Zum Heulen, diese Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow (42) hat mich schon wahnsinnig gemacht, als sie vor 16 Jahren ihren Oscar für „Shakespeare in Love“ geschenkt bekam: Dieses Heulen und Schluchzen bei der Verleihung des goldenen Kerlchens in Hollywood, als wäre sie gerade zum Tode verurteilt worden, dabei sollte sie nur mal „Danke“ sagen. Kann man doch als Schauspielerin hinkriegen.

Worte hat die zarte Blondine aus Kalifornien seither natürlich wieder gefunden. Zum Beispiel für ihre Ernährungsschlaubergerei auf einer eigenen Internetseite, mit der sie ganz Amerika seit Jahren zum Besseren erziehen will, in Wirklichkeit aber allen nur fürchterlich auf die Nerven geht. Vermutlich auch ihrem Mann Chris Martin von „Coldplay“, der längst die Flucht ergriffen hat.

Paltrow meidet Kohlenhydrate, liebt aber Fettnäpfchen. Das jüngste macht sie schon wieder zum Gespött der amerikanischen Medien. Nach vier Tagen musste sie gestern ihr Arme-Leute-Experiment abbrechen, eine Woche lang mit 29 Dollar für Lebensmittel auszukommen. Das ist der Betrag, der Sozialhilfeempfängern in den USA an Essensmarken zur Verfügung steht. Paltrow postete Bilder von ihren Einkäufen: sechs Limetten, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln, Reis und Kardamom. Da wird man doch prima satt.

Zwischen Gwyneth Paltrow und der Wirklichkeit liegen Welten, das sieht man auch bei einer so peinlichen Nummer. Soll sie ihre Zeit lieber wieder mit Heulen verbringen. Von mir aus auch öffentlich.