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Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen

15.06.2013 | 12:21 Uhr
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Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
In Deutschland ist die Organspende nach dem Tod entweder mit dem Spendeausweis geregelt oder die Verwandten entscheiden. Im Ausland sieht das oft anders aus.Foto: dpa

Essen.  Vor dem Urlaub über Organspende nachdenken? Auf die Idee kommen nicht viele Reisende. Doch im Ausland gelten oft andere Bestimmungen als in Deutschland. Wer in vielen Ländern nicht zu Lebzeiten der Spende widerspricht, gibt automatisch sein Einverständnis für die Entnahme nach dem Tod.

Wer in den Urlaub fährt, macht sich meistens keine Gedanken über sein plötzliches Ableben und die daraus entstehende, mögliche Organspende. Der Landesverband der Krankenkasse BKK weist aber darauf hin, dass Reisende genau diese Überlegungen anstellen sollten. Denn im Ausland gelten oft andere Regelungen für eine Organspende nach dem Tod als in Deutschland.

Entscheidungslösung, Widerspruchsregelung und Informationsregelung - die Definitionen, die eine Organspende nach dem Tod regeln, haben viele Namen und ebenso viele unterschiedliche Bedeutungen. In Deutschland ist klar: Wer einen Organspendeausweis ausgefüllt hat, entscheidet für sich selbst. Wer dies nicht tut, für den müssen nach dem festgestellten Hirntod die Verwandten entscheiden. Das ist die Entscheidungslösung. Soweit so gut. Wenn dieser Fall aber nun im Urlaub eintritt?

In Spanien gilt die Widerspruchsregelung

In vielen Ländern, darunter auch Italien, Spanien, Österreich und Portugal gilt die Widerspruchsregelung. Wer nicht explizit einer Organentnahme nach dem Tod widerspricht, muss damit rechnen, dass im Krankenhaus die Organe zur Spende freigegeben werden.

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Natürlich muss sich nun niemand sorgen, dass gleich die Organe entnommen werden, egal was man selbst davon hält. "Jeder kann davon ausgehen, dass die Familie in die Entscheidung mit einbezogen wird, auch wenn man in einem ausländischen Krankenhaus liegt", so eine Sprecherin von der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) . Wer lieber sein eigener Herr über seine Organe sein möchte, kann sich vor dem Urlaubsantritt Beiblätter in der jeweiligen Sprache ausdrucken. Mit denen ist definitiv sicher gestellt, dass nach einem Unglück die Organe nicht entnommen werden, wenn der Betroffene zuvor widersprochen hat.

In Deutschland soll es die Widerspruchsregelung übrigens vorerst nicht geben, so die DSO. Zwar würde es seit der Einführung des Transplantationsgesetzes 1997 immer wieder Diskussionen über eine Änderung des Gesetzes geben. "Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Deutschland jemals eine solche Regelung gibt", so die Sprecherin der DSO.

Übrigens: In Schweden und Frankreich gilt die Informationsregelung. Diese geht ebenfalls grundsätzlich von der Bereitschaft zur Spende aus, wenn zu Lebzeiten nicht explizit widersprochen wird. Die Verwandten müssen in jedem Fall über die Entnahme informiert werden, ein Widerspruchsrecht, wie in vielen Ländern mit der Widerspruchsregelung, hat die Familie sie aber nicht. Allerdings können Reisende auch hier vorab die Formulare ausfüllen und sich so absichern.

Franziska Bombach

Kommentare
15.06.2013
23:52
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von blauaeugelchen | #4

Ich hoffe, dass man wartet, bis ich wirklich von selbst gestorben bin. Nach all den Skandalen habe ich meinen Organspenderausweis zerrissen, vor allem, nachdem ich gelesen habe, wieviel Ärzte und andere Unternehmen,ganze Organisationen daran verdienen.Wenn dann so ein reicher Schnösel bereit ist, riesige Beträge zu zahlen, damit er weiterleben kann, ist die Versuchung eben riesengroß, das Verfahren abzukürzen. In anderen Ländern soll das schon passiert sein.

1 Antwort
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von IIDottore | #4-1

Zerreißen ist falsch - die "Nein " - Option ankreuzen wäre in Ihrem Fall klüger ...

15.06.2013
19:08
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von gatagorda | #3

Also wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe ja nicht mehr. Also ist es mir schnurzpiepenegal, was dann damit geschieht. Ausserdem werden ja nur gut erhaltene Organe entnommen.

1 Antwort
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von wimmel | #3-1

Wenn Sie ganz Tod sind kann keiner mehr Ihre Organe gebrauchen.

15.06.2013
14:42
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von KingDesMonats | #2

Und wieso wird so ein Mist hier veröffentlicht? Ein paar Deppen, die das hier lesen, werden jetzt sicher tatsächlich vor dem Malle-Urlaub ein "Beiblatt in der jeweiligen Sprache" ausdrucken. Dadurch werden einige Leute sterben, die auf Spenderorgane warten. Man sollte diese Widerspruchsregeln ganz abschaffen - wer tot ist hat keine Rechte mehr.

3 Antworten
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von wimmel | #2-1

Sind Sie noch bei Trost ? Was mit meinen Organen geschieht bestimme ich selber es ist schon eine unverschämte Nötigung davon auszugehen das eine grundsätzliche Spendenbereitschaft besteht.und extra ein Wiederspruch eingelegt werden soll.
Mit meinen Organen wird kein Handel betrieben :-))

Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von blauaeugelchen | #2-2

Ich hoffe, dass man wartet, bis ich wirklich von selbst gestorben bin. Nach all den Skandalen habe ich meinen Organspenderausweis zerrissen, vor allem, nachdem ich gelesen habe, wieviel Ärzte und andere Unternehmen,ganze Organisationen daran verdienen.Wenn dann so ein reicher Schnösel bereit ist, riesige Beträge zu zahlen, damit er weiterleben kann, ist die Versuchung eben riesengroß, das Verfahren abzukürzen. In anderen Ländern soll das schon passiert sein.

Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von Futabakai | #2-3

Von dir würde ich noch nicht einmal den "Gluteus Maximus" gespendet bekommen wollen!!!

15.06.2013
13:50
Wie Urlauber der unfreiwilligen Organspende im Ausland entgehen
von larix | #1

Der Link zu den Beiblättern funktioniert nicht.

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