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"MM" - die amerikanische Göttin der Liebe

Der Tod einer Ikone - vor 50 Jahren starb Marilyn Monroe
Marilyn Monroe im Griffith Park in Los Angeles, ca. 1950.Foto: Getty

Der Umstand, dass der „amerikanischen Göttin der Liebe“, wie die Schriftstellerin Joyce Carol Oates „MM“ nannte, bis heute eine wechselvolle Dreier-Beziehung mit Ex-Präsident John F. Kennedy und dessen Bruder Robert angedichtet bleibt, hat der Mystifizierung ihres Todes weiteren Vorschub geleistet. Schon 1986 wartete die englische BBC mit der These auf, die Monroe sei nach einem in lautstarkem Streit geendeten Abschiedsbesuch von Robert Kennedy, beobachtet von Monroes damaligem Sekretär Norman Jeffries, gestorben. Sechs Jahre später legten die Journalisten Peter Brown und Patte Barham mit Indizien für die Vermutung nach, dass die Kennedys aus Angst vor einem Bekanntwerden der Affäre den Geheimdienst CIA das tödliche Werk vollbringen ließen. Alle Versuche, den Fall erneut vor Gericht zu bringen, scheiterten bis heute an der Justiz.

Ein echter Klassiker: Monroe mit Jack Lemmon (r.) und Tony Curtis in „Manche mögen’s heiß“.Foto: AFP

Das Rätselraten geht weiter. Auch am Sonntag, wenn wieder Tausende an das Grab auf dem Friedhof im „Westwood Village Memorial Park“ bei Los Angeles strömen werden, um Blumen vor der Grabkammer mit der Aufschrift „Marilyn Monroe 1926 - 1962“ niederzulegen. Im Radio werden die Abschieds-Balladen von Elton John („Candle In The wind“) und Pete Seeger erklingen. Und die Fernsehstationen nehmen die Klassiker ins Programm. Auf dass einer der größten Storys des 20. Jahrhunderts nie aufhört, Mitleid und Mitgefühl auszulösen. Dabei ist am Morgen des 5. August 1962 in der ersten Nachrichtensendung einer kleinen Radiostation in Los Angeles bereits alles gesagt worden: „Seit Jean Harlow hat nie wieder eine Frau die weibliche Schönheit in einem solchen Maße verkörpert wie sie.“ Gefunden wurde Marilyn Monroe von Ralph Greenson. Ihrem letzten Psychiater. Und Liebhaber.

Dirk Hautkapp

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