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Warum sich Männer immer öfter operieren lassen

31.05.2013 | 18:31 Uhr
Warum sich Männer immer öfter operieren lassen
Foto: ThinkStock

Essen.  Lasern, liften, Botox spritzen - Männer legen sich immer häufiger unters Messer, um die Zeichen von Stress und Alter zu entfernen: „Entspannt zu sein, das bedeutet, Freizeit zu haben – und Freizeit ist heute der größte Luxus.“ Aber wie verändert das unser Männerbild? Während die Laser leise surren, reitet der Marlboro-Mann auf und davon.

Ein Kasten auf Rollen brummt dumpf, eines seiner Kabel führt unter eine Wolldecke. Darunter liegt Christian Weber, in einem Behandlungszimmer des Bochumer Josef-Hospitals. Er leidet an einer neuen Volkskrankheit, nennen wir sie: Unzufriedenheit. Weber ist ein lockerer, offener Typ und hat sich spontan bereit erklärt, über diese Unzufriedenheit zu sprechen (aber seinen richtigen Namen möchte er hier doch nicht lesen). Der Fünfzigjährige hat ein markantes Gesicht, einen schlanken Körper und beeindruckend muskulöse Oberarme. Und – sein Problem? Wird gerade schockgefrostet, unter der Wolldecke. „Als ich aufhörte zu rauchen“, sagt Weber, „bildeten sich diese kleinen Speckrollen über der Hüfte. Die bin ich einfach nicht mehr losgeworden, trotz Fußballspielen und extra Bauchtraining.“

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Schönheitsoperationen liegen bei Männern im Trend

Bauch weg, Falten weg – mit Fettabsaugen oder Laser kämpfen immer mehr Männer gegen die Pölsterchen an. Die Medizin macht vieles möglich. Hier ein Check, was Botox und Co. können und was der Spaß kostet.

Die Männer tun es den Frauen nach – und lassen sich mit moderner Medizintechnik verschönern. Lassen sich lasern und liften, Botox spritzen und Fett absaugen. Zugleich verändert ihre entschlossene Selbstmodellierung bisherige Vorstellungen von Männlichkeit. Menschliches Schönheitsstreben zieht sich durch die Jahrhunderte, wird aber in der Mediengesellschaft befeuert durch eine nie dagewesene Bildermacht. Dabei rührt es an eine Sehnsucht, die schon die antiken Philosophen beschäftigt hat: Schönheit ist ein Glücksversprechen.

Die Methode, mit der Christian Weber seine Speckröllchen abschmilzt, heißt „Coolsculpting“: Das Fett wird durch die niedrige Temperatur so geschädigt, dass der Körper in den Tagen und Wochen danach die Zellen selbständig abbaut. „Die Einfriermethode ist brandneu“, sagt Klaus Hoffmann, Leitender Arzt der Abteilung für ästhetisch operative Medizin der Unihautklinik Bochum. Im Carree des Josef-Hospitals behandelt er seit zehn Jahren Patienten, die mit sich unzufrieden sind. Die ihren Falten mit Botox die Stirn bieten wollen oder ihren Fettpolstern mit Lasern zu Leibe rücken, Laser, die das Gewebe schrumpfen lassen „wie die Pilze in der Pfanne“. Hoffmann ist ein kumpeliger Typ, kein Schönredner. Hüftröllchen sind Hüftröllchen. In Chirurgenkreisen werden sie auch „Prinzenrolle“ oder „Love Handles“ genannt (übersetzen Sie bitte selbst).


Kommentare
02.06.2013
12:56
Warum sich Männer immer öfter operieren lassen...
von wohlzufrieden | #1

oder, warum uns die Medien immer mehr verblöden wollen...

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