Zahl der Verkehrstoten auf niedrigem Niveau gestiegen

Die Zahl der Verkehrstoten ist 2014 nur leicht gestiegen. Am gefährlichsten war der Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt.
Die Zahl der Verkehrstoten ist 2014 nur leicht gestiegen. Am gefährlichsten war der Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt.
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Was wir bereits wissen
In den vergangenen 65 Jahren war die Zahl der Verkehrstoten nur ein Mal niedriger als im Jahr 2014. Vergleichsweise wenig tödliche Unfälle in NRW.

Wiesbaden/Berlin.. Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 29 auf 3368 gestiegen. Damit lag die Zahl aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1950, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Verletzten stieg um vier Prozent auf rund 389.000.

Trotz ständig wachsenden Verkehrs sank die Zahl der Verkehrstoten jahrzehntelang. Im Jahr 2013 hatte sie mit 3339 den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Das schwärzeste Jahr in der Statistik war 1970 mit mehr als 21.000 Verkehrstoten in Ost und West.

Gefahr in NRW vergleichsweise gering

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte: "Unser Ansporn muss es sein, deutsche Straßen noch sicherer zu machen." Dazu sollten auch Aufklärungskampagnen wie "Runter vom Gas" beitragen. Für die Verkehrssicherheitsarbeit des Ministeriums stünden 2015 rund 13 Millionen Euro bereit, 1,5 Millionen mehr als 2014.

In NRW ist die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, vergleichsweise gering. 2014 habe es 29 Unfallopfer pro einer Million Einwohner gegeben, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. In anderen Bundesländern war der Wert teilweise doppelt so hoch. Am gefährlichsten war der Straßenverkehr in Sachsen-Anhalt (61 Unfallopfer pro einer Million Einwohner), in Berlin (15) war das Risiko am geringsten. Durchschnittlich kamen in Deutschland 42 Menschen je einer Million Einwohner im Straßenverkehr uns Leben. (dpa)