Wie Müllsammler und Obdachlose dem Elend entkommen können

Köln..  RTL gilt als das Kreuzfahrtschiff des Fernsehens. Bei dem Kölner Amüsierbetrieb geht zuweilen unter, dass er sich eine respektable Nachrichtenredaktion leistet. Was sie kann, zeigt sie am Sonntag zu später Stunde. Wach bleiben lohnt.

Andreas Kuno Richter und Christian Büttner verknüpfen in ihrer Reportage „Endstation Müll. Verloren zwischen Abfall und Sextourismus“ Dritte-Welt-Elend auf den Philippinen mit christlichem Engagement deutscher Ordensleute.

Der Film zeigt beispielhaft, dass in der Metropole Cebu City 6000 Menschen nicht nur vom Müll leben, sondern direkt auf der Halde. Die Filmemacher begleiten Pater Heinz Kulüke vor Ort. Sie zeigen ihn bei seiner Arbeit unter den Ausgestoßenen der Gesellschaft, zu denen neben den Müllsammlern auch die Obdachlosen der Millionenstadt gehören, die immer wieder von Sextouristen ausgebeutet werden. Der Film beschreibt nicht nur im besten Sinne anschaulich die Lage. Dazu kommt, dass Kulüke den Schlüssel zur Lösung des Problems kennt: Bildung.

Kleinere Mängel mindern den Wert des Films nicht.

RTL, 23.20 Uhr