Würmer sollten Fußballplatz verbessern, machen aber Probleme

Im Fußballrasen ist der Wurm drin - aber er brachte auf Rügen nicht den gewünschten Effekt.
Im Fußballrasen ist der Wurm drin - aber er brachte auf Rügen nicht den gewünschten Effekt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Mit Regenwürmern wollte die Stadt Bergen auf Rügen den Rasen in ihrem Fußballstadion verbessern - sechs Jahre später ist das Projekt gescheitert.

Bergen.. Regenwürmer plagen Fußballspieler auf der Insel Rügen. Im Jahr 2009 hatte die Stadt Bergen 200 000 Würmer zur Entwässerung im örtlichen Stadion ausgesetzt - nun will sie die Tiere wegen unerwarteter Probleme möglichst schnell wieder loswerden. "Der Platz soll zur Fußballsaison 2015/2016 wieder voll nutzbar sein", sagte der Stadtvertreter-Präsident Eike Bunge. Die Sanierung des Rasens sei beschlossene Sache. Sie kostet nach Angaben der "Ostsee-Zeitung" rund 20 000 Euro.

Die Stadtvertreter hatten 2008 - mit knapper Mehrheit - Regenwürmer der Sorte "Dutch Nightcrawler" für 8000 Euro zu kaufen beschlossen, weil Pfützen den Rasen des sanierten Stadions unbespielbar machten. Doch die holländischen Würmer lockerten den Boden nicht so auf, dass der Regen wie erhofft versickerte. Stattdessen bildeten sich kleine Häufchen, was die Qualität des Platzes beeinträchtigte.

Der Steuerzahlerbund hatte 2010 den Regenwurm-Einsatz in Bergen auf Rügen angeprangert. Weil der Rasen unbespielbar blieb, ließ die Stadt zudem einen Hartplatz für rund eine Million Euro mit Kunstrasen aufbessern. Bislang werden Bunge zufolge etwa 80 bis 90 Prozent der Spiele auf dem Nebenplatz ausgetragen. Der Hauptplatz sei nur bespielbar, wenn es sehr trocken ist. (dpa)