Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Flugzeugabsturz

Wrack von Missoni-Flugzeug in Venezuela gefunden

27.06.2013 | 18:38 Uhr
Wrack von Missoni-Flugzeug in Venezuela gefunden
Der italienische Modemacher Vittorio Missoni wird seit einem halben Jahr vermisst. Jetzt wurde das Wrack seines Flugzeugs entdeckt.Foto: dpa

Caracas/Rom.   Ein halbes Jahr lang blieb das Schicksal des italienischen Mode-Unternehmers Vittorio Missoni ungeklärt. Er verschwand im Januar mit einem Flugzeug in der Karibik. Jetzt ist das Wrack der zweimotorigen Maschine geortet worden.

Rund sechs Monate nach dem Absturz eines Flugzeuges mit dem italienischen Mode-Unternehmer Vittorio Missoni an Bord ist das Wrack der Maschine in Venezuela entdeckt worden. Das Flugzeug mit den Kennnummer "YV2615" habe geortet werden können, teilte der Sprecher des venezolanischen Innenministeriums Jorge Galindo am Donnerstag in seinem Twitter-Account mit. Auch das italienische Außenministerium bestätigte den Fund. "Das Wrack befand sich in 70 Meter Tiefe, das Flugzeug war in mehrere Teile zerbrochen, aber die Nummer war lesbar", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Ansa.

Die zweimotorige Maschine BN2 (Islander) war am 4. Januar mit sechs Menschen an Bord von dem Karibik-Archipel Los Roques auf dem Weg zum internationalen Flughafen Maiquetía bei Caracas abgestürzt. Trotz wochenlanger Suche fehlte von der Maschine und den sechs Insassen jede Spur. Auch italienische Rettungsmannschaften waren nach Venezuela geflogen und hatten bei der Suche geholfen.

Flugzeug-Wrack im Meer geortet

Die Zeitung "El Universal" berichtete, die Wrackteile seien im Norden von Los Roques in einer Meerestiefe von mehr als 70 Metern geortet worden. Das bestätigte auch die Missoni-Familie in einer Mitteilung. "Im Moment werden in Venezuela die Möglichkeiten für eine Bergung des Flugzeugs untersucht", hieß es dort laut Ansa. "Die Familie bedankt sich bei der venezolanischen und bei der italienischen Regierung für den Einsatz, der die Suche möglich gemacht hat."

Lesen Sie auch:
Mode-Unternehmer Missoni in der Karibik abgestürzt

Der italienische Mode-Unternehmer Vittorio Missoni (58) und seine Frau sollen in der Karibik mit einemFlugzeug abgestürzt sein. Die Maschine mit insgesamt sechs Menschen an Bord verschwand bereits am Freitag auf dem Weg von der Inselgruppe Los Roques in die Hauptstadt Caracas.

Der damals 58-jährige Missoni hatte gemeinsam mit seiner Ehefrau Maurizia auf der rund 170 Kilometer nördlich von Caracas in der Karibik gelegenen Inselkette Los Roques Urlaub gemacht. Das Paar war gemeinsam mit zwei weiteren italienischen Touristen und den beiden venezolanischen Piloten an Bord der Maschine, als diese abstürzte.

Vittorio war Erbe des Mode-Imperiums Missoni, das für Strickware mit bunten Mustern bekannt ist. Das italienische Familienunternehmen wurde 1953 gegründet. Vittorios Vater Ottavio, der Firmengründer, war im Mai im Alter von 92 Jahren gestorben. Das Verschwinden des ältesten Sohnes, der zuvor auch Chef der Modefirma war, hatte die Familie schwer belastet. (dpa)


Kommentare
Aus dem Ressort
"Wegeheld" - neue App für Hardcore-Radler und Denunzianten?
Apps
Im Straßenverkehr herrscht eine Zweiklassen-Gesellschaft. So sehen es jedenfalls die Macher einer neuen Smartphone-App. Nutzer sollen rücksichtslose Autofahrer an den Online-Pranger stellen. Wer sie nutzt, wird zum "Wegeheld" stilisiert. Juristisch ein fragwürdiges Verhalten.
Formel-1-Chef Ecclestone weist Bestechungsvorwürfe von sich
Bestechungsprozess
Zum Auftakt des Bestechungsprozesses gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gab sich der Brite zuversichtlich. Begleitet von seinen Anwälten ließ der Milliardär eine Erklärung vorlesen, in der er alle Vorwürfe bestritt. Stattdessen sei er von einem Bankenmanager erpresst worden.
Formel-1-Chef Ecclestone weist Bestechungsvorwürfe von sich
Bestechungsprozess
Zum Auftakt des Bestechungsprozesses gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gab sich der Brite zuversichtlich. Begleitet von seinen Anwälten ließ der Milliardär eine Erklärung vorlesen, in der er alle Vorwürfe bestritt. Stattdessen sei er von einem Bankenmanager erpresst worden.
Merkel wieder auf Time-Liste der mächtigsten Menschen
Top 100
Vor einem Jahr hieß es: Merkel ist raus. Das US-Magazin "Time" sah sie nicht mehr unter den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Jetzt ist sie wieder drin. Die Laudatio auf die Kanzlerin hielt Fußball-Ikone Jürgen Klinsmann. Er nannte Merkel "Verwandlerin Deutschlands".
Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei geht schief
PR-Reinfall
Die PR-Kampagne ging nach hinten los: Via Twitter hat die Polizei in New York Bürger aufgerufen, Fotos mit Polizisten im Online-Netzwerk hochzuladen. Doch der Hashtag #myNYPD entwickelte sich zum "Bashtag" - zum Schimpf-Stichwort. Statt freundlicher Fotos gab's Bilder von prügelnden Cops.
Umfrage
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?

Schalke-Boss Clemens Tönnies hat einen Besuch der Mannschaft im Kreml in Aussicht gestellt. Wie sehen Sie das: Darf Schalke öffentlichkeitswirksam Herrn Putin besuchen?