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Winter und kein Ende - Frost in Deutschland, Schnee in England

23.03.2013 | 18:01 Uhr
Winter und kein Ende - Frost in Deutschland, Schnee in England
Deutschland bibbert weiter. Zwar liegt nicht mehr überall Schnee wie in Berlin. Aber der Frost bleibt in weiten Teilen des Landes erstmal noch erhalten.Foto: dpa

London/Kiew/Hamburg.  Flugausfälle, Schulschließungen, Verkehrschaos: Der Winter hat das öffentliche Leben in Teilen Europas komplett lahmgelegt. Besonders hart trifft es Großbritannien und die ukrainische Hauptstadt Kiew. Doch auch Deutschland muss weiter bibbern. Mindestens bis Mittwoch bleibt es frostig.

Eisige Kälte und heftiges Schneetreiben haben Teile Europas vollkommen ausgebremst. In Großbritannien mussten am Samstag zahlreiche Flüge gestrichen werden, bereits am Freitag hatte das Winterwetter dort zu Schulschließungen und Stromausfällen geführt. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew verhängten Behörden nach einem verheerenden Schneesturm den Ausnahmezustand: In der Stadt mit drei Millionen Einwohnern herrschten chaotische Verhältnisse nach einem halben Meter Neuschnee. Auch in Deutschland bleibt der Frühling frostig, die Behinderungen durch Eis und Schnee sind aber vergleichsweise gering.

Ukrainischen Behörden zufolge kamen in Kiew 550 Soldaten und schweres Gerät beim Schneeräumen zum Einsatz. 15 Schützenpanzer sollten helfen, Lastwagen abzuschleppen. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Mitteilung und Bilder von einem Einsatz. Der Verkehr in Kiew brach völlig zusammen. Nur die Metro fuhr noch und verkürzte die Taktzeiten, um das erhöhte Passagieraufkommen zu bewältigen.

Viele Schulen in Großbritannien geschlossen - und ein Atomkraftwerk

Der größte Flughafen des Landes Borispol nahe der Hauptstadt strich den Großteil der Flüge. Behinderungen gab es auch im Zugverkehr. Landesweit fiel in 400 Ortschaften der Strom aus. In der Nacht zum Samstag war allein in Kiew so viel Niederschlag gefallen wie sonst in einem ganzen Monat März. Bei tiefen Minusgraden erwarteten Meteorologen bis Sonntag weitere Schneefälle.

Weißes Treiben und grimmige Kälte verwandelten auch fast ganz Großbritannien in eine Winterlandschaft. Bereits am Freitag hatten Schneefälle in Nordirland zu Stromausfällen und zahlreichen Schulschließungen geführt. Wegen des extremen Wetters im Nordwesten Englands wurde zudem die Atomanlage Sellafield vorübergehend geschlossen. Auch am Samstag kam es in vielen Teilen des Landes zu Behinderungen, wie Wetterdienst und Polizei mitteilten.

200.000 Menschen von Stromausfällen in Belfast betroffen

Am East-Midlands-Flughafen in der Nähe von Nottingham mussten wegen des Schnees zahlreiche Flüge gestrichen werden. Der Flughafen Leeds-Bradford im Norden Englands und der Humberside Airport im Nordosten mussten komplett geschlossen werden. Die Flüge wurden teils umgeleitet. Auch an anderen Flughäfen Großbritanniens, etwa in Manchester, kam es zu stundenlangen Verspätungen. Mehrere Zugstrecken wurden lahmgelegt, darunter die Verbindung Leeds-Carlisle.

In Nordirlands Hauptstadt Belfast waren am Freitagabend 200 000 Menschen von Stromausfällen betroffen. Umstürzende Bäume und auf den Stromkabeln haftendes Eis hätten die Leitungen zum Bersten gebracht. Auch auf einigen Inseln vor Schottland mussten die Einwohner mit Notstromaggregaten versorgt werden.

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