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Wolf im Westerwald offenbar erschossen

23.04.2012 | 15:54 Uhr
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Wolf im Westerwald offenbar erschossen
Der Wolf, der Ende März im Kreis Neuwied fotografiert worden war, war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit mehr als 130 Jahren. Ein Spaziergänger fand den Kadaver des erschossenen Tieres am Samstag, berichtete die Polizei in Koblenz. Foto: Polizeipräsidium Koblenz/dapd

Hachenburg/Seck.   Der Wolf, der Ende März im Westerwald gesichtet worden war, ist offenbar erschossen worden. Der Landesjagdverband sprach von „einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Naturschutzgesetz“ und setzte eine Belohnung für Hinweise aus: Der Täter müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Westerwald-Wolf ist tot. Spaziergänger fanden das erschossene Tier am Samstag in einem abgelegenen Waldstück nahe Hachenburg (Rheinland-Pfalz), wie Kreisjagdmeister Bernd Schneider am Montag in Seck bestätigte. Der Landesjagdverband sprach von „einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Naturschutzgesetz“. Der Täter müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Der Verband setzte daher eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zu dessen Ergreifung des Täters führen. Die Polizei ermittelt die Umstände des Abschusses.

Kreisjagdmeister Schneider sagte, weder hätte in dem Revier am Samstag eine Jagd stattgefunden noch seien dessen Pächter zugegen gewesen. Es sei „vollkommen unverständlich“, warum jemand den Wolf abgeschossen habe . „Das ist alles sehr dubios“, sagte er. Das Tier, ein zwei Meter langer und 30 Kilogramm schwerer Rüde, sei eindeutig erschossen worden, Ein- und Ausschusslöcher zeigten dies. Ein Spaziergänger aus Köln habe das tote Tier gefunden. Der Kadaver sei ins Landesuntersuchungsamt nach Koblenz überführt worden.

Wolf war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit mehr als 130 Jahren

„Wir sind entsetzt über diese traurige Nachricht“, sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landesjagdverbands Kurt Alexander Michael. Der Abschuss des Wolfes müsse aufgeklärt werden. Sollte es sich dabei um einen Jäger handeln, drohe diesem neben einer hohen Geldstrafe der Entzug des Jagdscheins.

Der Wolf war Ende März erstmals im Kreis Neuwied nahe der Ortschaft Steimel von einem Spaziergänger gesehen und fotografiert worden. Es war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit mehr als 130 Jahren. In Deutschland leben Wölfe vor allem in Ostdeutschland. Seit ihrer Rückkehr im Jahr 2000 sind in deutschen Wäldern etwas mehr als 100 Tiere heimisch geworden. (dapd)

Kommentare
24.04.2012
15:35
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von jessiesrevenge | #11

ich glaube nicht das es ein Jäger war. Erstens solten die sich eigentlich mit der Tierwelt auskennen und so ein Wolf sieht eben doch anders aus als ein Hund. Und benimmt sich auch anders.
Zudem sind beide Schüße anscheinend im Magen oder Niere des Tieres gelandet, ich glaube nicht das ein geübter Jäger in diese Körpergegend schießen würde. Es sei denn, er steht drauf zu sehen das das Tier qualvoll stirbt.
Es wird wohl eher ein unwissender Spaziergänger oder ähnliches gewesen sein mit entsprechender Bewaffnung (vielleicht mal die Bauern ume Ecke befragen, bevorzugt die, die draußen Schafe, Gänse oder Hühner halten) bin mal gespannt was die Obduktion bringt, wenn die Kugeln aner Rippe abgeprallt sind, oder nur eine Niere geschrabbt haben, hat das Tier sicher noch ne Weile damit gelebt und könnte sich noch bis dahin geschleppt haben, dann wirds schwer die Kugeln zu finden.

1 Antwort
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von juedue | #11-1

Doch, es war ein 71 jähriger Jägersmann aus Köln...

24.04.2012
13:55
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Name von Moderation entfernt | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.04.2012
10:14
Wolf im Westerwald
von freischwimmer | #9

ich glaube es nicht es ist soweit ! wir sind bei Rotkäppchen im Westerwald !

24.04.2012
09:10
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von oderfla | #8

....ich glaub auch, dass der arme wolf mit einem illegal freilaufenden und wildernden hund verwechselt wurde und dann aus sicht des jägers rechtmäßig abgeknallt wurde. .....

schließlich lassen sehr viele hundefreunde ihre lieblinge im wald von der leine...........was nicht nur die jäger stört.....

24.04.2012
07:51
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von Elfentraum | #7

wahrscheinlich ein Jäger, der den Wolf mit einem streunenden Hund verwechselt hat ... so wie ja auch immer wieder Wildkatzen mit streunenden Hauskatzen verwechselt und abgeschossen werden .... Der Mensch, das einzige Tier mit Lizenz zum Töten!

24.04.2012
07:35
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von bfku | #6

ich glaube ja einige sind sich nicht ganz im klaren über die aufgaben eines jägers.... polizisten erschiessen ja schließlich auch bloß bankräuber und mörder und nehmen keine diebstähle auf, wofür gibt es schliesslich politessen....

24.04.2012
00:02
Wolf im Westerwald offenbar erschossen
von mirap | #5

als abschreckung den täter in den nächsten zoo schleppen und nackt in das wolfsgehege werfen......

am nächsten tag die reste einsammeln.....

sowas wäre die richtige art mit solchen typen umzugehen.....

23.04.2012
18:14
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Name von Moderation entfernt | #4

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23.04.2012
16:30
Ermittlungen zweifelhaft.
von unbestechlicher | #3

Wenn hier richtig ermittelt werden sollte dann sollte man nicht auf Jäger hören sondern erst einmal den genauen Todeszeitpunkt des Tieres bestimmen lassen. Das geht nicht an einem Montag Vormittag wie Biologen sicher bestätigen. Steht dieser fest, die Handyortsdaten der dort ansässigen Jagdpächter prüfen. Waren sie nicht in der Nähe ,haben sie auch nichts zu verbergen. Erzählen tun sie immer viel. Nur das Wölfe ihnen kein Dorn im Auge sind glaubt kein Mensch. In den einschlägigen Foren würden sie am liebsten alle Wölfe ausrotten, nur erwischen lassen eben nicht. Warum wohl klemmen sie sich sofort an die Ermittlungen? Um sie in eine Richtung zu lenken die keine Ergebnisse bringen? Die erste Sichtung dieses Wolfes kam von einem Jäger, gefilmt wurde er von einem Jäger also wußten auch Jäger genau wo er sich rumtreibt.

23.04.2012
16:23
Wozu fragt man einen Jäger?
von unbestechlicher | #2

Das hier nur ein Jäger in Frage kommt sollte jedem klar sein. Und das es sich um eine großkalibrige Waffe handelt bei Ein und Ausschuss, dazu braucht es auch keinen Jäger. Allerdings ist es doch komisch das der Kreisjägermeister weiß das Samstags kein Jäger unterwegs war. Wer sagt denn das der Wolf am Samstag getötet wurde??? Anhand der Leichenstarre oder deren Auflösung (ca. 36 Std. bei Kälte länger). Dazu braucht man auch keinen Jäger sondern Biologen. Und 1000€ Belohnung sind eher lächerlich oder Alibi. Wenn man wohlhabend ist und sein Geld mit Kinderferien auf dem Hof verdient ist das nicht viel. Auch das "abgelegene" Waldstück deutet auf Jäger hin die auch gerne so abgeschossene Haustiere verschwinden lassen. Ein Grund warum Waldbesucher besser nur auf festen Wegen laufen sollten. Es gibt zuviel zu entdecken, manchmal auch abgeschossene artgeschützte Tiere. Das hier richtig ermittelt wird bezweifle ich schon angesichts dieser Presseartikel mehr als stark.

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