120 Verletzte bei Protesten gegen Griechenlands Sparpaket
13.02.2012 | 06:42 Uhr 2012-02-13T06:42:17+0100
Athen. 199 der 278 Abgeordneten stimmten in Athen für ein neues Sparpaket. Dieses Sparpaket ist die Voraussetzung dafür, dass Athen weitere Finanzhilfen erhält. Auf der Straße rief die Abstimmung heftige Proteste hervor. 120 Menschen wurden verletzt, mindestens 45 Gebäude wurden in Brand gesetzt.
Im Kampf gegen die Staatspleite hat Griechenlands Parlament am späten Sonntag ein neues Sparpaket gebilligt. Eine Mehrheit von 199 der 278 anwesenden Abgeordneten stimmte für den Plan, der Entlassungen im öffentlichen Dienst sowie Kürzungen beim Mindestlohn und bei einigen Renten vorsieht. Bei heftigen gewaltsamen Protesten sind im ganzen Land 120 Menschen verletzt worden. Während der Abstimmung im Parlament hatten 100.000 Menschen vor dem Gebäude demonstriert.
Die Parlamentsmehrheit für das Sparpaket setzte sich vor allem aus Stimmen der Regierungskoalition von Sozialisten und Konservativen zusammen. Mehrere Parlamentarier der Koalition stimmten aber gegen die umstrittenen Maßnahmen, welche die Gläubigertroika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zur Bedingung für neue Finanzhilfen gemacht hatte.
Parteien schließen Nein-Sager aus
Insgesamt gab es 74 Neinstimmen. Die Fraktionen von Konservativen und Sozialisten schlossen unmittelbar nach der Abstimmung jeweils etwa 20 Abgeordnete aus ihren Reihen aus, die gegen den Entwurf gestimmt hatten. Zwei der 16 Abgeordneten der ultrarechten Partei Laos, die sich in der vergangenen Woche angesichts der umstrittenen Sparpläne aus der Regierung zurückgezogen hatte, votierten hingegen für die Maßnahmen.
Vor der Abstimmung hatte Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos noch einmal eindringlich um Unterstützung für das Sparprogramm geworben. Es gehe darum, zusammen "mit der Europäischen Union und der gemeinsamen Währung voranzukommen" oder in "die Armut, den Bankrott, die Ausgrenzung und den Ausschluss aus dem Euro" abzustürzen, sagte er vor dem Parlament. Es sei zudem "ein Irrtum, zu glauben, dass das Programm fehlschlagen wird".
Sparpaket ist Voraussetzung für weitere Finanzhilfen
Die Finanzminister der Eurozone machen ihre Zustimmung zu einem weiteren Kredit der Troika in Höhe von 130 Milliarden Euro unter anderem davon abhängig, dass Griechenland neue Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro realisiert. Außerdem sollen sich die Chefs der Regierungsparteien schriftlich zur Umsetzung der Sparmaßnahmen verpflichten. Dies soll verhindern, dass die Zustimmung durch die für April vorgesehene Neuwahl der Parlaments obsolet werden könnte.
Die Parlamentsdebatte war von schweren Ausschreitungen bei Protesten mit insgesamt rund 100.000 Teilnehmern in der Hauptstadt Athen und in Thessaloniki überschattet worden, bei denen 120 Menschen verletzt wurden. Demonstranten warfen mit Steinen und Brandsätzen, worauf die Polizei mit Tränengas reagierte. In Athen versuchten Protestierende, die Absperrungen vor dem Parlament zu durchbrechen.
Brände und Vandalismus in Athen
Mindestens 45 Geschäfte wurden in Brand gesetzt, darunter auch etliche historische Gebäude. Auch Kinos, Banken und eine Cafeteria wurden beschädigt. 50 Polizisten wurden verletzt, mindestens 70 Demonstranten ins Krankenhaus gebracht. 67 mutmaßliche Randalierer wurden verhaftet und weitere 70 Menschen in Gewahrsam genommen.
Zivilschutzminister Christos Papoutsis sprach in einer Mitteilung von "extremen Faktoren", die zu "Vandalismus" geführt hätten. Die meisten Feuer wurden laut Feuerwehr durch Molotowcocktails verursacht. Papademos sagte im Parlament, Gewalt habe "in einer Demokratie keinen Platz".
Unmittelbar nach der Parlamentsabstimmung begrüßte der CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach das Ergebnis "als weiteren notwendigen Schritt". Von einer umfassenden Lösung seiner Probleme sei das Land aber noch weit entfernt, erklärte das Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags am Montag in Berlin. (afp)

12:10
Bereits in der Mitte des vergangenen Jahres , als abzusehen war,
dass die Kredite unmöglich zurückgezahlt werden können, hätten keine weitere
Kredite mehr zu überhöhten Zinsen zum Stopfen von Löchern gewährt werden dürfen.
Fataler Fehler Griechenlands war und ist, sich ein pro Kopf BIP von 27000 zuzugestehen,
Wo es doch nur bei ca. 10 000 anzusetzen ist.
Griechenland besitzt nicht das Potential wie westliche Industrieländer und liegt keinesfalls im BIP über dem Russlands beispielsweise
Die fehlenden Arbeits - und Einkommensquellen wurden überwiegend im öffentlichen Dienst einfach per Dekret und Günstlingswirtschaft geschaffen und so bezahlt, als wenn eine leistungsfähige Industriebasis dahinter steht.
Nun ist das Schneeballsystem nach 10 Jahren am Ende.
Die Bevölkerung wird sicherlich nicht bereit sein , die ungedeckten Schecks aus 10 Jahren Misswirtschaft durch Einsparungen klaglos hinzunehmen.
Damit ändert sich also nichts , weil die Zusagen nicht umgesetzt werden können.
Es bleibt nur die Rosskur durch Einführung der Drachme, erst dann kann der Staat Griechenland durch Abwertung irgendwie noch reagieren.
Bleibt Griechenland im Euro, so wird das dort weiterdampfen und dann kommt der befürchtete Überschlag auf Italien , Portugal , Irland.
Somit dann am Ende das Euro Aus für alle Beteiligten.
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10:40
Abgesehen davon, daß das Verfahren mit Demokratie nu gar nix mehr zu tun hat frag ich mal: sind die meisten europäischen EU-verräter wirklich so dämlich um nicht zu sehen das Griechenland und demnächst auch andere Mitgliedstaaten Fässer ohne Boden sind. Entschuldigung, dafür braucht man noch nicht mal einen zusammen gefuschten Doktor!
09:11
Muss ich mir jetzt hier wieder zig Beiträge mit Ihrer kommunistischen Hetze ansehen?
Naja,
ganz unrecht haben die diesmal aber nicht.....
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#6 : Sie müssen sich gar nichts ansehen. Man kann auch ignorieren. Aber man kann nicht alle Kritiker die Ihnen nicht passen als Kommunisten bezeichnen bzw. verunglimpfen. Einfach mal ruhig bleiben.
09:05
weil sie dem Diktat des Kapitals nicht entsprochen haben. Das ist die Kriegserklärung der Kapitalisten an das eigene Volk.
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08:31
Hier werden die wahren Schuldigen benannt:
http://de.kke.gr/
Was wollen sie denn mit diesem kommunistischen Gesockse?
#4-1
Schön, das Sie die Seite angeklickt haben.
Wenn Sie das auch anstatt der BLÖD Zeitung lesen würden, würden Sie verstehen wer die eigentliche Schuld an dem Desaster trägt, nämlich der internationale, menschenverachtende Kapitalismus !
08:15
In Portugal waren am 1. Februar mehr als 300 000 Menschen gegen die Politik des Turbokapitalismus auf der Straße:
http://www.pcp.pt/node/255136
Am 11. Februar
07:13
"Beweine nicht die Griechen, wenn du sie siehst gebeugt
Beweine nicht das Griechentum, wenn es niederkniet
Es hat ein Messer im Rücken, den Strick um den Hals
Beweine nicht das Griechentum
Sieh, es springt auf; sieh, es springt auf
Faßt Mut und grollt
Und trifft die Bestie mit der Harpune der Sonne"
Text: Jannis Ritsos Musik: Mikis Theodorakis
http://www.youtube.com/watch?v=rGOitTMM6Gs&feature=related
07:07
Na dann wollen wir mal sehen wie es weitergeht...aber liebe Griechen bedenkt:
Aus dem Lissabon Vertrag ergibt sich, dass die Grundrechtecharta verbindlich ist, aus der sich ergibt: Niemand darf zur Todesstrafe verurteilt und hingerichtet werden! Aber…
Nun gibt es kaum einen Vertrag ohne „Kleingedrucktes“:
„Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist, einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.“
Quelle: http://www.zeitkritiker.de/index.php/regierungen/europaeische-union/215-legalisierte-toetung-von-deutschen-buergern-lissabon-vertrag-wird-unbemerkt-waehrend-des-wahlkampfes-durchgepeitscht
Und so demokratisch..Neinsager werden ausgeschlossen, und mit keinem Wort wird erwähnt das die Parlamentarier auch Einschnitte hinnehmen müssen, im Verhältnis müssten die doch so stark sein wie beim Volk, aber das ist von der Politmafia nicht vorgesehen!