Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Schweden

Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie

18.06.2012 | 18:45 Uhr
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
„Noch wilder – noch spannender“, versprach der Tierpark. Jetzt hat ein Wolfsrudel eine Tierpflegerin getötet. Foto: ap

Norrköping.  Vor allem Familien mit kleinen Kindern sollen in die abenteuerliche Welt eines schwedischen Tierparks gelockt werden. Das empfinden viele nun als unpassend. Denn Wölfe haben eine Pflegerin angefallen und getötet.

„Noch wilder – noch spannender“, so lautet die makabere Botschaft des Tierparks Kolmården nahe der mittelschwedischen Stadt Norrköping. Zum Ferienbeginn wirbt der Tierpark mit dem Slogan auf allen privaten TV-Kanälen und im Radio Schwedens. Vor allem Familien mit kleinen Kindern sollen in die abenteuerliche Welt des Tierparks gelockt werden. Unpassend, finden viele nun.

Denn Wölfe haben eine Wärterin getötet. Kollegen fanden die 30-jährige Frau leblos im Freigehege des Rudels, das sie allein betreten hatte. „Wir glauben, dass es sehr schnell gegangen ist“, sagte der Chef des Tierparks, Mats Höggren, einer Boulevardzeitung. Die Frau habe es am Sonntag kurz nach Beginn der Öffnungszeit nicht mehr geschafft, über Funk Hilfe herbeizurufen. Die Wärterin galt eigentlich als erfahren und vertraut mit den acht Tieren.

Tierpark wirbt mit "Nahkontakt mit Wölfen"

Zu den beliebtesten Attraktionen in Kolmården gehört die Möglichkeit für Besucher, unter Aufsicht des Personals das Wolfsgehege zu betreten. Der Tierpark wirbt mit dem Motto „Nahkontakt mit Wölfen“. Über eine Stunde lang dürfe man mit den eigentlich gar nicht so gefährlichen Tieren zusammen sein, heißt es im Internet. Dieses Angebot wurde nach dem Tod der Pflegerin sofort ausgesetzt.

Was den Angriff des Rudels auf die Wärterin konkret ausgelöst haben könnte, blieb unklar. Allerdings räumte Höggren ein, dass es in der Vergangenheit einige „kleinere Vorfälle“ mit den Wölfen gegeben habe.

Angelika Wölke



Kommentare
20.06.2012
12:16
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von MeisterRosenfeld | #6

Wölfe sind und bleiben einheimische Wildtiere, sie gehören nicht eingesperrt !

19.06.2012
01:32
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von Erdi67 | #5

Wer mit Feuer spielt....verbrennt sich die Finger !!!

war immer so....

19.06.2012
01:18
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von doddl2 | #4

@ Mondschatten | #3

Viel entscheidender ist hier die Info: ein Rudel. Ein Wolf ist kein Risiko, aber die Hierarchie nicht mehr zu sehen und Verschiebungen, Machtkämpfe darin wahrzunehmen, ist dann irgendwann fatal.

Ist im Grunde aber auch egal, weil es mir einfach leid tut für jemanden, der sich für diese Tiere engagiert hat - und ggf. einen Fehler begangen hat.

19.06.2012
00:31
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von Mondschatten | #3

Einen wilden Wolf werden Sie außer in Notsituationen nie in der Nähe von Menschen antreffen. Aber natürlich ist ein Wolf ein Raubtier. Irgendwie scheint bei allzu vielen Menschen immer noch so ein Mythos festzsitzen, Wölfe, wahlweise auch Bären, Haie, Tiger, - mit beliebigem Beutegreifer fortsetzen - würden nur darauf warten, aus dem Wald hervorzustürmen, um den nächsten x-beliebigen Wanderer anzufallen. Da zeigt sich die Naturfremdheit des Zivilisationsmenschen.
Das andere Extrem ist die Verschmusetierung von Wildtiere, und dazu tragen solche fragwürdigen Kontaktaktionen wie diese hier mMn bei. Zumal Zoowölfe keine wilden Tiere sind. Ihnen fehlt die Scheu ihrer wilden Artgenossen. Darauf setzt man bei solchen Kontakaktionen. Hier hat sich die Schattenseite gezeigt.

18.06.2012
22:09
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von jmeller | #2

In Pakistan habe Wölfe zwei Kleinkinder getötet.und verspeist.

Und in Sibirien greifen im Winter Wölfe,wenn sie nichts zu fressen haben , auch Menschen an.

Es ist ein Märchen das Wölfe Menschen nicht angreifen.

18.06.2012
21:18
Wolfsrudel greift Tierpflegerin an und tötet sie
von kumpelanton | #1

Und die selbsternannten Naturschützer freuen sich, wenn Wölfe hier wieder heimisch werden und wollen uns erzählen, wie harmlos die sind!

Aus dem Ressort
ICE rast bei Ingolstadt gegen einen umgestürzten Baum
Bahn-Unfall
Am Sonntagabend prallte ein ICE auf der Strecke zwischen Ingolstadt und München gegen einen Baum. Bei dem Unfall wurde zwar niemand verletzt, doch die Oberleitung auf einer Länge von 750 Metern von den Masten gerissen. Für die Fahrgäste begann mit dem Unfall eine lange Nacht.
Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt in NRW gestiegen
Gewalt
Häusliche Gewalt nimmt immer mehr zu - die Zahl der Strafanzeigen hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Bei einer Tagung wollen Ärzte nun überlegen, wie sie den Opfern besser helfen können. Sie glauben, dass nicht nur die reale Zunahme der Gewalttaten Grund für Anstieg ist.
Boh glaubse - Glückwunsch zum 60. Geburtstag, Uwe Lyko!
Herbert Knebel
Uwe Lyko wird 60, also so alt, wie seine Bühnenfigur Herbert Knebel schon immer war. Der Komiker sieht sich selbst aber noch weit von der seiner Bühnenfigur entfernt. Ein Interview übers Alter, die Rente und das neue Affentheater-Programm „Männer ohne Nerven“.
Wie Sie gelassen bleiben, wenn Ihr Kind eine Nervensäge ist
Kinder
Bücher mit Erziehungstipps gibt es wie Sand am Meer. Die Redaktion hat fünf Ratgeber herausgesucht, die Väter und Mütter bei dem „schönsten Job der Welt“ unterstützen. Denn in vielen Fällen ist das problematische Verhalten der Kinder nicht Bedrohung, sondern als Entwicklungschance zu sehen.
Experten rechnen mit Bevölkerungsexplosion auf der Erde
Weltbevölkerung
Eine neue Studie sagt eine Bevölkerungsexplosion bis zum Jahr 2100 voraus. Mehr als zwölf Milliarden Menschen sollen dann auf der Erde leben. Heute sind es gerade 7,2 Milliarden. Die Folgen für Natur, Energie und Wohnen wären dramatisch.
Umfrage
Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

 
Fotos und Videos