwicklungsministeriums sowie des Auswärtigen Amtes hätten die Einreise wegen Bedrohungen ­etwa durch die Taliban beantragt, teilte das Einsatzführungskommando in Potsdam mit. 553 der 1195 ­bearbeiteten Anträge seien positiv beschieden worden. Das entspricht einer Quote von rund 46 Prozent.

Etwa die Hälfte der Afghanen, die eine Zusage erhielten, sind bereits mit ihren Familien nach Deutschland ausgereist. Die Aufnahmezu­sagen gelten bis Ende 2015. Die meisten Anträge – 1020 – entfielen auf afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr. Davon sind den Angaben zufolge bislang 1017 bearbeitet worden, 444 Zusagen wurden erteilt. Die Bundeswehr beschäftigt derzeit noch 612 afghanische Ortskräfte.

Zum Jahresende läuft der Kampfeinsatz der Schutz­truppe Isaf aus. Nach Bundeswehr-Angaben können Ortskräfte auch bei der Nato-Nachfolgemission „Resolute Support“ die Ausreise beantragen, wenn sie bedroht werden. An „Resolute Support“ beteiligt sich die Bundeswehr mit bis zu 850 Soldaten.