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Skandal

Werbung mit Papst-Kuss ist Benetton zu heiß

16.11.2011 | 21:46 Uhr
Werbung mit Papst-Kuss ist Benetton zu heiß
Das italienische Modeunternehmen Benetton hat die Fotomontage eines Kusses zwischen Papst Benedikt XVI. und dem ägyptischen Imam Ahmed el Tajjeb zurückgezogen. Foto: afp

Rom.   Der Papst küsst einen Imam: Mit diesem Motiv hatte Benetton Werbung machen wollen. Der Vatikan reagierte empört auf Schock-Kampagne. Jetzt zieht das italienische Modeunternehmen die Fotomontage zurück. Ein weiteres Motiv: Merkel küsst Sarkozy.

Das italienische Modeunternehmen Benetton hat die Fotomontage eines Kusses zwischen Papst Benedikt XVI. und dem ägyptischen Imam Ahmed el Tajjeb zurückgezogen. Das Modehaus habe die „Gefühle der Gläubigen“ nicht verletzen wollen, hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung. Die katholische Kirche hatte verärgert auf die Schock-Kampagne reagiert und mit geeigneten Gegenmaßnahmen gedroht.

Es war ein überraschendes Bild: Papst Benedikt XVI., den Kopf leicht nach links geneigt, presst seine Lippen an die des ägyptischen Imams, der einen Arm von hinten um den Hals des Papstes legt. Benetton ließ das riesige Plakat vorübergehend unweit des Vatikans an einer Brücke vor der Engelsburg aufhängen und fotografieren.

Vatikansprecher Federico Lombardi brachte den Ärger der Kirche über die Montage zum Ausdruck. Die Bilder seien „absolut unannehmbar“ und würden das Bildnis des Heiligen Vaters für kommerzielle Zwecke ausnutzen, sagte er. „Es zeigt einen schweren Mangel an Respekt gegenüber dem Papst, einen Angriff auf die Gefühle der Gläubigen“, empörte sich Lombardi. Auch der Chef des katholischen Fernsehverbands in Italien, Luca Borgomeo, verurteilte die Reklame und forderte, dass diese zurückgezogen wird.

US-Präsident Obama küsst chinesischen Kollegen

Weitere Bilder der Kampagne unter dem Titel „Unhate“ („Nicht-Hass“) zeigen ähnliche Küsse zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao sowie zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy geben sich einen zwar leidenschaftsarmen, eher spitzmündigen Kuss. Ein Entwurf mit einem Kuss zwischen Merkel und dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi wurde nach der Bekanntgabe von Berlusconis Rücktritt am Wochenende nicht in die Kampagne aufgenommen. Die „Unhate“-Bilder sind weltweit in Filialen der Modekette sowie in Zeitungen, Zeitschriften und auf Internetseiten zu sehen.

Die besten PR-Bilder 2011

Benetton teilte nach der Rücknahme des Papst-Bildes mit, in der neuen Werbekampagne gehe es „ausschließlich um den Kampf gegen die Kultur des Hasses“. Es handele sich um eine „konstruktive Provokation“, erklärte Vize-Unternehmenschef Alessandro Benetton zuvor in einer Presskonferenz. Ziel sei es, „das Ideal der Toleranz weithin sichtbar zu machen“. Das Unternehmen verfolge soziale Ziele und setze sich aktiv für humanitäre Angelegenheiten ein. Dies habe „nicht auf andere Weise global kommuniziert werden können“. Die Modefirma hatte bereits in den 1990er Jahren mit schockierenden Werbekampagnen für Aufsehen gesorgt. (afp)

DerWesten

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Kommentare
17.11.2011
11:38
Sprachlos
von RainerN | #10

Angela küsst Nicolas...uuuhhhhhhäbääähh

17.11.2011
11:34
Ungeheuerlich
von AchimR | #9

Ekelhaft, zwei Männer, die sich küssen, pfui...

17.11.2011
11:14
ohne Worte
von holmark | #8

"Benedetton"

17.11.2011
09:38
Eigentlich klar...
von donfernando | #7

Die Kirche halt was gegen Küsse. Seit Judas ist das wohl schon so.



17.11.2011
09:24
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von samhainbiker | #6

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1 Antwort
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von Ruhrdyke | #6-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.11.2011
09:06
Das Bildnies des Papstes werde für kommerzielle Zwecke ausgenutzt ...
von Elfentraum | #5

... ja und das darf natürlich nicht sein, zumindest nicht, wenn die Firma, die das macht, nicht in den Händen der Kirche ist. Wenn die Kirche das macht ist das kein Problem, dann kann man Kaffeetassen, Uhren, etc. mit dem Konterfei des Papstes kaufen ...

17.11.2011
09:06
Klasse!
von Ruhrdyke | #4

...und absolut treffend.

Schade, dass sie sich dem Druck beugen.

"Make love not war" mal anders, feuchter :-)

17.11.2011
07:58
Knutschereien
von Funakoshi | #3

Haben die wenigstens mit Zunge geknutscht??? Aber ist doch gar nicht so schlimm. Erinnert mich ein wenig an die Kußorgie zwischen Honnecker und Breschnew. Sah auch damals schon ein bisschen altersschwul aus:-), aber man sollte dabei doch über den Dingen stehen. Gerade als Papst muss man doch auch Nächstenliebe vorleben und auch verzeihen können.
Was ich aber extrem ekelhaft finde und sofort indiziert werden muss ist die Knutscherei zwischen diesen anderen beiden (kennt die überhaupt Jemand???). Akute Herpesgefahr:-):-):-)!!!

17.11.2011
07:15
Benneten? Gibts die noch?
von carlotarrasqua | #2

Oh Gott, schnell weg hier, kein Bedarf.
Wahrscheinlich macht es Schwule scharf.
Haut mit Humor doch einfach drauf
und hängt gebrauchte Socken auf.

16.11.2011
22:27
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von samhainbiker | #1

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1 Antwort
wer...
von maped | #1-1

wer lesen kann ist klar im vorteil.

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