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Wenn der Papst kommt, wird es in Berlin und Erfurt eng

07.06.2011 | 18:46 Uhr
Wenn der Papst kommt, wird es in Berlin und Erfurt eng
Auch bei seinem Deutschlandbesuch im Herbst wird Papst Benedikt XVI. im Papamobil unterwegs sein.

Berlin/Erfurt.   Weil die Kapazitäten nach dem Loveparade-Unglück teils drastisch reduziert wurden, sind einige Gottesdienstorte schon überbucht. In Erfurt wird es tausende Absagen geben, in Berlin rückt das Olympiastation als Ausweichmöglichkeit in den Fokus

Letzte Hoffnung Olympiastadion: Mehr als 40 000 Menschen haben sich bereits für die Berliner Messe zum Auftakt des Papstreise am 22. September angemeldet. Noch nicht eingerechnet sind laut Erzbistum die Gläubigen aus den 120 Kirchengemeinden. Vor dem Charlottenburger Schloss, wo die Messe nach bisherigen Planungen stattfinden soll, wird es jetzt eng. Gut möglich, dass der Papst doch noch ins Olympiastadion umzieht. Der Stadionbetreiber jedenfalls hält seit Wochen den 22. September vorsorglich frei.

„Das Schloss ist als Standort noch nicht gestorben“, so ein Bistums-Sprecher. Man müsse prüfen, ob durch die Öffnung der Seitenstraßen Platz für bis zu 70 000 Menschen geschaffen werden könne. Von vielen Plätzen aus wäre der Papst dann jedoch nur per Videowand zu sehen. Zudem sei der Platz vorm Charlottenburger Schloss ohne Sitzgelegenheiten und Wetterschutz älteren und behinderten Menschen nicht zumutbar, heißt es in vielen Gemeinden. Auch dies spräche für das Stadion.

Loveparade-Auswirkungen

Dom und Kirche St. Severi am Erfurter Domplatz. Hier wird Papst Benedikt XVI. im Herbst eine Messe beten. Foto: dapd

Rein statistisch bereits überbucht ist der Erfurter Domplatz, wo der Papst am 24. September eine Messe feiern wird. Den bislang rund 42 000 Kartenanfragen stehen nur 27 900 Plätze zur Verfügung. „Wir hätten uns deutlich mehr Plätze gewünscht“, heißt es in Erfurt. Doch während sich bei vergangenen Veranstaltungen auf dem Domplatz dem Vernehmen nach schon mal doppelt oder dreifach so viele Zuschauer gedrängt hätten, sei die Besucherzahl nach der Duisburger Loveparade-Tragödie „drastisch eingeschränkt“ worden. Als Alternative gibt es eine Marienvesper mit dem Papst im Wallfahrtsort Etzelsbach. Dort sei das Platzkontingent mit derzeit 32 000 Anfragen längst nicht ausgeschöpft.

Mindestens bis Mitte Juni können sich Interessierte im Internet unter www.papst-in-deutschland.de für alle Papst-Gottesdienste anmelden - auch für die in Freiburg. Erst danach wird entschieden, wem abgesagt wird.

Julia Emmrich, Thomas Rünker

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Kommentare
27.06.2011
07:08
Wenn der Papst kommt, wird es in Berlin und Erfurt eng
von findling | #1

Angesichts der neuesten Meldungen wird das doch ernster als ich gedacht habe.
Wenn sich verschiedene Abgeordnete weigern werden für den Papst sich von ihren Sitzen zu erheben, möglicherweise sich weigern ihm stehende Ovationen zu bieten,
wird man ihnen dann Antikatholizismus vorwerfen und man sie von allen Seiten brandmarken?

Das kann eine riesige Kampagne werden!

Und wenn dann auch Versuche unternommen werden, die Blockade gegen Kondome zu durchbrechen, dann ist aber wohl der Ofen aus!

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