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100 salafistische Gruppen unter Beobachtung

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Berlin. Der anhaltend starke Zulauf für die radikalislamistische Salafistenszene bedroht nach Einschätzung des Verfassungsschutzes zunehmend die Sicherheit in Deutschland. Die Zahl der Salafisten sei bis Ende 2014 bundesweit auf 7000 gestiegen und werde weiter zunehmen, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, in Berlin. Die Szene ist damit innerhalb eines Jahres um fast ein Drittel gewachsen.

Damit habe sich das „Rekrutierungspotenzial“ für islamistische Terroristen weiter vergrößert, warnte Maaßen. Zwar gibt es unter den Salafisten auch Strömungen, die Gewalt ablehnen, doch stammen auch viele Terroranhänger aus der Szene. Die Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern beobachten Maaßen zufolge bundesweit etwa hundert salafistische Einrichtungen und Gruppen.

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden sind inzwischen mehr als 600 Islamisten aus Deutschland in Richtung Syrien und Irak ausgereist, oftmals ist es für sie eine tödliche Mission: Rund 60 der Ausgereisten sind im Nahen Osten bereits ums Leben gekommen.

Maaßen sagte, die Sicherheitsbehörden gingen nach den Attentaten in Paris einer Vielzahl von Hinweisen nach. Nicht alle sind belastbar, die Behörden haben auch mit substanzlosen Warnungen zu tun.

Christian Kerl

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2015-01-22 00:12
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