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Ginkgo fürs Hirn

12.02.2010 | 19:20 Uhr
Ginkgo fürs Hirn

Ginkgo ist heute ein gängiges Mittel, um die Durchblutung – vor allem des Gehirns – zu stärken. Ginkgo hat aber schon eine lange Tradition.

Waren es vor fast zweihundert Millionen Jahren noch zahlreiche Ginkgogewächse, die quer über die ganze Erde verbreitet waren, konnte nur der Ginkgo biloba in einem kleinen Teil Ostasiens überleben. Heute gilt es als eine Art Anti-Aging-Mittel – was die geistige Kraft betrifft.

Ginkgoextrakt erhält vor allem im Gehirn den Energiestoffwechsel auch unter Sauerstoffmangel aufrecht und fängt Sauerstoffradikale ab. Außerdem verflüssigt er das Blut und verbessert damit die Zirkulation in den feinen Gefäßen und den Abtransport von Stoffwechselprodukten. Studien konnten belegen, dass sich unter Ginkgo-Gabe die Konzentrationsfähigkeit steigern ließ. Wie die Untersuchung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf beweist.

Studie der Uniklinik

Über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen waren Patienten mit beginnenden Hirnleistungsstörungen (z.B. Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit, nachlassender Aufmerksamkeit) ambulant mit einem Ginkgo-Spezialextrakt behandelt worden. Schon nach dieser kurzen Zeit sei es beim Großteil der Patienten zu einer Verbesserung der mentalen Leistungsfähigkeit, der Lebensqualität und der Lebenszufriedenheit gekommen. Wissenschaftliche Tests (MMST, anerkanntes Instrument zur Erfassung kognitiver Hirnleistung) ergaben eine Verbesserung bei 76,5 Prozent der Patienten. 61,2 Prozent erfuhren in der körperlichen, 72,4 Prozent in der psychischen Komponente der Lebensqualität eine Verbesserung. Fazit der Studienleiter: Mit der Konzentration kam auch der Lebensschwung zurück, besonders bei den jüngeren Teilnehmern, den 50- bis 65-Jährigen.

Ginkgo gilt auch als Mittel, um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu verzögern. In Fachzeitschriften wird darüber diskutiert, dass der Einfluss von Ginkgo so groß ist, dass der Verlauf der Alzheimer-Krankheit im Iedealfall sogar aufgehalten werden könne. Wichtig: Die Beschwerden, gegen die Ginkgo verwendet wird, sollten von einem Arzt abgeklärt werden. Ein Spezialextrakt aus den Blättern ist als Tabletten oder Tropfen in Apotheken erhältlich.

Petra Koruhn, Heilpraktikerin

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