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Brust-Amputation

Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert

14.05.2013 | 16:13 Uhr
Aus Furcht vor Brustkrebs hat sich Angelina Jolie vorsorglich beide Brüste abnehmen lassen. Ihre Entscheidung war am Dienstag das große Gesprächsthema im Netz.Foto: afp

Essen.  Aus Angst vor Krebs hat sich Angelina Jolie beide Brüste abnehmen lassen - und dies am Dienstag selbst öffentlich gemacht. Weltweit diskutieren Internetnutzer über die Entscheidung der 37-Jährigen. Viele zollen ihr Respekt, aber einige nutzen die Gelegenheit für geschmacklose Scherze.

Es war eine Flucht nach vorn, in doppelter Hinsicht: US-Schauspielerin Angelina Jolie hat sich aus Furcht vor Brustkrebs vorsorglich beide Brüste amputieren lassen. In einem ausführlichen Gastbeitrag in der "New York Times" hat die 37-Jährige diese Entscheidung nicht nur bekanntgegeben, sondern auch ausführlich ihre Beweggründe, Gefühle und Details zum Eingriff erläutert. Innerhalb kürzester Zeit wird das Bekenntnis zur Brust-Amputation das Gesprächsthema des Tages im Netz.

Nicht nur auf der Seite der "New York Times" wird der Artikel kommentiert. Bei Twitter ist "Angelina Jolie" am Dienstag lange Trending Topic, also eine der am meisten verwendeten Begriffe oder Wortkombinationen. Im Sekundentakt tun zigtausende Nutzer im Mikroblogging-Dienst ihre Meinung zu Jolies Entscheidung kund.

"Angelina Jolies Geschichte ist wirklich mutig!"

"Mutig", "inspirierend", "bewegend" - die meisten Twitter-User zollen Jolie Respekt für ihren Schritt. "Ich interessiere mich überhaupt nicht für die Leben von Promis", schreibt etwa Nutzer @waldojaquith, "aber Angelina Jolies Geschichte über die doppelte Brustamputation ist wirklich mutig."

Viele Nutzer begrüßen es außerdem, dass Jolie mit ihrer persönlichen Geschichte Aufmerksamkeit für das Thema Krebs im Allgemeinen erzeugt. Nutzer @iamKAQ kommentiert: "Ich hoffe, dass Frauen auf der ganzen Welt sich das merken, was Angelina Jolie gemacht hat und sensibler für das Thema Brustkrebs werden."

Lob von Sheryl Crow - sie hatte selbst Brustkrebs

Auch US-Sängerin Sheryl Crow meldet sich bei Twitter zu Wort. Sie selbst wurde 2006 wegen Brustkrebs behandelt, im Sommer vergangenen Jahres wurde bei ihr ein Hirntumor diagnostiziert. Crow lobt "Angelina Jolie für den Mut und die Nachdenklichkeit, ihre Geschichte über die Amputation heute zu teilen" - und fordert alle Frauen auf, Jolies Beitrag zu lesen - "gerade, wenn ihr Fälle von Brustkrebs in eurer Familiengeschichte hattet."

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>I commend Angelina Jolie for her courage and thoughtfulness in sharing her story today regarding her mastectomy. So brave!</p>&mdash; Sheryl Crow (@SherylCrow) <a href="https://twitter.com/SherylCrow/status/334265204273733632">14. Mai 2013</a></blockquote>

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Empörung über Witze auf Kosten Jolies

In einigen Kommentaren klingt jedoch auch Kritik an. Manche Nutzer melden Zweifel am Nutzen einer vorsorglichen Amputation an: " Ja, ich habe gelesen, dass Angelina Jolie sich vorsorglich beide Brüste hat abnehmen lassen. Nein, man weiß nicht, ob das medizinisch die richtige Entscheidung war", twittert zum Beispiel @xeni. Andere merken an, dass die meisten Frauen nicht die finanziellen Möglichkeiten eines Hollywood-Stars haben. Twitter-Nutzerin @ArriannaMarie beispielsweise findet, dass die Amputation und Rekonstruktion von Jolies Brüsten "eine privilegierte Form der Selbst-Fürsorge" sei. "Viele können sich nicht mal den Test leisten."

Und dann gibt es auch noch jene, die die Gelegenheit für unpassende bis geschmacklose Scherze nutzen. Sie witzeln, spotten und lästern über Angelina Jolie - und ziehen mit ihren Kommentaren jeweils zahllose empörte Kommentare nach sich. Unter anderem von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Sie schreibt am Nachmittag: "Der Gang von Angelina Jolie an die Öffentlichkeit verdient Respekt - und keine blöden Kommentare." (shu)

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Der Gang von Angelina <a href="https://twitter.com/search/%23Jolie">#Jolie</a> an die Öffentlichkeit verdient Respekt - und keine blöden Kommentare.   </p>&mdash; Kristina Schröder (@schroeder_k) <a href="https://twitter.com/schroeder_k/status/334289944564596737">14. Mai 2013</a></blockquote>

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Amputation aus Sorge vor Krebs

 



Kommentare
16.05.2013
15:15
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von silera | #10

Glaube schon das diese Frau mehr Möglichkeiten eines nachträglichen wieder Aufbaus
der Brust besitzt. Ändert aber nichts am Seelenschaden. Den können sie nie mit einer noch so tollen Schönheits OP beeinflußen. Das greift viel tiefer als so mancher denkt.

15.05.2013
10:04
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von Olafson02 | #9

Wenn Frauen mit dem gleichen Risiko wie Fr.Jolie das geleiche Einkommen hätten um sich danach wieder aufzuhübschen ,wäre das für diejeneigen sicher auch eine Option.Ich finde das die ganze Sache viel zu hochgepuscht wird.
Ich habe eine Bekannte die an Brustkrebs erkrankt ist und nicht mit den Sportkolleginnen
gemeinsam Duschen geht,weil Ihr die Möglichkeit einer Brustimplantation nicht möglich ist.das finde ich erwähnenswert.Und nicht das was die ach so tolle Fr. Jolie gemacht hat.
Das sind Beiträge die vor selbstgefälligkeit nur so strotzen.Das brauche ich wirklich nicht.

1 Antwort
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von Jorgel | #9-1

Wenn in der Familie vermehrt Brustkrebs aufgetreten ist, zahlt die Krankenkasse den Gentest und bei positivem Ergebnis auch die Operation, wie sie Frau Jolie hat machen lassen.

Es können allerdings auch Frauen Brustkrebs bekommen, die keine genetische Veranlagung dazu haben. Das ist das ganz normale Lebensrisiko das jeder Mensch trägt...

15.05.2013
07:52
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Name von Moderation entfernt | #8

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15.05.2013
03:39
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von KingDesMonats | #7

Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich als Mann will gar keine Brüste haben, hab aber trotzdem welche (+ Bierbauch). Die Entfernung zahlt natürlich keine Kasse. Das Leben ist nicht fair.

14.05.2013
22:03
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von Jorgel | #6

Eigentlich hat sich Angelina Jolie die Brüste gar nicht amputieren, sprich chirurgisch entfernen lassen. Wie sie in einem Fernsehbericht am heutigen Nachmittag selbst erklärte, hat sie sich das Brustgewebe entfernen und durch Implantate ersetzen lassen.

Außer zwei kleinen Narben sei nichts von der Operation zu sehen. Man kann sie also auch in Zukunft mit weit ausgeschnittenem Dekolleté bewundern. Die reißerischen Artikel wie sie überall und auch hier zu lesen sind, haben also mit dem medizinischen Eingriff, der aus gutem Grund bei Frau Jolie stattgefunden hat, so gut wie nichts zu tun...

1 Antwort
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von Karl-Napp | #6-1

Typisch WAZ, erst schreiben, dann recherchieren.....

14.05.2013
21:59
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von ichsehdasgerne | #5

na, hoffentlich macht das nicht Schule!

14.05.2013
20:39
und aus Angst
von Lugefix | #4

vor dem Tod sollte Sie sich gleich umbringen ?

14.05.2013
19:59
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Name von Moderation entfernt | #3

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2 Antworten
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von defcon | #3-1

Woher kommt ihr Wissen ?

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Name von Moderation entfernt | #3-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.05.2013
18:56
Merkwürdige Information der WAZ
von Eigenart | #2

Ich nehme meinen Kommentar unter #1 zurück. Ich musste ein bißchen suchen, um die eigentliche Information über AJ zu bekommen. Dieser Artikel hier ist ziemlich oberflächlich und reißerisch, so fehlt die Information über die genetische Disposition völlig. Sie erwecken den Eindruck, als hätte AJ sich leichtfertig die Brüste amputieren lassen und dies im Netz zur Diskussion gestellt. Echt blöder Artikel.

14.05.2013
18:45
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von Eigenart | #1

Liebe WAZ, habt ihr das richtig recherchiert? Ich kann es kaum glauben. Sich aus Angst vor Krebs "vorsorglich" die Brüste amputieren zu lassen - so etwas macht mich fassungslos. Es gäbe da noch mehr Möglichkeiten der "Vorsorge": eine Totaloperation reduziert das Krebsrisiko an Gebärmutter und Eierstöcken... - medizinische Eingriffe an gesunden Körperteilen finde ich mehr als fragwürdig.

1 Antwort
Wie das Netz über Angelina Jolies Brust-Amputation diskutiert
von ozgirl | #1-1

Es gibt ein Gen, dass Frauen fuer Brustkrebs praedestiniert, oft wird diesen Frauen vom behandelnden Arzt die Entfernung des Brustgewebes angeraten. Ich kenne 2 Schwestern, die mit diesem Gen vorbelastet sind. Eine ist leider nicht mehr unter uns, nach Brustkrebs in der einen Brust, hat sich die andere Dame freiwillig das Gewebe aus der anderen Brust entnehmen lassen, um das Risiko zu verkleinern. Also, erstmal lernen, dann urteilen.

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