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Fantasy

Der Tod kommt im Schlaf

22.06.2012 | 18:35 Uhr
Der Tod kommt im Schlaf
Markus Heitz während einer Lesung in Duisburg. Foto: Tanja Pickartz

Essen.   Mit originellen Vampirthrillern und der Fantasy-Saga „Die Legenden der Albae“ ließ Markus Heitz bereits das Blut seiner Leser gefrieren. Sein neues Fantasy-Buch „Oneiros – Tödlicher Fluch“ über so genannte Todschläfer ist vergleichsweise spannend.

In Paris rast ein voll besetzter Airbus in ein Flughafenterminal. Ein Rätsel für die Ermittler, zumal sämtliche Insassen bereits vorher tot waren. Bis auf einen, der die Katastrophe verursachte und der nun durch halb Europa flüchtet – vor seinen Häschern und vor dem Tod.

Markus Heitz, der zuletzt mit seinen originellen Vampir-Thrillern und der Fantasy-Saga um „Die Legenden der Albae“ die deutschen Buchcharts stürmte, kommt auch in seinem jüngsten Fantasy-Werk „Oneiros – Tödlicher Fluch“ sofort zur Sache. Das heißt bei dem im Saarland lebenden Autor: Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite, ein Wahnsinns-Plot im doppelten Wortsinn und dazu außergewöhnliche Protagonisten.

Einer von ihnen ist der Bestatter Konstantin, ein früherer Agent. Eine andere ist die rücksichtslose und todkranke Wissenschaftlerin Kristin, die in einem dubiosen Institut in Minsk Hirnverpflanzungen bei Menschen erprobt. Dann gibt es noch einen mysteriösen britischen Geheimdienstagenten und eine kriminelle Edelsteinhändlerin aus Idar-Oberstein. Es geht um so genannte Todschläfer, in deren Nähe alles Leben sofort erlischt, sobald sie eingeschlummert sind. Es geht um die Liebe, um das Sterben, um Mythen, Märchen und Flüche. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Unvergleichlich beängstigend

Trotz der fantastischen Handlung bleibt Heitz immer so nah wie möglich an der Realität; das macht seinen Roman so unvergleichlich beängstigend. Alle relevanten Szenen um die Hauptfigur Konstantin ließ der Autor vom bekannten Kölner Bestatter Christoph Kuckelkorn überprüfen. Und in einem Kurzinterview (im Anhang) mit dem Direktor der Klinik für Neurochirurgie der Universitätsklinik des Saarlandes fragte Heitz den Homburger Professor Joachim Oertel unter anderem nach möglichen Hirntransplantationen. Oertels Antworten sind so interessant wie der Roman provokant ist.

  • Markus Heitz: Oneiros – Tödlicher Fluch, Knaur, 624 S., 14,99 Euro

Emmanuel van Stein



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