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Arthur Miller, Schriftsteller und Ehemann Nr. 3, sah in ihr das traurigste Mädchen

Der Tod einer Ikone - vor 50 Jahren starb Marilyn Monroe
Marilyn Monroe im Griffith Park in Los Angeles, ca. 1950.Foto: Getty
Ein Foto, das Geschichte schrieb: Am U-Bahn-Schacht in „Das verflixte 7. Jahr“ gelang es, ein Bild unauslöschlich ins Gedächtnis Hollywoods einzuprägen.Foto: ap

Arthur Miller, Schriftsteller (Tod eines Handlungsreisenden) und Ehemann Nr. 3, beschrieb seine Frau einmal als das „traurigste Mädchen, das ich kenne“. Bei der Kindheit kein Wunder. Schon als 9-Jährige, schreibt die ungewollt am 1. Juni 1926 als Norma Jean Baker zur Welt gekommene Tochter der schottisch-stämmigen Gladys Pearl Baker und des Norwegers Martin Edward Mortensen in ihrem Tagebuch, wurde sie das erste Mal vergewaltigt. Fehlender Halt in der Familie, die Mutter landete bald in der Psychiatrie, der Vater war abgängig, wuchs sich in Waisenhäusern und einem Dutzend Pflegefamilien zu einer zerstörerischen Angst vor dem Alleinsein und zugleich vor zu viel Nähe aus, die während ihrer gesamten Karriere anhielt. Erinnerungsorte: 1942 die erste Ehe im Überschwang mit dem jungen Marine-Soldaten James Dougherty. Monroe war 16. Zwei Jahre später folgt die Scheidung. 1946 der zaghafte Beginn der Film-Karriere, nachdem sie in einer Munitionsfabrik entdeckt worden war. Monroe schaltet von Brünett auf Blond um, auf Anraten ihrer PR-Agenten. 1953 das Titelfoto im ersten Playboy-Magazin. 1954 der Durchbruch auf der Leinwand mit „Blondinen bevorzugt“ und „Wie angelt man sich einen Millionär?“. Im gleichen Jahr die zweite Ehe mit dem opahaften Baseball-Star Joe DiMaggio. Auch hier ist nach zwei Jahren Schluss.

Die berühmte Szene am U-Bahn-Schacht

1955 die berühmte Szene am U-Bahn-Luftschacht in „Das verflixte 7. Jahr“. Der weiße, tanzende Faltenrock wird später einem reichen Fan bei einer Versteigerung 4,6 Millionen Dollar wert sein. 1956 die Ehe mit dem Schriftsteller Arthur Miller. 1959 das Kino-Comeback an der Seite von Tony Curtis und Jack Lemmon in der göttlichen Komödie „Manche mögen’s heiß“. 1962 der gehaucht gesungene Geburtstags-Gruß für John F. Kennedy im New Yorker Madison Square Garden. Im August dann das Ende. Gefunden wurde Marilyn Monroe unter einem Bettlaken, den Telefonhörer unter sich begraben, in ihrem Haus in Brentwood. Oder war es doch Mord?

So jung, so unschuldig wirkte Marilyn Monroe im Alter von 20 Jahren, noch bevor sie auf Blond schwenkte.Foto: ap

Auch ein halbes Jahrhundert danach werden die Verschwörungstheorien, die mal die CIA, mal die Mafia hinter dem Tod wähnen, immer noch neu gedeutet. Zu den größten Stützen der Version, dass keine freiwillig oder irrtümlich eingenommene Überdosis die Ursache war, gehören der erst im vergangenen Jahr verstorbene ehemalige Bezirksstaatsanwalt John Miner und der damalige Assistent des Gerichtsmediziners, Lionel Grandison. Von Miner stammt die Information, dass kurz nach der Obduktion sämtliche Organe verschwunden seien, die Klarheit über die Todesursache hätten bringen können. Grandison behauptet, er sei trotz erheblicher Zweifel gezwungen worden, als Todesursache Selbstmord anzugeben. An der Ferse der Toten machte er einen seltsamen Injektions-Einstich geltend.

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