Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Facebook

Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz

27.12.2012 | 12:44 Uhr
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
Randi Zuckerberg musste mit ansehen, wie ein privates Foto von ihrer Seite über den Kurznachrichtendienst Twitter an mehr als 40.000 Menschen weitergeleitet wurde.Foto: ap

Menlo Park/Seattle.  Randi Zuckerberg, die Schwester von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, hat anscheinend Probleme mit den Datenschutzeinstellungen des Online-Netzwerks. Aufgrund der Privatsphäre-Einstellungen ihres Facebook-Profils konnten Unbekannte ein Privatfoto Zuckerbergs sehen und teilten es via Twitter.

Die ständigen Änderungen beim Datenschutz von Facebook lassen auch Verwandte des Firmengründers manchmal ratlos zurück: Die Schwester von Mark Zuckerberg musste mit ansehen, wie ein privates Foto von ihrer Seite über den Kurznachrichtendienst Twitter an mehr als 40.000 Menschen weitergeleitet wurde.

Randi Zuckerberg zeigte sich empört und belehrte die Schuldige, eine Marketingdirektorin, über Etikette im Netz. Diese Kommentare lösten scharfe Reaktionen anderer Nutzer aus, die sich über die komplizierten Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre des sozialen Netzwerks beschwerten.

Es gehe nicht um Privatsphäre-Einstellungen sondern um menschlichen Anstand

"Digitale Etikette: Frag immer um Erlaubnis, bevor du das Foto eines Freundes öffentlich postest", schrieb Randi Zuckerberg am Mittwoch. "Es geht nicht um Privatsphäre-Einstellungen , es geht um menschlichen Anstand." Ihr Foto zeigte vier Personen, die in einer Küche auf ihre Mobiltelefone schauen, während im Hintergrund Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu sehen ist.

Facebook
Facebook will den Schutz privater Daten einfacher machen

Facebook gibt dem Bedürfnis seiner Nutzer nach einem besseren Schutz der Privatsphäre nach. Künftig kann man das Teilen von Informationen stärker und einfacher einschränken. Für Facebook ist es eine Wende im jahrelangen Kurs, die Nutzer zu immer mehr Offenheit zu bewegen.

Randi Zuckerberg erklärte, die Marketingdirektorin Callie Schweitzer habe das Foto sehen können, weil sie einen gemeinsamen Freund hätten.

Randi Zuckerberg twitterte an Schweitzer, es sei "uncool", das private Bild zu posten. Schweitzer antwortete, das Foto sei auf ihrer Facebook-Seite aufgetaucht. Die Tweets wurden später gelöscht und sind nicht mehr zu sehen. Keine der Beteiligten wollte sich weiter zu dem Zwischenfall äußern.

Empörte Reaktionen im Netz

Kritiker im Netz störten sich an der Reaktion von Randi Zuckerberg, die ihren prominenten Namen eingesetzt habe, um das Foto löschen zu lassen. "Das kann nicht jeder", sagte Eva Galperin von der Electronic Frontier Foundation, einer Datenschutzorganisation aus San Francisco.

Facebook
Facebook stoppt automatische Gesichtserkennung

Facebook beugt sich Protesten von Verbraucherschützern und stellt die automatische Gesichtserkennung in Europa ein. Bislang wurden biometrische Daten von Fotos erfasst, um Personen automatisch auf anderen Fotos zu erkennen und sie ihnen zuzuordnen. Bestehende Daten sollen gelöscht werden.

Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook seien für die meisten Nutzer noch immer verwirrend. "Sogar Randi Zuckerberg kann sie falsch verstehen", erklärte Galperin.

Der Zwischenfall vom Mittwoch illustriere die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Privatsphäre im Internet, sagte sie weiter. Wer Informationen oder ein Bild in einem sozialen Netzwerk teile, müsse damit rechnen, dass Freunde diese Daten einfach weitergeben könnten. (dapd)



Kommentare
30.12.2012
10:40
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
von feierabend | #7

Ach Gottchen nee, belgische Adelsvorstellungen und Ideale im amerikanischen Netz, wie finde isch das denn????????????

28.12.2012
12:28
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
von GregoryHouse | #6

"Es geht nicht um Privatsphäre-Einstellungen , es geht um menschlichen Anstand."

Muhahaha...LOL...Daten abgreifen, wertlose Aktien verticken und dann von Anstand labern. Solche Leute leben wirklich in der vierten Dimension.

28.12.2012
09:30
Äääätsch :-)
von sellerieschubser | #5

Ich schreie mich weg :-)

Erfährt diese Dame doch, was man alles erdulden/ertragen kann/muss, wenn man, wenn auch manches mal unbedacht, etwas dort postet.

Statt zu heulen, sollte sie die Bürotür ihres Bruders eintreten undsich diesen mal richtig vornehmen.

Ändern würde es freilich nichts, aber man könnte auch mal ein Bild vom kleinen Herrn Gott (Zuckerberg) unbedacht raus schicken. Ob der amüsiert wäre?

Und außerdem, wer er zulässt, das "Freunde von Freunden" mitlesen können... Heftiger kann man sich selbst gegen den Wind nicht anpinkulieren können *lach*

28.12.2012
07:55
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
von ulrics | #4

Selber schuld kann ich nur sagen. Beschwert sich über etwas, was sie wahrscheinlich sogar mit beschlossen hat.

Nicht umsonst bezahlt man bei Facebook mit seinen Daten.

28.12.2012
00:59
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
von nussknacker | #3

Fratzenbuch verbieten, sofort!

27.12.2012
17:25
Dumm gelaufen...
von pierre70 | #2

... aber ich kriege mein Grinsen nicht mehr weg ;-)

Die gute Frau ist eben auch nur so dumm wie Fratzenbuch seine Klientel gerne sehen möchte. Schade, dass ich Fratzenbuch via AdBlockPlus (Firefox) komplett ausgeschaltet habe, ich würde sonst den "Like" Knopf drücken :-D

Wer anderen eine Grube gräbt... (nicht wahr, Geschwister Zuckerberg???)

27.12.2012
12:55
Zuckerberg-Schwester empört über privates Foto im Netz
von Schlaubaer | #1

Das Fratzenbuch macht eben selbst vor den Angehörigen der Erfinder keinen Halt - wer hätte auch anderes erwartet.

Aus dem Ressort
Mann erschießt Jobcenter-Mitarbeiter in Rendsburg
Jobcenter
Ein Jobcenter-Kunde hat im niedersächsischen Rendsburg einen Mitarbeiter erschossen. Der Mann stürmte am Montagmorgen in dessen Büro und griff im Laufe einer verbalen Auseinandersetzung plötzlich zur Waffe. Das Opfer starb später im Krankenhaus.
WhatsApp und Internet machen dem Fernsehen Konkurrenz
Studie
Die Glotze läuft und läuft...: Fernsehen ist noch immer die Lieblings-Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Aber das Internet und Messenger-Dienste wie Viber und WhatsApp holen auf. Mit 259 Minuten täglich ist Fernsehen aber noch immer nicht zu schlagen.
Muhammets Eltern wollen Herz-Transplantation einklagen
Operation
Seit Monaten wartet Muhammet auf ein Spenderherz. Aber das Uni-Klinikum in Gießen verweigert die lebensrettende Operation: Die Ärzte lehnen den Eingriff wegen eines Hirnschadens ab. Jetzt wollen seine Eltern auf die Aufnahme in die Warteliste klagen.
Eruption bringt neue Gefahr am Vulkan Bárdarbunga auf Island
Vulkanausbruch
Rot, Orange, Rot, Orange: Die Alarmstufen am Bárdarbunga wechseln. Es bleibt gefährlich um den Vulkan in Island. Das zeigt auch der Austritt von Lava. Der Lavastrom ist etwa drei Kilometer lang, einen Kilometer breit und einiger Meter dick, sagen Forscher. Zeitweilig galt ein Flugverbot.
Bob Geldof kämpft in Iserlohn für Afrikas Schwache
Bob Geldof
Hunderte Millionen hat Musiker und Aktivist Bob Geldof bereits für Afrika gesammelt. Doch der 64-Jährige ist keineswegs fertig. Er kämpft für die Schwachen - und poltert immer wieder gegen die Mächtigen. Anfang September kommt er zum Campus Symposium nach Iserlohn.
Umfrage
Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

Die Lokführer der Deutschen Bahn streiken. Es geht um Lohnerhöhung und kürzere Arbeitszeit. Haben Sie Verständnis?

 
Fotos und Videos