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Wrestler auf Abschiedstour: "Bei uns fließt kein Blut"
09.11.2009 | 14:04 Uhr 2009-11-09T14:04:00+0100Düsseldorf. Der Mann, den sie CM Punk nennen, kennt sein Schicksal. Er wird kämpfen heute Abend. Aber er wird nicht nur verlieren, er wird den Ring auch in einem Sarg verlassen. Doch das ist nicht schlimm. Ist normal. Ist Wrestling. Am Samstag gastierten die Stars WWE-Stars im Düsseldorfer ISS Dome.
Worte der Mahnung senkt die Stimme aus den Lautsprechern in die Herzen der Zuschauer. „Nicht nachmachen.“ Das seien alles durchtrainierte Athleten hier im Ring. Deshalb: Nicht nachmachen. Eigentlich müsste sie noch hinzufügen: Nicht ernst nehmen.
Das beginnt schon beim Titel der Veranstaltung. „Undertaker - Rest in Peace Tour“ nennt sie sich. Der Undertaker, der Bestatter, ist einer der ganz Großen der Szene. Es soll seine Abschiedstour sein. Ein letztes Mal noch will er in den Ring steigen. Und gut 10000 Zuschauer wollen dabei sein, bevor ihr Idol in Frieden ruht.
Viele Frauen sind darunter. Und noch mehr Kinder. T-Shirts haben sie angezogen mit Bildern ihrer Helden darauf. Manche tragen Masken wie der Wrestler Rey Mysterio, andere lange Handschuhe, die aussehen, als seien sie einer Horde wilder Motten zum Opfer gefallen. Jeff Hardy heißt der Kämpfer, der sie eingeführt hat. Der ist zwar in Düsseldorf mangels Vertrag nicht mehr dabei, trotzdem ist Sandra Kuhnert aus Köln nicht ganz wohl dabei ist, dass ihr elfjähriger Sohn Niklas in Reihe sechs Platz genommen hat. „Hoffentlich ist das nicht zu brutal.“
CM Punk winkt ab
CM Punk winkt ab. „Ist es nicht.“ Im Gegenteil. Wrestling sei Family-Entertainment, Unterhaltung für die ganze Familie. „Bei uns fließt kein Blut.“
Pünktlich um acht erlischt das Licht in der Halle. Mehr als zwei Dutzend ihrer Kämpfer hat die World Wrestling Entertainment für die Tour nach Europa gekarrt. Merkwürdige Gestalten sind darunter, die in den USA jedes Kind kennt und die auch in Deutschland immer bekannter werden. Goldust nennt sich einer, der im Ring einen schwarz-goldenen Ganzkörperanzug und dazu passende Gesichtsbemalung trägt. Andere kommen mit Fellmantel auf die Bühne oder mit Oberteilen, die an Negligees erinnern. Albern sieht das manchmal aus. Aber das würde man keinem dieser Männer ins Gesicht sagen. Denn unter ihren merkwürdigen Kombinationen verbergen sie meist vor allem eines: Muskeln.
Aufgeteilt sind die Kämpfer in gut und böse. Ganze Drehbücher werden dafür in den USA geschrieben, die sich oft über Monate entwickeln. Weil die aber nicht jedem deutschen Besucher bekannt sind, gibt es Nachhilfe. Abfällige Bewegungen macht der böse Kämpfer dann in Richtung Publikum oder grölt ins Mikro „Ich hasse Deutschland“. Und schon sind die Fronten abgeklärt.
Dann geht es los. Wild dreschen die Kontrahenten aufeinander ein. Das hießt sie tun so. Wer näher am Ring sitzt, sieht genau, dass die Schläge ihr Ziel verfehlen. Das sieht in guten Momenten so aus, wie in einem alten Bud Spencer und Terence Hill-Film und in schlechten wie Einsteigerkurs Schauspiel an der Volkshochschule.
Trotzdem gehen die Fans mit. „Hey“ rufen sie, wenn der Gute schlägt. „Buh“ wenn der Böse haut. Nach kurzer Zeit packen sich die Kämpfer, springen sich an. „Rumms“ macht es, wenn die massigen Körper auf den Boden klatschen und man meint, brechende Knochen zu hören. Doch da kommt sie ins Spiel, die Artistik und Athletik, von der der Hallensprecher zu Beginn gesprochen hat. Sekunden später nur stehen sie schon wieder. Und so geht es weiter. Hey, hey, buh, rumms.
Immer wieder neue Varianten
Auf Dauer kann das eintönig sein. Deshalb lässt sich die WWE immer neue Varianten einfallen. Mal kämpfen zwei gegen zwei, ein anderes Mal steigen gleich sechs Frauen – auch die gibt es – in den Ring. Wer als letzte übrig bleibt, hat gewonnen. Dennoch hält sich die Begeisterung in Düsseldorf anfangs in Grenzen. Was wohl auch daran liegt, dass man – anders als beim Boxen – nichts mehr vom Geschehen mitbekommt, wenn die Kämpfer erst einmal am Boden liegen. Und sie liegen oft am Boden.
Nach der Pause allerdings steigt die Stimmung. Denn da kommen einige der Superstars. Was heißt kommen. Rey Mysterio, Matt Hardy oder Batista ziehen ein, wie Gladiatoren. Jeder mit eigener Musik und Lichtshow. Muskelberge, die auf ihren glänzenden Körpern einen umfassenden Einblick geben in den Stand der US-amerikanischen Tätowierkunst. Gegner, die sich beschimpfen und anpöbeln, bevor sie sich anspringen, an den Haaren ziehen oder mit Mobiliar aufeinander eindreschen und trotzdem spät am Abend wahrscheinlich bei einem Bier zusammen im Tour Bus sitzen.
Wer gewinnt und wie steht fest. Immer und bis in alle Einzelheiten. Ob in Frankfurt, Düsseldorf, Berlin oder Leipzig. Denn Wrestling ist Show und je länger diese Show an diesem Abend dauert, desto perfekter wird sie. Immer spektakulärer werden die Sprünge und Würfe, immer schneller die Aktionen. Hey, hey, hey, buh buh, hey hey, rumms, rumms.
Liebling der Massen
Und dann kommt er, der Mann auf den sie alle gewartet haben. Ganz dunkel wird es. Gregorianischer Chorgesang erklingt, dann läuten Glocken. Dumpf, unheimlich bedrohlich. Minuten vergehen, bis der Undertaker plötzlich unter frenetischem Jubel am Ring steht. Einst einer der führenden Bösewichter der WWE ist er längst Liebling der Massen. Lang das strähnige Haar, wirr der Blick lässt er seinen dunklen Ledermantel herabgleiten und wirft seinem Gegner CM Punk einen verächtlichen Blick zu. „Casket Match“ nennt sich der Kampf, der erst zu Ende ist, wenn einer der Kämpfer in einen Sarg geworfen wird.
Prophetische Gaben sind unnötig, um den Ausgang der Auseinandersetzung vorherzusagen. Doch die beiden im Ring bieten den Zuschauer was für ihre bis zu 85 Euro Eintritt. Fast 20 Minuten dauert es, bis der Bestatter den Sarg endlich schließen kann. Deckel zu, Show vorbei, Fans begeistert.
Beim Verlassen der Hall, kleben bereits neue Plakate an den Türen. Am 14. April 2010 kommen sie wieder, die Stars der WWE. Dann in die Arena nach Oberhausen. Mit dabei: Der Undertaker. Ist also noch nichts mit Ruhe in Frieden. Stören tut das keinen. Ist normal. Ist Wrestling.
Tickets für Oberhausen ab 14. November unter http://www.eventim.de/cgi-bin/tickets-konzertkarten.html

11:17
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09:25
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15:33
Man kann doch nicht allen ernstens erwarten, qualifizierte Redakteure, für solch einen Schice abzustellen. Ehrlich Leute ich bitte euch.
Seid ihr alle mit 13/14 Jahren in eurer Entwicklung stehengeblieben????
09:53
Was für ein scheiß hier geschrieen wird ist unglaublich. Hier wird sich über das Wrestling lustig gemacht. Andreas Böhme hat überhaupt keine Ahnung. Wie kann man so eine Pappnase solche Artikel schreiben lassen.
16:40
scheiss bericht, mehr kann man da nicht sagen, unfassbar !!!
wie kann man so einen schreiben lassen
lachhaft ?
11:43
Warum kann man so unqualifizierte Schreiber, die ihre persönliche Meinung mit in einen Artikel fließen lassen, der objektiv sein sollte, nicht an irgendwas anderes setzen?
11:29
Ich finde es erschreckend wie oberflächlich die Berichterstattung hier ausfällt. Der Artikel ist gespickt mit subjektiven Beobachtungen, Halbwahrheiten, Häme und schlichtweg falschen Tatsachen.
Wrestling ist Theater. Klar. Zumindest zum Teil. Es nennt sich selbst nicht Sport, sondern sports entertainment - und das ist es auch. Kampfausgänge sind geplant, die Geschichten erfunden - aber der Rest ist realer als mancher glauben mag. Warum wird nicht erwähnt dass zwar das Resultat und wenige Aktionen (spots) feststehen aber die matches zu einem Großteil improvisiert sind?
Wer näher am Ring sitzt, sieht genau, dass die Schläge ihr Ziel verfehlen. > Nunja, wer näher am Ring sitzt, sieht ebenso wie Schläge treffen (betrachten Sie mal einen Wrestler nach dem Kampf aus der Nähe...) und sich ein Sprung oder Sturz von der Ringecke auf die Matte (mit fingerdickem Schaumstoff überzogenes Sperrholz mit einer Feder in der Mitte unter dem Ring) nur schwer schauspielern lässt. Selbstverständlich schmettert niemand seinen Gegner mit voller Wucht auf den Ringboden – im Gegenteil: man schützt den Gegner (eigentlich eher Partner) so gut wie man kann und versucht es dennoch echt aussehen zu lassen. Dass ein Wurf (Suplex) o. ä. trotzdem nicht schmerzfrei von statten geht und nicht „gestellt“ werden kann, sollte jedem klar sein.
Zudem finde ich es schade die Besucher eines Event, das Vielen gefallen hat, als naiv darzustellen nur weil diese Spaß haben und die show genießen (z.B. durch Buhrufe oder mitfiebern)... Manchem Autor kann man diese Naivität wohl ebenso in der Recherche unterstellen.
Wer kritisiert prophetische Gaben seien unnötig, um den Ausgang der Auseinandersetzung vorherzusagen, der hat das Prinzip des Wrestlings leider nicht verstanden. Eine schlechte Grundlage für einen Artikel.
Vermutlich sollte der Artikel aber auch nicht anders ausfallen als er es tut. Schade eigentlich. Man muss kein Wrestlingfan sein, aber man sollte solch ein Event auch nicht mit einer bereits feststehenden Meinung betreten um dies dann danach spürbar in einem Artikel kundzutun.
Zudem befindet sich ein Rechtschreibfehler in Absatz sieben.
17:08
Für 140 Euro in der dritten Reihe dort zu sitzen und unmotivierte Wrestler zu sehen, war schon erschreckend.
Am frühen Nachmittag hatte die deutsche Liga wXw eine Show in Düsseldorf, wo ich für 20€ in der ersten Reihe sass und grade vom Hauptkampf überzeugt wurde.
Nett, dass mir mein Ebayverkäufer diesen Tipp noch gegeben hat.
09:25
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