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Arbeitslose

2,2 Milliarden Euro Mittel für Langzeitarbeitslose ungenutzt

15.12.2012 | 14:17 Uhr
2,2 Milliarden Euro Mittel für Langzeitarbeitslose ungenutzt

Berlin.  Der Bund spart in diesem Jahr rund 2,2 Milliarden Euro an Eingliederungshilfen für Langzeitarbeitslose, weil die Mittel nicht abgerufen werden. Das seien fast 15 Prozent der vorgesehenen rund 15,4 Milliarden Euro, heißt es in einem Medienbericht.

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Von den für Eingliederungshilfen für Langzeitarbeitslose für 2012 eingeplanten Mitteln werden rund 2,2 Milliarden Euro ungenutzt bleiben. Das geht nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" vom Samstag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann forderte deswegen die Bundesregierung auf, die Mittel auf das nächste Jahr zu übertragen.

Insgesamt standen für 2012 rund 15,4 Milliarden Euro für die Eingliederungshilfen zur Verfügung. Knapp 15 Prozent davon wurden dem Bericht zufolge nicht abgerufen. Zimmermann machte restriktive Vorschriften für die Nichtverwendung der Mittel verantwortlich. Sie forderte, Fördervoraussetzungen zu lockern, damit die Gelder wirkungsvoller genutzt werden könnten. "Langzeitarbeitslose dürfen nicht zur Sparbüchse der Republik werden", sagte die Linken-Politikerin der "Saarbrücker Zeitung".

"Die Bundesregierung spart auf dem Rücken der Langzeitarbeitslosen", warf SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles der Regierung vor. Dies sei "unterlassene Hilfeleistung und eine Rechnung zu Lasten der Zukunft", erklärte Nahles am Samstag in Berlin. Die Bundesregierung handele in diesem Punkt "kurzsichtig und unsozial". (afp/dpa)

Kommentare
17.12.2012
14:20
2,2 Milliarden Euro Mittel für Langzeitarbeitslose ungenutzt
von michl25 | #12

fakt ist, daß langzeitarbeitslosen sinnvolle qualifizierungshilfen schlicht und einfach verweigert werden. methodisch kann so der etat der "agentur...
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1 Antwort
2,2 Milliarden Euro Mittel für Langzeitarbeitslose ungenutzt
von Shy_Eye | #12-1

Genau richtig!

Effektive-Maßnahmen werden hier nicht vergeben! Das ganze hat System, ganz sicher.

Ich als Langzeitarbeitslose komme mir vom Arbeitsarmt dermaßenen veräppelt vor. Die wollen lieber dass ich 100 Maßnahmen machen, wo ich mir einen Langweilie und einfach nichts lerne, anstatt den Führerschein zu zahlen, der im Vergleich zu den sinnlosen Maßnahmen nur 1300 Euro kostet. Bei diesesn Maßnahmen, die man immer wieder machen soll, kommen schnell 2000 - 4000 Euro rum!
Mit den Maßnahmen und Methoden, die das Arbeitsamt ausführt, wird das alle definitiv schlimmer oder eben nicht besser.
Persönliche Skills der Leute müssen gefördert und gefordert werden. So etwas hat man beim Jobcenter nicht!

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2012-12-15 14:17
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