Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Umweltaktion

Zur "Earth Hour" gingen rund um die Welt die Lichter aus

24.03.2013 | 14:16 Uhr
Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke während der "Earth Hour"Foto: REUTERS

Berlin.  Zahlreiche Bauwerke und Wahrzeichen rund um den Globus sind am Samstag eine Stunde im Dunkel versunken. Die Beleuchtung wurde in der jeweiligen Zeitzone am Abend ausgeschaltet - als Zeichen für den Klimaschutz. An der "Earth Hour" beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 7.000 Städte.

Licht aus für das Klima: Brandenburger Tor, Petersdom und Akropolis sind am Samstagabend in Dunkelheit versunken. Rund um den Erdball setzten Menschen bei der "Earth Hour" eine Stunde lang ein Zeichen gegen Energieverschwendung, auch Privatleute schalteten vielerorts ihre Lampen aus. Weltweit waren 7000 Städte in gut 150 Ländern beteiligt. Initiator war die Umweltstiftung WWF.

Auch am Kreml in Moskau gingen die Lichter aus. Das Empire State Building in New York und die Christus-Statue auf dem Zuckerhut in Rio de Janeiro blieben ebenfalls eine Stunde lang unbeleuchtet. Die Hochhäuser der Skylines von Megastädten wie Hongkong, Kuala Lumpur oder Singapur ragten ohne Licht in den dunklen Nachthimmel.

Kölner Dom im Dunkeln - eine Stunde lang

In Deutschland waren unter anderem die Münchener Frauenkirche, das Hamburger Rathaus und der Kölner Dom pünktlich um 20.30 Uhr in Finsternis getaucht. Auch die Elbbrücke "Blaues Wunder" in Dresden, Schloss Heidelberg oder das Reiterstandbild am Deutschen Eck in Koblenz erstrahlten nicht wie gewohnt.

Vielerorts gab es Info-Stände vor dunklen Sehenswürdigkeiten und Aktionen bei Kerzenschein. Allein in Deutschland beteiligten sich mehr als 140 Städte und Gemeinden.

In Berlin verfolgten rund 150 Schaulustige und Passanten das Spektakel direkt am Brandenburger Tor. Aktivisten hatten vor dem Wahrzeichen den Schriftzug "Ja zur Energiewende!" aufgestellt, den sie auf dem Fahrrad strampelnd zum Leuchten brachten. Unter dem gleichen Motto startete der WWF eine Petition, bei der schon jetzt mehr als 10 000 Menschen mitmachten, wie ein Sprecher sagte.

Die Vereinten Nationen unterstützen die Aktion

Eine der ersten Stationen der "Earth Hour" war Sydney, wo es am Opernhaus und an der berühmten Hafenbrücke dunkel wurde, ebenso in zahlreichen Restaurants, Gebäuden, Privatwohnungen und Häusern. "Bei der Licht-Aus-Aktion geht es immer um ein Gefühl für Gemeinschaft", sagte Organisator Andy Ridley. "Ein Kind in Peking kann sich daran beteiligen wie ein Kind in Rio. Sie merken, dass wir uns diesen Planeten teilen."

Die Vereinten Nationen unterstützen die Aktion. Generalsekretär Ban Ki Moon sagte in einer Videobotschaft: "Jeder einzelne spielt eine Rolle. Regierungen müssen den politischen Willen zeigen, Unternehmen können Lösungen aufzeigen und die Zivilgesellschaft - insbesondere die jungen Leute - kann weltweit für den Umweltschutz mobilisieren."

Einer der Kritiker der Aktion ist Professor Bjørn Lomborg von der Copenhagen Business School. Er argumentiert, dass zwei Kerzen mehr CO2 produzieren als eine energiesparende Glühbirne.

"Mit einem Dinner bei Kerzenlicht die Probleme der Welt angehen - das ist vor allem attraktiv für die komfortable Elite, die bestens mit Strom versorgt ist", schreibt er. Lomborg verweist zudem darauf, dass nicht etwa das Abschalten von Laptops oder Smartphones verlangt wird, was den Nutzern nach seiner Auffassung viel schwerer fallen würde. (dapd/dpa)

Earth Hour in aller Welt

 



Kommentare
25.03.2013
17:36
Umweltschutz...................
von spruehsahne | #5

In Malaysia brettern 22 Typen mit ihren Boliden im Kreis herum und produzieren dabei nur "frische Alpenluft" und die Welt schreit hurra, wir feuen uns aufs nächste Rennen.

25.03.2013
12:54
Zur Erd Stunde
von 1rudi | #4

reinste Volksverdummung. Sonst nichts .

25.03.2013
10:27
Zur Klimaerwärmung
von MANFREDM | #3

Bei bis zu -20° Ende März in der BRD und flächendeckenden Minusgraden eine gelungene Aktion - für Ignoranten. Die Klimaerwärmler kommen mir immer mehr vor wie trotzige bockige Kinder die man beim Lügen ertappt hat. Sie erfinden immer neue, immer abenteuerlichere und absurdere Konstrukte um ihr kunstvolles Lügengebäude aufrecht zu erhalten. Und erreichen damit immer mehr das Gegenteil. Selbst einfach gestrickte Gemüter erkennen inzwischen dass da nur noch getrickst und geschwindelt wird.

25.03.2013
09:19
Der Anfang ist gemacht.
von FernerBeobachter | #2

Dank des alleindeutschen "Energieausstiegs" wird "das Licht" in einzelnen Regionen zukünftig noch häufiger und spontaner "ausgehen". Aktionen wie die "Earth hour" taugen hervorragend dazu, die zukünftigen Entbehrungen als "Erfolge" verklärt zu feiern. Hut ab vor der gelungenen medialen Wahrheitsverweigerung; die zumindest in Deutschland eine eindrucksvolle Tradition hat.

25.03.2013
08:12
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Mark Medlock muss wegen Beleidigung 3000 Euro zahlen
DSDS-Star
Sein Auftritt auf einer Firmenfeier in Gotha hat Sänger und DSDS-Gewinner Mark Medlock eine Klage eingebracht. Für seine Schimpftiraden gegen einen Moderator muss er Entschädigung zahlen. Medlock selbst fühlte sich vom Publikum rassistisch beleidigt.
Gefälschte Whatsapp-Werbung führt Android-Nutzer in Abofalle
Whatsapp
Zuerst denken, dann klicken – das gilt nicht nur für Spam im E-Mail-Postfach, sondern auch für Whatsapp-Werbung. Pop-Ups weisen Nutzer darauf hin, dass ihr Abo angeblich bald auslaufe. Dabei können Kunden sehr leicht selbst herausfinden, wie lange ihr Abo tatsächlich noch läuft.
Achtung, Zeitumstellung - Deutschland dreht die Uhren zurück
Winterzeit
Die Mehrheit der Deutschen würde die Zeitumstellung gerne abschaffen. Die Politik hält aber daran fest. Jetzt am Wochenende werden die Uhren wieder umgestellt. Vor? Zurück? Viele Menschen sind verwirrt. Doch für die Mitarbeiter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ist die Umstellung Routine.
Zwei kleine Nashornbabys tapsen jetzt durch den Berliner Zoo
Nachwuchs
Jasper ist ein stolzer Nashorn-Papa: Innerhalb von zwei Wochen ist er zweimal Vater geworden. Seine Babys sind männlich und gesund - Namen haben die kleinen Spitzmaulnashörner allerdings noch nicht. Jetzt sind die Tiere erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden.
Schweden beendet tagelange Jagd auf mysteriöses U-Boot
U-Boot
Eine Woche hat das schwedische Militär in den Stockholmer Schären nach einem mysteriösen Unterwasserfahrzeug gesucht. Medien hatten spekuliert, dass es sich um ein russisches U-Boot handelt. Am Freitag wurde die Suche abgebrochen. Das verdächtige Objekt hat Schweden vermutlich verlassen.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?