Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Gesellschaft

Wie Scientology für Tom Cruise auf Brautschau ging

04.09.2012 | 16:34 Uhr
Sie wurde mit Tom Cruise verkuppelt: Schauspielerin Nazanin Boniadi.Foto: Chelsea Lauren/Getty Images

Los Angeles.   Nazanin Boniadi war Mitglied bei Scientology. Als Hollywood-Star Tom Cruise und seine Kollegin Nicole Kidman sich privat trennten, wurde Boniadi durch Scientology mit Cruise verkuppelt. Eine Liebe, die nicht von Dauer war und für Boniadi bitter endete, wie die preisgekrönte Autorin Maureen Orth beschreibt.

Dass sich Scientology für seine Mitglieder, gefragt oder ungefragt, als Kümmerer in allen Lebenslagen versteht, davon wissen Beratungsstellen für Opfer der aggressiven Sekte ein trauriges Lied zu singen. Fälle von dubioser Eheanbahnung waren bisher nicht darunter. Eine mehrfach ausgezeichnete Autorin des US-Magazins „Vanity Fair“ zeichnet jetzt einen prominenten Fall nach.

In der Oktober-Ausgabe des Magazins beschreibt Maureen Orth, wie die oberste Führung von Scientology für Hollywood-Schauspieler Tom Cruise nach der Trennung von Arbeitskollegin Nicole Kidman eine bemerkenswerte Braut-Schau veranstaltet hat. Orth sorgte schon mit einer Biografie über den Mörder des Modemachers Gianni Versace für Furore.

Cruise spricht in einer Stellungnahme von Lügen

Cruise steht in der Hierarchie der Eingeweihten von Scientology selbst weit oben. Dass am Ende des Verfahrens, das man sich nach der Lektüre als unmenschlichen Ausleseprozess vorstellen muss, die jüngst von Cruise geschiedene Katie Holmes obsiegte, war offenbar eher Zufall. Zwischenruf: Scientology begegnet den Anwürfen mit dem üblichen „Alles erfunden und gelogen!“. Cruise spricht in einer Stellungnahme von „Lügen“, die zwecks Verkaufsförderung eines Magazins in Umlauf gebracht worden seien.

Nach Orths Recherchen, die sich auf mit dem Vorgang betraute Scientologen beruft, wurden zunächst Branchen-Größen wie Scarlett Johansson, Jennifer Garner und Jessica Alba für eine künftige Rolle an der Seite von Cruise ausgeguckt – aber schnell für ungeeignet befunden. So kam Nazanin Boniadi ins Spiel. Die im Iran geborene und in London aufgewachsene dunkelhaarige Schauspiel-Schönheit (32), damals Scientologin, galt für Shelly Miscavige – die inzwischen verschwundene Frau von Scientology-Boss David Miscavige – als erste Wahl.

Cruise trifft Tochter Suri

Wie Orth beschreibt, wurde Boniadi einen Monat lang auf die Kontaktaufnahme mit dem als exzentrisch geltenden Schauspieler vorbereitet. Man riet ihr, auf bestimmte Äußerlichkeiten (rote Haarsträhnen) zu verzichten und ihrem Freund den Laufpass zu geben.

Artikel auf einer Seite lesen
  1. Seite 1: Wie Scientology für Tom Cruise auf Brautschau ging
    Seite 2: Als Strafaktion musste die Schauspielerin Toiletten putzen

1 | 2

Kommentare
06.09.2012
10:33
Schlecht erfunden
von Moser | #4

soll, angeblich etc..ganz schache Beweislage. Cruise "soll" ja angeblich 3 Monate eine innige Beziehung mit der gecasteten Dame gehabt haben und kein...
Weiterlesen

1 Antwort
Wie Scientology für Tom Cruise auf Brautschau ging
von Eduard79 | #4-1

Dann informieren Sie sich mal aus seriösen Quellen über Scientology. Sie werden sich dann wahrscheinlich wünschen, dass seien Fantasiegeschichten. Dem ist aber nicht so.

Funktionen
article
7060595
Wie Scientology für Tom Cruise auf Brautschau ging
Wie Scientology für Tom Cruise auf Brautschau ging
$description$
http://www.derwesten.de/panorama/wie-scientology-fuer-tom-cruise-auf-brautschau-ging-id7060595.html
2012-09-04 16:34
Panorama