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Fasten muss nicht sein

19.02.2010 | 17:18 Uhr
Fasten muss nicht sein

Anfang eines Jahres haben wir schon mal darüber nachgedacht, weniger zu essen. Und dann sind doch mal wieder einige üppige Mahlzeiten dazwischengekommen. Aber jetzt könnten wir eigentlich die Zeichen der Zeit beherzigen: Es ist Fastenzeit – wie wär’s mit Wasser und Tee?

In den meisten Fällen ist das nicht nur gruselig, sondern auch ungesund. Von heute auf morgen das Essen einzustellen, hat mit Gesundheit nichts zu tun. Im Gegenteil: Es ist im höchsten Grade belastend für Herz und Kreislauf. Es macht müde und stresst. Wer arbeiten muss, sollte rigoroses Fasten komplett vergessen. Fasten geht nur in einer Ausnahmesituation von Ruhe und Entspannung.

Aus gesundheitlichen Gründen muss kein Mensch fasten. Keine Leber, keine Niere muss „entgiftet“ werden. Das macht der Körper in seiner ganz normalen Arbeitsroutine. Was aber wichtig ist, dass man ihm nicht ständig Gifte anbietet. Am besten geht das so: Mal eine Woche ganz ohne Alkohol. Vielleicht sogar einen Monat ohne. Wobei, denken Sie daran: Ganz ohne Alkohol lebt der Mensch ungesünder. Ein halbes Glas Wein hat nachgewiesenermaßen therapeutischen Nutzen für die Gefäße.

Wann man defenitiv zu dick ist

Wer allerdings unter krankhafter Adipositas leidet, kann sich in einem Adipositas-Zentrum oder in einer Fachklinik betreuen lassen. Wann aber ist man definitiv zu dick? Manches ist augenfällig. Zum Beispiel, wenn man sich vor Körpermasse gar nicht mehr bewegen kann.

Die Berechnung des Körperumfangs per Body-Maß-Index (BMI) allerdings ist längst nicht immer die verlässliche Berechnungsgröße. Der BMI, der sich aus dem Körpergewicht, geteilt durch die Körpergröße im Quadrat berechnet, gilt selbst für viele Ernährungs-Experten als zu kompliziert.

Vor allem aber krankt der BMI daran, dass er nicht misst, wo das Übergewicht sitzt. Das aber ist von entscheidender Bedeutung. Jemand, der (oder die) insgesamt füllig ist, braucht sich keinesfalls gleich krankhaft übergewichtig zu fühlen. Wer jedoch das Fett hauptsächlich am Bauch und Hüften trägt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-, Kreislauferkrankungen.

Wer nur Fettpölsterchen los werden will, sollte den Klassiker wählen: dauerhaft weniger essen und sich dauerhaft bewegen.

Petra Koruhn, Heilpraktikerin

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