Wohnmobile – So finden Sie das passende Modell für die Reise

Eine Reise mit dem Wohnmobil ist für viele Verbraucher der Inbegriff von Freiheit.
Eine Reise mit dem Wohnmobil ist für viele Verbraucher der Inbegriff von Freiheit.
Foto: imago/imagebroker
Was wir bereits wissen
Urlaub mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Doch die verschiedenen Fahrzeugtypen sind nicht für jeden Reisenden gleich gut geeignet. Ein Überblick.

Essen.. Die Unterkunft immer dabei, einfach zusammenpacken, wenn’s nicht gefällt und weiter der Sonne entgegenfahren – für viele Urlauber ist Camping mit dem Wohnmobil der Inbegriff von Freiheit. Doch gerade Einsteiger dürften sich vor der großen Reise fragen: Welches Modell ist eigentlich das Richtige? Eine goldene Regel gibt es nicht: „Der richtige Fahrzeugtyp richtet sich natürlich immer nach den Ansprüchen des Reisenden“, sagt Vera Höfer vom Camping Industrie Verband (CIVD). Mit ihrer Hilfe haben wir verschiedene Fahrzeugtypen zusammengestellt und erklären ihre Vor- und Nachteile.

Der Klassiker

Wer an Wohnmobile denkt, sieht meist ein Fahrzeug mit vorgewölbter Nase über dem Fahrerhaus vor sich: dem Alkoven. Dieser bietet zusätzlichen Platz zum Schlafen oder Verstauen. Ideal, wenn Kinder, Haustiere oder sperriges Gepäck mit auf Reisen gehen sollen. Und: „Paare genießen im oberen Schlafbereich ruhige Privatsphäre“, sagt Höfer: „Aus diesem Grund werden sie häufig von Familien genutzt.“ Die wuchtigere Bauform der Alkoven-Reisemobile (ab ca. 35.000 Euro) hat auch einen Nachteil: Das Fahrzeug verbraucht mehr Benzin. Ungeübte Fahrer könnten zudem Probleme mit den Maßen und dem hohen Schwerpunkt haben, durch den sich das Wohnmobil in Kurven deutlich zur Seite neigt.

Der Windschnittige Hintergrund

Anders als Alkovenmobile sind so genannte teilintegrierte Reisemobile (ab ca. 40.000 Euro) nicht so hoch und haben auch keine vorgewölbte Nase. Den Namen verdanke das Fahrzeug seiner Sitz-Anordnung, so Höfer: „Die Sitze im Fahrerhaus sind in der Regel drehbar und lassen sich so im Wohnbetrieb in den Essbereich integrieren. Fahrerhaus und Wohnbereich sind also unmittelbar miteinander verbunden.“ Durch den Verzicht auf ein aufgewölbtes Dach sind die Fahrzeuge günstiger im Verbrauch. Das Bett findet sich dort im Heck statt über dem Fahrerhaus. Vor allem für Paare gebaut, seien teilintegrierte Wohnmobile genau das Richtige für alle, die einfach ins Bett fallen wollen, statt abends noch einen Alkoven zu erklimmen.

Die Königsklasse

Für wen Geld nur eine untergeordnete Rolle spielt, der kann über den Kauf eines vollintegrierten Reisemobils (ab ca. 50.000 Euro) nachdenken – alle anderen können die Annehmlichkeiten zumindest zur Miete erleben. Bei diesen Modellen, die aussehen wie kleine Reisebusse, sind Fahrerhaus und Wohnbereich aus einem Guss gefertigt. Charakteristisch sind zudem laut CIVD die große Panoramascheibe im Cockpit und das Hubbett über den Vordersitzen, das zwei Personen Platz bietet. So angenehm das Reisen mit diesen komfortablen Modellen auch ist, bei der Wartung kann man zum Teil noch einmal ordentlich draufzahlen. Denn nicht immer sind alle Bauteile gut zu erreichen, was längere Arbeitszeiten und damit auch höhere Wartungskosten zur Folge hat.

Der Flexible Wohnwagen

Ganz im Trend liegt man derzeit mit einem Campingbus (ab ca. 45.000 Euro) oder ausgebautem Kastenwagen (ab ca. 35.000 Euro). Diese kompakten, wendigen Modelle würden seit einigen Jahren vermehrt nachgefragt, sagt Höfer, „da diese bereits zu günstigen Einsteigerpreisen zu haben sind und sich auch hervorragend für die Nutzung im Alltag eignen.“

Während man im Campingbus die Schlafplätze erst noch aufbauen muss (Sitzbank im Fond umdrehen, Faltdach aufklappen), lassen sich im Kastenwagen Betten, Sitzgruppe und Küchenzeile ohne Umbauten benutzen. Außerdem gehören ein Bad mit Toilette und Dusche zur Ausstattung – Komfort, den Campingbusse mangels Grundfläche in der Regel nicht bieten.

Beide Modelle eignen sich gut für junge Reisende, Paare oder Alleinurlauber. Sie benötigen wenig Stellfläche, sind einfach zu steuern und ohne besonderen Führerschein zu fahren.