Wiederverwertbare Rakete zu hart gelandet

Cape Canaveral..  Start geglückt, Raketenlandung nicht: Zwei Monate nach der Explosion eines unbemannten Versorgungsfrachters ist mit dem „Dragon“ am Samstag erstmals wieder ein privater US-Raumtransporter erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Eine gleichzeitig erstmals getestete Raketenlandung ging allerdings schief.

Der vom Unternehmen SpaceX ge­plante Versuch, ein Teil der „Falcon“-Trägerrakete sicher auf einer schwimmenden Plattform zu landen und wiederzuverwenden, missglückte, wie SpaceX-Betreiber Elon Musk auf Twitter schrieb. „Das war knapp. Aber keine Zigarre heute.“

Die Raketenstufe sei zwar auf der schwimmenden Plattform im Atlantik vor der Küste Floridas gelandet, aber zu hart. Dabei sei sie zerbrochen. Die Plattform sei aber intakt geblieben, nur ein paar Ausrüstungsstücke an Deck müssten ersetzt werden.

Zuvor hatte SpaceX bei Starts bereits mehrfach versucht, einen Teil der Rakete danach sicher im Meer landen zu lassen – es war allerdings immer explodiert. Daraufhin hatte das Unternehmen die 90 Meter lange und 50 Meter breite Plattform gebaut.

An Bord des „Dragon“ befinden sich auch zahlreiche von Schülern konzipierte Experimente. Eines davon befasst sich beispielsweise mit den Auswirkungen der Schwerkraft auf das Verderben von Milch. Auch ein deutscher Beitrag ist mit auf dem Weg zur ISS: Für ein Experiment namens „TripleLux“ sammelten Wissenschaftler auf Sylt Muschelzellen. An ihnen soll nun erforscht werden, wie sich der Aufenthalt im All auf das Immunsystem auswirkt.