Wie Sie frische Eier erkennen - und am besten kochen

Osterzeit ist Eierzeit - wir haben Fakten rund ums Ei gesammelt.
Osterzeit ist Eierzeit - wir haben Fakten rund ums Ei gesammelt.
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Was wir bereits wissen
Hätten Sie gewusst, woran man ein frisches Ei erkennt? Oder ob man Eier anpiksen sollte vor dem Kochen? Fakten und kuriose Geschichten rund ums Ei.

Essen.. Die Hennen in NRW waren fleißig im vergangenen Jahr: Durchschnittlich 281 Eier legte jede von ihnen, insgesamt waren das 1,3 Milliarden Eier. Die Zahl ist noch nicht alles – wir haben ein paar Fakten zusammengetragen, mit denen Sie beim Osterfrühstück glänzen können.

Gruseliges Gelb - Hitchcock hatte Angst vor Eiern

Er gilt als Meister des gekonnten Fürchtens, dabei hatte Filmlegende Alfred Hitchcock angeblich selbst in einem Punkt große Angst: vor Eiern. Der Überlieferung nach soll der Sohn eines Gemüsehändlers einmal gesagt haben, er fürchte Eier nicht nur, er ekle sich auch vor ihnen. „Hat man jemals etwas Widerlicheres gesehen als ein Eidotter, das seine gelbe Flüssigkeit verschüttet? Blut ist fröhlich rot. Dotter dagegen ist gelb, eklig.“

Banane ersetzt Eier in der Küche

Ostereier In der Küche sind die Hühnerprodukte beliebt, um (Back-)Zutaten zu binden oder um Gerichte aufzulockern. Wer auf sie verzichten möchte oder muss, kann es mit folgenden Tipps des Vegetarierbundes Deutschland versuchen: Eine halbe zerdrückte Banane oder 1 EL Sojamehl zusammen mit 1 bis 2 EL Wasser oder 2 EL Mehl zusammen mit 1/2 Päckchen Backpulver und 2 EL Wasser können demnach ein Ei bei der Zubereitung einiger Speisen ersetzen.

Straußenei kocht 60 bis 80 Minuten

Ein wachsweiches Kochei benötigt vier bis fünf Minuten? Was für eine Beleidigung für den Strauß! Während beim durchschnittlichen Hühnerei diese Rechnung aufgehen mag, muss ein Straußenei wesentlich länger gekocht werden. „60 bis 80 Minuten“, empfiehlt Uwe Joite, der eine Straußenfarm in der Nähe von Leipzig betreibt. Wenn der mit bis zu 2,5 Metern Höhe größte Vogel der Welt etwas legt, dann macht er es richtig. Und so kommt ein einzelnes seiner Erzeugnisse gut und gerne auf 1,5 Kilo. Frische Straußeneier kosten etwa ab 25 Euro pro Stück.

Das schmeckt China: das tausendjährige Ei

Zu den Delikatessen der chinesischen Küche zählen tausendjährige Eier. Ganz so alt sind sie dann zwar doch nicht, aber immerhin kommen sie auf mehrere Monate, manche sogar auf bis zu drei Jahre. Denn so lange sollen sich die speziell bearbeiteten rohen Enteneier angeblich zum Verzehr eignen.

Oster-Wetter Die Prozedur geht so: Das Ei wird drei Monate lang in einer Mischung aus Anis, Pfeffer, Teeblättern, Kalk, Sägespänen und noch mehr eingelegt und konserviert. In dieser Zeit verwandelt sich das Eiklar in eine bernsteinfarbene Masse, das Eigelb wird grün. Serviert werden die Eier, die angeblich nicht in jedem Fall einen beißenden Geschmack haben, als Vorspeise oder Snack mit Sojasauce und Ingwer.

Clever zum Sieg - Ostereiertitschen

Hartgekochte Eier und die Kraft der Physik: Beim Ostereiertitschen nimmt jeder Spieler ein Osterei in die Hand, dann werden reihum die Eierspitzen gegeneinander „getitscht“ oder auch „geditscht“. Sieger ist der Spieler, dessen Eierschale am Ende heil geblieben ist.

Wer die Wahl hat, sollte gezielt zum kleinsten Ei greifen. Denn kleine Eier stammen in der Regel von jungen Hühnern und enthalten mehr Proteine – was die Schale stabiler macht. Ist das Wettkampfei nun auch noch braun (falls man das unter der Osterfärbung noch erkennen kann) – umso besser. Denn braune Eier haben dickere Schalen als weiße. Schließlich ist auch der Winkel, in dem die Eier aufeinandertreffen, entscheidend für Sieg oder Niederlage. An der Spitze hält die Schale nämlich größeren Druck aus als an den Seiten.

So funktioniert der Frischetest

Vier Wochen halten sich rohe Eier bei sachgerechter Lagerung, und erst etwa drei Tage nach dem Legen entfalten sie ihren ganzen Geschmack. Um zu testen, wie frisch ein Ei ist, hilft eine einfache Methode: Man lege das rohe Ei in ein Gefäß mit Wasser. Bleibt es einfach waagerecht liegen: alles bestens, frischer geht’s kaum. Richtet es sich etwas auf, ist es etwa sieben Tage alt. Ein zwei bis drei Wochen altes Ei steigt leicht nach oben. Schwimmt das Ei allerdings an die Wasseroberfläche, ist es alt und im Zweifel ungenießbar. Dieser Effekt ergibt sich durch die Luftkammer im Ei, die sich mit zunehmendem Alter vergrößert und so das Schwimmverhalten beeinflusst.

Anpiksen oder nicht?

Zu den großen Mythen rund um das perfekte Frühstücksei gehört das Anpiksen. Angeblich verhindert das Durchstechen der stumpfen Ei-Seite, auf der die Luftblase liegt, dass das Ei beim Kochen aufplatzt. Die Theorie dahinter: Beim Erhitzen dehnt sich der Inhalt des Eis aus, insbesondere besagte Luftblase. Im Rahmen der WDR-Fernsehsendung „Quarks & Co“ machten etwa 3000 Zuschauer den Feldversuch: Sie kochten Eier und gaben an, ob und unter welchen Umständen eines platzte. Am Ende war klar: Es platzt etwa jedes zehnte Ei, ob angepikst oder ungepikst spielt dabei allerdings keine Rolle.