22 000 Polizisten schützen die Polit-Prominenz

Garmisch-Partenkirchen..  Kanzlerin Angela Merkel hat friedliche Demonstrationen gegen den G7-Gipfel am Sonntag und Montag im Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen als lebendige Demokratie gewürdigt und zugleich das Treffen gegen Kritik verteidigt. „Wir haben in der Geschichte Europas gesehen, wohin es geführt hat, wenn nicht gesprochen wurde“, sagte sie. Das Treffen von sieben Staats- und Regierungschefs wird wegen der Kosten von etwa 130 Millionen Euro, massiven Sicherheitsvorkehrungen und angeblich vagen Beschlüssen infrage gestellt.

In Südbayern schützen weit mehr als 22 000 Polizisten den G7-Gipfel der großen Industrienationen USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Die Behörden untersagten einen Protestmarsch Tausender Globalisierungskritiker bis direkt zum Austragungsort. Allerdings wird heute entschieden, ob bis zu 50 G7-Gegner „in Hör- und Sichtweite“ des Treffens demonstrieren dürfen. Erste Demonstrationen in Garmisch blieben gestern friedlich. In Elmau geht es u.a. um die Weltwirtschaft, das Klima und den Kampf gegen Armut. Außerdem werden die Krisen in Syrien und der Ukraine ebenso auf der Agenda sein wie die erheblichen Finanzprobleme Griechenlands.