Zuletzt ältester Mensch der Welt in Japan gestorben

Die Japanerin Misao Okawa ist 117 Jahre alt geworden.
Die Japanerin Misao Okawa ist 117 Jahre alt geworden.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Die Japanerin Misao Okawa wurde 117 Jahre alt. Das Geheimnis der Frau, die seit August 2013 ältester Mensch der Welt war: alles und viel essen.

Tokio.. Der älteste Mensch der Welt, die Japanerin Misao Okawa, ist mit 117 Jahren gestorben. Sie erlag am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) in einem Pflegeheim in Osaka ihrer Altersschwäche, wie örtliche Medien berichteten.

Die 1898 geborene Tochter eines Kimono-Händlers hatte in drei Jahrhunderten gelebt. Ihr Rezept für ein langes Leben: "Alles essen und viel essen". Zu ihren Lieblingsspeisen gehörten Sushi und Nudeln, wie japanische Medien herausfanden.

Fettarme Küche begünstigt langes Leben

Japans traditionell fettarme Küche gilt als einer der Gründe für die steigende Lebenserwartung der Japaner. Hinzu kommen Fortschritte der Altersmedizin sowie die Tatsache, dass die Japaner in einem der sichersten und reichsten Länder der Welt leben.

Lebenserwartung Inzwischen sind mehr als 58.000 Bewohner des fernöstlichen Inselreiches älter als 100 Jahre. Auf 100.000 Bürger kommen damit in Japan etwa 46 Menschen, die 100 Jahre oder älter sind.

Sie trug den Titel seit August 2013

Misao Okawa war vom Guinness Buch der Rekorde im Februar 2013 zunächst mit damals 114 Jahren als älteste Frau der Welt registriert worden. Seit August desselben Jahres galt sie mit 115 Jahren als fortan ältester Mensch der Erde. Nachdem sie im Alter von 21 Jahren geheiratet hatte, bekam sie drei Kinder. Später kamen noch vier Enkel und sechs Urenkel hinzu. Seit 1997 lebte sie in einem Pflegeheim in Osaka.

An ihrem 117. Geburtstag am 5. März soll Okawa noch wohlauf gewesen sein und ihre Geburtstagstorte genossen haben, den ihr die Heimbelegschaft geschenkt hatte. Auch trank sie ihren Kaffee, wie sie es immer gern getan habe, hieß es. Doch zwei Wochen später habe sie zunehmend ihren Appetit und auch ihre Lebenskraft verloren. (dpa)