Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Politik

1.400 Lagerplätze in Deutschland für Atommüll

26.03.2013 | 19:08 Uhr
Foto: /x

Obwohl das Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben ab sofort für weitere Castorbehälter mit Atommüll gesperrt ist, gibt es in Deutschland kein Platzproblem für hochradioaktive Abfälle.

Düsseldorf (dapd). Obwohl das Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben ab sofort für weitere Castorbehälter mit Atommüll gesperrt ist, gibt es in Deutschland kein Platzproblem für hochradioaktive Abfälle. "Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bundesweit in den dezentralen Zwischenlagern - auf Antrag und Sicherheitsnachweis der Anlagenbetreiber - rund 1.400 Stellplätze für Transport- und Lagerbehälter, wie beispielsweise Castorbehälter, genehmigt", sagte Monika Hotopp vom Bundesamt für Strahlenschutz am Dienstag "Handelsblatt Online". Bislang seien 316 Stellplätze belegt.

In Deutschland gibt es drei zentrale Lager: Gorleben, Ahaus in Nordrhein-Westfalen und das Zwischenlager Nord im vorpommerschen Rubenow. Darüber hinaus bestehen zwölf dezentrale Lager, die auf dem Gelände von Kernkraftwerken errichtet wurden.

Laut "Handelsblatt"-Informationen wird das Bundesamt für Strahlenschutz in seinem Jahresbericht für 2012 einen Anstieg der Castorenzahl in den dezentralen Lagern um 27 auf 316 vermelden. Ende 2008 waren es noch 198 Castoren. In den drei zentralen Zwischenlagern befinden sich 243 Behälter mit hochradioaktivem Material.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

Bastian Schweinsteiger wird neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft. Was halten Sie von der Entscheidung?

 
Aus dem Ressort
SPD sucht Rezepte für Umgang mit Rechten in den Räten
Rechte
Ignorieren, Isolieren oder Bekämpfen? SPD-Kommunalpolitiker beraten in Dortmund über Umgang mit rechtsextremen Parteien. Doch es gibt keine einfachen Rezepte.
Haderthauer-Rücktritt - Seehofer muss Nachfolge klären
Regierung
Nach dem Rücktritt seiner Staatskanzleichefin Christine Haderthauer muss Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) möglichst rasch einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin präsentieren.
Amnesty wirft IS systematische "ethnische Säuberung" vor
Konflikte
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) will nach Erkenntnissen von Amnesty International ethnische Minderheiten im Nordirak systematisch auslöschen.
Mutmaßliche Mitglieder türkischer Terrorgruppe vor Gericht
Prozesse
Vier mutmaßliche Mitglieder einer türkischen Terrorgruppe müssen sich von heute an vor dem Oberlandesgericht Stuttgart verantworten.
Datenschutz-Beauftragte fordert mehr Befugnisse
Datenschutz
Der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff (CDU) gehen die Gesetzespläne zur Stärkung der Unabhängigkeit ihres Amtes noch nicht weit genug.