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Zugunglück: Fahrdienstleiter wollte Züge per Notruf stoppen

12.02.2016 | 13:41 Uhr
Zugunglück: Fahrdienstleiter wollte Züge per Notruf stoppen
Ein Polizist trägt eine Steuereinheit aus einem der verunglückten Regionalzüge in Bad Aibling (Bayern). Eine Sondereinheit der Kriminalpolizei untersucht die Unglücksursache. Foto: dpa

Bad Aibling/Hamburg.  Ein Fahrdienstleiter in Bad Aibling soll nach Medienangaben noch versucht haben, den Zusammenstoß zweier Regionalzüge zu verhindern.

Der diensthabende Fahrdienstleiter im Stellwerk Bad Aibling hat am Dienstag noch versucht, den Zusammenprall der beiden Züge durch Notrufe zu stoppen. Das berichtet der „Spiegel“. Demnach habe der Mann über ein spezielles Mobilfunknetz der Bahn kurz hintereinander über Sprechfunk zwei Notrufe an die Züge abgesetzt. Eine Polizeisprecherin sagte auf Anfrage, dazu lägen ihr keine Informationen vor.

Laut des Berichts kam der erste Notruf kurz vor dem Zusammenstoß bei den Lokführern an. Der zweite wohl erst, als die beiden Züge bereits ineinandergerast waren. Die Kommunikation zwischen dem Stellwerk und den Triebwagenführern ist nach Angaben des Eisenbahn-Bundesamts Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Die Deutsche Bahn wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht zu dem „Spiegel“-Bericht äußern.

Am Dienstag waren in Bayern zwei Regionalzüge auf eingleisiger Strecke ineinandergerast. Elf Menschen starben bei dem Unglück, Dutzende wurden teils schwer verletzt. (sdo/dpa)

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