Zwei deutsche Bergsteiger seit über drei Wochen in Chile vermisst

Die Tagestour auf den Vulkan gilt als nicht besonders anspruchsvoll. Der 57-jährige Mann ist Mitglied einer Hochtourengruppe und hat Erfahrung auf Vulkanen.
Die Tagestour auf den Vulkan gilt als nicht besonders anspruchsvoll. Der 57-jährige Mann ist Mitglied einer Hochtourengruppe und hat Erfahrung auf Vulkanen.
Foto: Marc Müller
Was wir bereits wissen
Eine Düsseldorferin und ihr Freund sind seit dem 21. Dezember in Chile vermisst. Das Paar wollte den Vulkan Llaima besteigen. Eine Suchaktion läuft.

Santiago de Chile/Leiferde.. Zwei Bergsteiger aus Deutschland werden in den chilenischen Anden vermisst. Ein 57-Jähriger aus dem niedersächsischen Kreis Gifhorn wollte am 21. Dezember mit seiner Freundin aus Düsseldorf den 3125 Meter hohen Vulkan Llaima in Südchile besteigen, sagte Jens Köhler, der Leiter der Hochtourengruppe der Sektion Braunschweig des Alpenvereins, am Freitag. Seitdem ist das Paar verschwunden.

Rettungstrupps starteten eine Suchaktion, nachdem Mitarbeiter des örtlichen Skigebietes auf den verwaisten Mietwagen des Paares aufmerksam geworden waren. Hubschrauber der Polizei und der Forstbehörde überflogen die Berghänge. Am Donnerstag wurde jedoch die Suche nach starkem Schneefall vorläufig eingestellt, wie der Sender Radio Cooperativa berichtete.

Tagestour gilt als alpinistisch nicht besonders anspruchsvoll

Die chilenische Polizei nahm Kontakt mit argentinischen Behörden auf, da nicht ausgeschlossen wird, dass die beiden über die naheliegende Grenze nach Argentinien gekreuzt seien.

Der 57-Jährige aus Leiferde-Dalldorf ist Mitglied der Hochtourengruppe und hat laut Köhler Erfahrung auf Vulkanen und im Hochgebirge. "Er ist da kein unbeschriebenes Blatt." Die Tagestour gelte als alpinistisch nicht besonders anspruchsvoll, schreibt die "Braunschweiger Zeitung" (Freitag). "Das ist ein sehr beliebtes Touristenziel", sagte Köhler. Der Aufstieg im Nationalpark Conguillío dauert rund sechs Stunden. (dpa)